Tod und Trauer….

Heute Nacht ist ein sehr junger Bekannter gestorben – bei einem Autounfall, den er nicht selber verursacht hat.

Sein Tod ist genauso sinnlos, wie der der Terroropfer oder Amokopfer.

Der große Unterschied?

  • Nur seine enge Freunde haben ihr Profilbild geändert, niemand sonst.
  • Dieser Verkehrsunfall war eine kurze Nachricht in den Lokalmedien wert – mehr nicht.
  • Keiner bekommt die Suche der Polizei nach dem Schuldigen mit, falls sie dazu überhaupt Ressourcen haben.
  • Kein Bürgermeister, Politiker & Co. wird in einem Jahr oder in 10 Jahren oder in den Jahren dazwischen eine große Trauerfeier veranstalten.
  • Es wird keine Gesetzesänderung geben, auch keine Änderung für technische Richtlinien von Autos oder Straßen.
  • Sein Tod betrifft nur seine Familie und seine Freunde. Und weil er oft bei uns war, auch mich ein bisschen.

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Die Mär der 500.000 gestohlenen Waffen

Nach Angaben der Brüsseler Kommission gibt es in der EU schätzungsweise 80 Millionen Schusswaffen für den zivilen Gebrauch, die sich in rechtmäßigem Besitz befinden. Gleichzeitig ist der Verbleib einer halben Million Schusswaffen ungeklärt, die in der EU verloren gegangen oder gestohlen worden sind. Die Zahl steigt kontinuierlich, besonders in Frankreich werden immer mehr Waffen als gestohlen oder verloren registriert.

Obiges schreibt Servus TV auf seinem Waffen-Spezial, das anlässlich des TV-Talks vom Donnerstag, dem 11. Februar 2016, erstellt wurde:

T A L K   I M   H A N G A R – 7
Österreich im Waffenwahn: Müssen wir uns selbst schützen?

Den Talk sollte sich jeder mal anschauen: Mediathek-Link

Als Gast war u.a. Saskia Hold eingeladen, die die deutsche Petition „Waffenscheine für Frauen“ verfasst hat.

Nun zu dem Märchen der 500.000 gestohlenen Waffen. Im Dezember hat Melissa Burkhard meinen Oktober-Report über Waffenbesitz in Europa übersetzt. Hier ein Ausschnitt über meine Erkenntnisse der gestohlenen Waffen:

Report II: Waffenbesitz in Europa

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Zeitgeisterjagd

MZeitgeisterjagd_Cover_2015_web_w800-662x1024atthias Heitmann geht auf Safari und jagt „Zeitgeister“.

Was einen guten Jäger ausmacht, ist das richtige „Ansprechen“. Darunter versteht der Waidmann die präzise Beobachtung und Identifizierung von Wild vor der Schussabgabe. Auch muss der Jäger die gesamte Biodiversität des Reviers beachten, um das richtige Verhältnis von Prädatoren (Beutegreifern) und Beutetieren (oft Pflanzenfresser) einzupegeln. Das nennt man Hege.

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Firearms Report II – Waffenbesitz in Europa

Die Wahrheit über den Waffenbesitz in Europa

Fabio Marini, Leiter der Firearms Task Force in der DG HOME der Europäischen Kommission präsentierte den Bericht ‘Firearms and Violent Deaths in Europe’ des Flemish Peace Institute.

Gary Mauser, emeritierter Professor der Simon Fraser University (CA) schrieb:

„Dieser Bericht des Flemish Peace Institute behauptet, wissenschaftlich zu sein, aber er sollte nur als Interessenvertretung wahrgenommen werden, weil er gegen die Grundprinzipien der wissenschaftlichen Untersuchung verstößt.“

Wir haben nach offiziellen Daten geforscht und diese mit obigem Bericht verglichen und präsentieren stolz unsere Ergebnisse. Auch wenn unser Bericht keine wissenschaftliche Arbeit ist, empfahl mir Professor Mauser nach einem kurzen Blick in meinem Entwurf, diesen zu publizieren.

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Unnatürliche Todesursachen 1998-2013

Vor einiger Zeit habe ich zufällig die Gesundheitsstatistik des Bunds gefunden und bin dort tief in die Details der unnatürlichen Todesursachen vorgestoßen. Ich mache ab und zu statistische Auswertungen. Aber diese Datenmenge hatte mich überfordert. Daher bat ich Volker T., die Daten grafisch auszuwerten, was der auch prompt gemacht hat: Sterbeursachenstatistik nach ICD-10

Wie man anhand dieser Grafiken sehen kann, sind unnatürliche Todesfälle mit Schusswaffen (legal wie auch illegal) statistisch insignifikant bei Unfällen, Selbstmorden und tätlichen Angriffen und ändern sich auch nicht, wenn neue Waffengesetze verabschiedet werden (2002, 2008 und 2009).

Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/
Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/

Nicht einmal die erschütternden Attentate von Erfurt (2002) und Winnenden (2009) sind im Zeitverlauf zu erkennen.Weiterlesen »

Sündenböcke und Prävention

Dienstag Abend, als ich nach der Arbeit das Auto startete, lief mein Nachrichtensender info-Radio. Ich hatte den Anfang verpasst und hörte: „Die Ministerpräsidentin fährt nach Haltern am See, um den Schülern ihr Beileid auszusprechen.“

Mein erster Gedanke? Amoklauf an der Schule!

Es dauerte noch einige Minuten bis ich erkannte, dass ein Flugzeug mit 16 Schülern abgestürzt war. Die restlichen 130 Opfer wurden in dieser Reportage nur am Rand erwähnt. Die Trauer der Angehörigen, der Mitschüler und Nachbarn und die Anteilnahme der Regierenden waren hier das Thema.

Es war eine sehr kurze Fahrt zum Treffen mit Blogger Volker T, der auch von dem Absturz gehört (update 4.4.15: und mittlerweile verbloggt) hatte. Wir beide nehmen seit Jahren die Statistiken zu Gewaltkriminalität, Waffenmissbrauch und Waffenbesitz auseinander. Eventuell ist es dem jahrelangen Umgang mit Toten „auf dem Papier“ und der Vielzahl der Fälle geschuldet, dass wir sehr rational – andere sagen herzlos – mit Unglücken, auch mit Terroranschlägen, umgehen. Wir kannten beide die Statistik, dass die Autofahrt zum Flughafen mehrfach gefährlicher ist als der Flug selber. Doch wussten wir beide, dass Massenopfer mehr zählen als die vielen täglichen Toten.

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Divide et impera!

Da schaffen wir es endlich mit der Protestaktion gegen den ZDF Film „Jäger in der Falle“ eine Allianz von Jägern, Bauern, Anglern & Co. hinzubekommen und und in NRW gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Forum Natur zu vernetzen, da lanciert die ZEIT eine Kampagne gegen die Bauern und Tierärzte in Bezug auf Massentierhaltung.

Die Kampagne startet zeitgleich mit den Forderungen der Grünen zur „Agrarwende“ (Kampf gegen Massentierhaltung, Agrarlobby und genverseuchtem Tierfutter) und Textpassagen daraus werden aktuell auch von Jägern geteilt, um die Jagd positiv zu besetzen und die Massentierhaltung zu kritisieren.

Das Bauern-Bashing der Medien und NGOs ist jedoch ebenso ideologisch und manipulativ, wie das Bashing gegen Jäger und Sportschützen. Natürlich gibt es – wie in jeder Gesellschaftsgruppe – schwarze Schafe. Natürlich müssen Missstände angeprangert werden und Lösungsmöglichkeiten gesucht werden.

Aber: wir benötigen Tierhaltung, da nur 1/3 der landwirtschaftlichen Flächen weltweit für den Anbau von Lebensmitteln geeignet sind. Der Rest ist Weideland. Zudem benötigen sogar Biohöfe Tiere für ihren natürlichen Dünger. Auch wenn es für Jäger und Flexitarier sinnvoll ist, kein Fleisch aus Massentierhaltung zu konsumieren, reichen diese Bestände nicht aus, um die Weltbevölkerung damit zu ernähren.

Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!

Das ist nicht nur der Wahlspruch der Jäger aus NRW, sondern sollte für alle Leute vom Land gelten. Lasst es nicht zu, dass die Grünen mit  „Divide et impera“ (Teile und herrsche) die Landnutzer entzweien, um uns einen nach dem anderen zu entmachten.

Macht euch schlau, lest euch in das Thema ein und glaubt nicht den Medien und NGOs wie BUND & Co. Die sind in Punkto Landwirtschaft und Tierhaltung ähnlich faktenresistent wie in Bezug auf Jagd und Sportschießen. Ich habe etwas hierzu auf dieser Seite für euch zusammengestellt.

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EU Überwachung: Rückverfolgung als Segen für die IT-Branche

Die erfolgreichsten Lobbyisten in Brüssel sind die Soft- und Hardwarehersteller!

Sie haben es geschafft, dass EU Politiker sich immer stärker dafür einsetzen, effektive Prozesse durch neue zu ersetzen, die eine permanente Rückverfolgbarkeit der Produkte garantieren soll. Die Tabakindustrie war eine der ersten, dann folgte das Nationale Waffenregister, demnächst die Explosivstoffe und danach sind die Arzneimittel im Visier.

Allen gemein ist das schöne Ziel, Missbrauch zu bekämpfen. Kontrolliert werden jedoch nur die Dinge, die innerhalb der EU hergestellt oder legal eingeführt werden – mit hohen Kosten für die Hersteller und Händler, die das letztendlich auf die Verbraucher abwälzen.

Alles, was über die Außengrenzen eingeschmuggelt wird, ist nicht registriert und bleibt auch illegal. Die Organisierte Kriminalität lacht sich ins Fäustchen, dass wir legalen Hersteller, Händler und Käufer immer mehr Kontrollen bezahlen müssen und sie fast ungehindert ihre Waren mit immer höherem Profit umschlagen können.

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Es ist ein Zeichen des Misstrauens, wenn….

Es ist ein Zeichen des Misstrauens, wenn der Staat davon ausgeht, dass ein mitgeführtes Messer, Baseballschläger, Teleskopschlagstock o.ä. zum Angriff und nicht zur Verteidigung geführt wird.
Es ist ein Zeichen des Misstrauens, wenn der Staat davon ausgeht, dass ein registrierter Waffenbesitzer seine transportierten Waffen als Bedrohung einsetzen könnte und deshalb die 3-Sekunden-Regel eingeführt hat.
Es ist ein Zeichen des Misstrauens, wenn der Staat davon ausgeht, er könne seine Bürger bei unangemeldeten Hauskontrollen „in flagranti“ ertappen.

Und es gibt KEINE Beweise, dass dieses Misstrauen berechtigt ist.

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Viele Waffen = wenig Verbrechen?

Gun Ownership - Homicides
Gun Ownership (legal and illegal guns) by Small Arms Survey, Yearbook 2007
Homicides by the U.N. office on Drugs and Crime (circa 2007)

Die ZEIT hat sich die Mühe gemacht, die registrierte Waffenbesitzdichte Deutschlands bildlich darzustellen und die Todesfälle mit registrierten Schusswaffen kenntlich zu machen.

Autor WOLF WIEDMANN-SCHMIDT: Bedenklich stimmt, dass es in Regionen, in denen es viele registrierte Waffen gibt, auch gehäuft zu Todesfällen durch diese zu kommen scheint. Dies wird auch durch eine gerade erschienene internationale Vergleichsstudie gestützt: mehr Waffen, mehr Tote.

Ich weiss ja nicht, welche „Kapazitäten“ der Autor interviewt hat. Mir liegt keine einzige Studie vor, die diese These stützt. Auch kann ich diese Relation nicht an seiner selbst erstellten Karte erkennen und auch nicht im weltweiten Vergleich zwischen Gun Ownership (Waffenbesitzdichte) und Homicides (Mordraten) – siehe Bild.

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