Opferschutz

gewalttaten-messer-waffeHätte man mich 2008 nach Selbstverteidigung mit Schusswaffen gefragt, hätte ich dem Fragesteller einen Vogel gezeigt und gesagt, Waffen gehören nur in die Hände von Staatsdienern, Sportschützen, Jägern und Sammlern. Damals wusste ich absolut nichts von der Historie des internationalen Waffenrechts und auch nichts von den Fakten der Kriminologen.

Nachdem ich das Buch Point Blank von Prof. Dr. Gary Kleck gelesen hatte, dass 1993 als eines der besten Bücher über Kriminologie prämiert wurde, haben sich meine Ansichten ziemlich geändert. Kleck ist einer von 14 Wissenschaftlern, die von Obama 10 Mio. USD erhielten, um Schusswaffenmissbrauch zu studieren.

Er schreibt von sich, dass er in den 70er Jahren die Anti-Gun-These vertrat, d.h. je weniger Waffen, desto weniger Verbrechen. Damals gab es überhaupt kein Forschungsmaterial und jeder war frei, zu glauben, was er wollte. Das war auch mein Status 2008. In den 80er Jahren wurde er skeptisch, da die Forschungen die Anti-Gun-These nicht zweifelsfrei bekräftigen konnten. So dachte ich 2010. Und in den 90er Jahren kam er zu der Ansicht, dass der freie Zugang zu Waffen keinen positiven Einfluss auf die Gewaltverbrechensrate in den USA hat.

Fazit von Prof. Gary Kleck:

Wenn Aggressoren Waffen haben, werden sie

  • ihre Opfer weniger wahrscheinlich körperlich angreifen
  • weniger wahrscheinlich ihre Opfer durch einen Angriff verletzen
  • aber mit größerer Wahrscheinlichkeit ihre Opfer eher töten als zu verletzen

Wenn die Opfer Waffen haben, ist es weniger wahrscheinlich

  • dass die Aggressoren sie angreifen oder verletzen oder töten
  • dass sie ihr Eigentum bei einem Raub verlieren

Gewalttäter wollen Waffen besitzen.
Aber legale Waffenbesitzer wollen keine Gewalt.

Auch der ehemalige Waffenkontrollbefürworter und Kriminologen Prof. David Mustard hatte 1995 Schusswaffen leidenschaftlich abgelehnt, weil er sein Wissen nur aus den Medien hatte. Da niemand über Vorteile schrieb, könne es auch keine Vorteile geben. Sechs Jahre Forschung später kam er zu dem Schluss, dass Waffentrage-Lizenzen, die nur Leute bekommen, die keine Vorstrafen haben oder unter keiner signifikanten psychischen Erkrankungen leiden, Gewaltverbrechen reduzieren und keine Auswirkungen auf Unfalltote haben.

Dem schließe ich mich an. Der Gesetzgeber sollte alle Anstrengungen unternehmen, um Gewalttäter zu entwaffnen und zu therapieren statt den Waffenbesitz von gesetzestreuen Bürgern (inkl. potentieller Opfer) einzuschränken.

Europa ist nicht Amerika, sagen viele. Stimmt, hier passiert weniger, aber auch hier gibt es Gewalt. In der EU-Opferbefragung gaben fast 50% der Befragten an, schon mal Opfer eines Verbrechens gewesen zu sein und 10% waren Opfer von Gewalt.

Im Jahr 2012 wurde in Deutschland 2500 Mal versucht, einem Menschen das Leben zu nehmen.

Das sind fast 7 Mord/Totschlag-Versuche pro Tag.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigte für 2012 fast 600 vollendete Mord/Totschläge.

  • in 45% der Fälle war das Opfer eine Frau, d.h 5 Frauen werden pro Woche getötet
  • in 64% war der Täter ein Verwandter, in 14% ein Bekannter
  • in 80% war der Tatort zu Hause und nicht auf der Straße
  • über 60% der Mörder und Totschläger waren der Polizei bekannt

In diesem Land dürfen polizeibekannte Täter keine Schusswaffen haben, aber das kümmert die nicht. Die sind entweder körperlich stärker oder benutzen Messer oder besorgen sich illegal eine Waffe.

Der deutsche Kriminologe Oberwittler hatte vor kurzem 105 Ehrenmorde in 10 Jahren untersucht. Bei 34 Opfern hatten sich die Täter kurzfristig eine Schusswaffe besorgt. Ein Schusswaffe wurde meist eingesetzt, wenn das künftige Opfer ein Mann war (Chancenausgleich?), wogegen die meisten weiblichen Opfer mit Messern getötet wurden (körperliche Überlegenheit?)

Kurzfristig kann man sich nur eine illegale Schusswaffe besorgen!

Um legal an eine Waffe zu kommen, benötigt man neben dem Nachweis der Gesetzestreue mehr als ein Jahr mit Training und eine Sachkundeprüfung inkl. Notwehrrecht.

5 Frauen werden jede Woche in Deutschland getötet und sie haben kaum eine Möglichkeit, sich zu wehren. Viele davon sind Missbrauchsopfer, manche fliehen ins Frauenhaus, viele gehen zur Polizei und erstatten Anzeige. Aber mehr als ein Näherungsverbot macht die Polizei auch nicht. Es gibt Frauen, die ihren zukünftigen Mörder mehrfach bei der Polizei anzeigten. Einige überlegen, eine neue Identität anzunehmen inkl. Gesichtschirugie, um ihr Leben zu retten.

Von den fünf weiblichen Mordopfern pro Woche, kommen nur wenige in die Zeitung:

Da wartete der Ex an der Bushaltestelle vor dem Frauenhaus und schlitzte seiner Ex im Beisein der Kinder die Kehle auf.

Oder er drang gewalttätig in die (ehemalig gemeinsame) Wohnung ein und tötet nicht nur seine Ex, sondern auch deren anwesende Schwester.

In Berlin hatte ein Täter seine Frau vor den Augen der sechs Kinder geköpft und dann den Kopf auf dem Balkon der Nachbarschaft präsentiert.

Oder noch grausamer: in Griechenland hat ein Mann vor den Augen der Kinder seiner Frau mit einer Kettensäge Arme und Beine abgetrennt.

Bei fast allen weiblichen Mordopfern leiden zudem noch die Kinder.

Die Kinder verlieren beide Elternteile, einen durch Tod, den anderen durch das Gefängnis. Zudem waren sie oft jahrelang Zeuge der Missbräuche. In England, wo pro Woche zwei Frauen getötet werden, geht man von 750.000 traumatisierten Kindern aus. Aus diesen entwickeln sich zum Teil die nächsten Gewalttäter, da sie ihre kindlichen Erfahrungen als Erwachsene unbewusst kopieren.

Während Frauen in über 60% der Fälle von ihrem Partner getötet werden, werden nur 4% der Männer von ihrer Partnerin getötet. Meist geschieht das nicht im Affekt, sondern geplant (mit Gift oder wenn das Opfer schläft). Dann wird den Täterinnen Heimtücke unterstellt und sie werden des Mordes angeklagt. Ein Mann, der seine Frau nach jahrelangem Missbrauch „aus Affekt“ totprügelt, kommt mit Totschlag davon.

Fast 90% der Mörder sind männlich, über 60% sind polizeibekannt. Und auch bei Raub, Vergewaltigung Raubüberfall in Wohnungen überwiegen polizeibekannte Menschen. 2012 gab es fast 25.000 Raubüberfälle, davon über 2000 in Wohnungen, während sich dort die Bewohner aufhielten. 85% der gefassten Täter sind polizeibekannt. Und diese Täter werden immer dreister und schlagen und foltern ihre Opfer.

Schusswaffen in den richtigen Händen können Leben retten, da oftmals der Täter von seinem mörderischen Plan Abstand nimmt, wenn das Opfer bewaffnet ist und sein eigenes Leben in Gefahr sieht.

  • In den USA sind mittlerweile 40% der Waffenbesitzer weiblich.
  • Der häufigste Grund für den Waffenkauf bei Frauen ist Selbstschutz.
  • Die Morde mit Schusswaffen sind von 11.000 auf 8.800 innerhalb von fünf Jahren zurückgegangen
  • Die Mordrate ist seit 1990 um 43% gesunken.
  • In der Schweiz, wo der Waffenbesitz zum Selbstschutz möglich ist, liegen die Mordraten unter denen von Deutschland.
  • Gesetzestreue Bürger überlegen es sich mehr als dreimal, ob sie diese Waffe in einer Notwehrsituation wirklich abfeuern. Laut einer Schweizer Studie passierte dies in 20 Jahren nur sieben Mal.
  • Kriminelle überlegen es sich ebenfalls, ob sie bewaffnete Häuser überfallen.

Update 19. Mai 2014:

Die Polizei, unser Freund und Helfer, wurde so stark ausgedünnt, dass – zumindest in Niedersachen – im Schnitt 11% der Notrufe ins Leere laufen.

Update April 2015:

Bei 50% aller Gewaltdelikte mit Schusswaffen, werden diese nur zum Drohen eingesetzt. 80% der mit Schusswaffen abgegebenen Schüsse gingen lt. einer US-amerikanischen Studie am Opfer vorbei.

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Weiterlesen: https://katjatriebel.com/waffenverbote/

Update Dezember 2016:

BKA veröffentlicht Zahlen zur Partnerschaftsgewalt:

Meist sind es Frauen (82%), die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Fast die Hälfte von ihnen lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter in einem Haushalt (49%).

Im Jahr 2015 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 127.457 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, davon knapp 82% Frauen.

Das sind über 104.000 Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen waren. Gemessen an der Gesamtzahl weiblicher Opfer in den Bereichen Mord und Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking ist das ein Anteil von 36%.

In 2015 wurden in Deutschland Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt

  • von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung: über 65.800,
  • von Bedrohung: über 16.200,
  • von gefährlicher Körperverletzung: über 11.400,
  • von Stalking: über 7.900,
  • von Mord und Totschlag: 331.

Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu fast 100% weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 90%. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind es 80%.

Bei deliktsspezifischer Betrachtung ist festzustellen, dass der größte Anteil der Opfer partnerschaftlicher Gewalt, gemessen an der Opfergesamtzahl in den einzelnen Straftatenbereichen, im Jahr 2015 sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern auf Nachstellung (Stalking) entfiel (Anteil bei den weiblichen Opfern 46,7%, bei den männlichen 20,9%), gefolgt von Mord und Totschlag (Anteil bei den weiblichen Opfern 43,7%, bei den männlichen 5,1%) sowie vorsätzlicher einfacher Körperverletzung (Anteil bei den weiblichen Opfern 39,4%, bei den männlichen 6,4%).

Mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016 wird betroffenen Frauen seit 2013 eine bundesweite 24 Stunden-Beratung angeboten, die kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen ermöglicht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.hilfetelefon.de/

Im Bericht selber wird auch gezeigt, dass der Anteil an Mord/Totschlag bei Ausländern höher ist als ihr Anteil an der Bevölkerung: ca. 25% der Gewalttaten in Partnerschaften werden durch Nichtdeutsche begangen. Der Anteil der Nichtdeutschen an der Bevölkerung liegt bei ca. 10% (der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 21%)

Im Jahr 2015 wurden in den Kategorien Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking insgesamt 108.084 Tatverdächtige von vollendeten und versuchten Delikten der Partnerschaftsgewalt erfasst, davon 86.892 (80,4%) männliche und 21.192 (19,6%) weibliche Personen.

Der prozentuale Anteil männlicher Tatverdächtiger war bei den Ehepartnern (30.205 Personen; 81,7%) und in der Kategorie ehemalige Partnerschaften (33.511 Personen; 81,3%) am höchsten.

Kontaktverbote helfen nicht

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 5.088 Tatverdächtige von Straftaten nach § 4 Gewaltschutzgesetz registriert (Kontakt-, Näherungs- und Belästigungs-verbote). Insgesamt waren 4.500 (88,4%) der Tatverdächtigen bereits zuvor in Erscheinung getreten (nicht mit „vorbestraft“ gleichzusetzen und setzt nicht die frühere Begehung gleichartiger Straftaten voraus). Schusswaffen wurden von 16 (0,3%) der insgesamt 5.088 registrierten Tatverdächtigen von Straftaten nach § 4 Gewaltschutzgesetz mitgeführt. (Anm.: illegale Schusswaffen, da diese Menschen keine legalen besitzen dürfen). Bei den im Jahr 2015 insgesamt erfassten 5.088 Tatverdächtigen von Straftaten gemäß § 4 Gewaltschutzgesetz handelte es sich um 3.524 (69,3%) deutsche und 1.564 (30,7%) nichtdeutsche Staatsangehörige.

Die Anzahl weiblicher Opfer von Partnerschaftsgewalt hat innerhalb von drei Jahren um 3,5% zugenommen (2012: 100.787 Personen; 2013: 100.766 Personen; 2014: 103.928 Personen; 2015: 104.290 Personen).

PKS 2015 : Erstmals mehr weibliche Todesopfer

Woher die Zahl 331 aus obigem Partnerschaftsgewaltbericht kommt? Ich weiß es nicht! Eventuell sind darin auch die nicht vollendeten Versuche (481) erfasst.

Lt. PKS gab es 300 vollendete Mord/Totschläge mit weiblichen Opfern.
67,3% (200) durch Ehe/Partner/Familie.

Lt. PKS gab es 289 vollendete Mord/Totschläge mit männlichen Opfern.
25,6% (74) durch Ehe/Partner/Familie.

Lt. PKS waren 63% der Tatverdächtigen der Polizei schon bekannt durch gleiche oder andere Straftaten.

Download PKS 2015 Jahrbuch: Link (6 MB)

Der eigentliche Aufschrei müsste der Anstieg der weiblichen Opfer sein. Im Jahr 2012 waren 45% der toten Opfer weiblich, 2015 waren es 50,9%.

Ich glaube 2015 war das erste Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik, in dem MEHR FRAUEN als Männer getötet wurden! 

Ich habe die PKS seit 1991 auf dem PC und kann mich an kein Jahr erinnern, wo das der Fall war. Aber in der PKS 2015 wird dieser Umstand nicht einmal erwähnt.

39 Gedanken zu “Opferschutz

  1. Alle Achtung super geschrieben.
    Es wird mit Sicherheit heute im ZDF eine harte Diskussion über das für und wider über den legalen Waffenbesitz und das Thema Notwehr, mit Schusswaffen geben. Die Fakten für den Legalen Waffenbesitz ,sprechen da sehr überzeugend. Auch wenn es sich die Antis gerne anders wünschen und versuchen die Tatsachen zu verdrehen. In einem freien Land, wie Deutschland , mit einer liberalen Regierung sollte es kein Thema , sondern Normalität sein, unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern, wenn sie es wünschen und die nötige Sachkunde und persönliche Reife glaubhaft machen, sowie einen sicheren Ort für das verwahren der Waffe und Munition, der Erwerb und Besitz ohne bürokratische Hürden für Sport und Selbstverteidigung gegeben sein.
    Ich bin davon überzeugt, dass sich Katja Triebel hier als sehr kompetente Ansprechpartnerin, heute Abend im ZDF darstellen wird .Auch ist zu hoffen, dass diese Diskussion sachlich und vor allem auch emotionsfrei geführt werden kann.

  2. Gut geschlagen im ZDF! Mir hat noch gefehlt das man den Begriff des Führens einer Waffe beleuchtet. Kein Jäger oder Sportschütze darf seine .357 Magnum einfach grundlos und überall spazieren tragen. Darüber hinaus das Thema des Eigentumsrechts.

    Lanz kann und will nicht zu hören… aber das kennen wir ja.

    • Das gesamte Thema Opferschutz fiel der Schere zum Opfer, obwohl ich ca. 1/10 des obigen Themas benannt hatte. Partnermord vs. Selbstschutz – das war mein Thema und da waren Moderation,Gäste plus Publikum gegen mich.

  3. Das Kernproblem, das ich sehe, ist, dass in D der Grundsatz, dass das Recht dem Unrecht nicht weichen muss, umgekehrt wird. Damit werden die deutschen Staatsbürger zu mehr oder weniger willfährigen Opfern gemacht, wobei der Staat sich seiner im Grundgesetz verankerten Pflichten entzieht. Und die im wesentlichen gleichgeschalteten Medien (so was gab´s schon mal vor etlichen Jahren) leisten dabei Schützenhilfe ohne zu Ende zu denken, welche Folgen das hat bzw. haben kann.

    • Die publikumsreaktionen bestätigen Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab !..und nicht nur Deutschland.

  4. Da war ja mit zu rechnen, dass Frau Triebel dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen wird. Hat sich aber wacker geschlagen, Respekt. Die Witzfigur der Nation Lanz hat Konkurrenz bekommen: Lenßen. Die beiden können Wetten das prima als Pat und Patterchen moderieren.
    Aber ehrlich, welche Qualität können Aussagen eines gescheiterten Anwalt haben der sich für einen Privatsender zum Affen macht.? Und die gute Frau Schneider versucht sich auch seit Jahren wichtig zu machen. Es gab mal einen kleinen Bericht vor Jahren, wo eine Mitschülerin unterstellte das Frau Schneider zum Zeitpunkt des Amoklauf’s gar nicht anwesend war… ich denke auch das die sich nur wichtig machen will.. aber egal.
    Frau Triebel hat sich recht gut behauptet. Ich hätte es nur schlechter machen können.
    Die Frage die sich mir stellt: Was können wir alle beitragen, dass diese ewige Hexenjagd gegen Waffenbesitzer aufhört?

    in diesem Sinne

    Rüdiger
    EURO-BULLETS

  5. Von einer Diskussionsrunde konnte hier keine Rede sein. Die Inkompetenz des „Rechtsanwalts“ Lenzens ist uns ja genauso bewusst wie die eigentlichen Interessen des Aktionsbündnisses Winnenden.
    Das Problem ist das Dinge in den Raum gestellt wurden die nicht von ihnen kommentiert und korrigiert wurden. Dazu zähle ich z.b. Die Lagerung von Waffen im Schützenverein, die Differenzierung von Besitz und führen, … Warum haben sie da geschwiegen? Warum haben sie keinen Kampfgeist gezeigt?
    Wir Legalwaffenbesitzer dürfen uns nicht verkriechen! Wir sind rechtschaffene Bürger und keine Kriminelle oder Psychopaten! Statt der schlechten Musik wäre ein Einspieler über die Realität in Schützenvereinen angebrachter. (Warum diese miss Plektron eingeladen war erschließt sich mir nicht)

    From my cold dead hands!

    • Bei Lanz gibt es i.d.R. keinen Themensendungen, sondern die Gäste werden nach und nach interviewt. Da wird i.d.R. kein Spielball hin- und hergeworfen. Und normalerweise werden auch nicht drei Leute zu einem Thema eingeladen, sondern immer nur einer. Mein Kampfgeist zeigte sich in meiner Befragung und wurde rausgeschnitten. Die Ausstrahlung ist NICHT 1:1, sondern verkürzt.

  6. Dieser Post hat hier auf Facebook extrem viele „likes“ und „shares“ gebracht:

    Das meine ich mit Opferschutz!
    Ein verlassener Ehemann konfrontiert seine Ex-Frau, die mit zwei Freunden ins Kino will, auf der Straße und zieht seine Waffe.

    Die beiden Freunde, die als gesetzestreue Bürger Lizenzen zum verdeckten Tragen von Schusswaffen haben, ziehen ebenfalls ihre Waffen.

    Ein Freund wird vom Ex-Mann angeschossen, die beiden Freunde treffen den Ex-Mann tötlich.
    Was würden Lanz und Lenßen sagen? Sie würden vermuten, dass der verlassene Ex-Mann „nur seine Frau zurückhaben wollte“. Das hätte man doch vor Gericht regeln können. Doch weil die beiden Freunde Waffen hatten, ist der arme Mann jetzt tot.

    Was würde ich sagen? Auch wenn der Ex-Mann ohne die Waffen der beiden Freunde eventuell nicht geschossen hätte, liegt die Wahrscheinlichkeit bei über 90%, dass die Ex-Frau von ihm demnächst getötet wird, und über 99%, dass er sie missbraucht, schlägt und demütigt. Mir ist lieber, dieser gewalttätige Mann ist tot als dass er seine Frau mit Waffengewalt mitnimmt.

    Während diese Geschichte in den Medien landet, wird die Misshandlung und der wahrscheinliche spätere Tod der Ex-Frau niemals erwähnt werden. Vielleicht fällt er noch nicht mal auf und verschwindet in der Dunkelziffer der vielen verunfallten und verschwundenen Frauen.

    http://www.concealednation.org/2014/05/the-recent-mall-shooting-that-you-wont-hear-about/

  7. Das mit dem Schneiden von Aufnahmen kenne ich zur genüge. Als einziges Waffengeschäft in Solingen mit einem großem Bekanntheitsgrad im Bergischen Land ist der regionale Sender WDR öfter hier um über aktuelle Probleme zu sprechen. Aus gut 2 Stunden kommen ca. 5 Minuten Sendezeit.

    Im Anfang konnte es mir noch passieren auf geschickte Fangfragen reinzufallen. Inzwischen kennt man sich und läßt mich ausreden. Die Drohung nicht mehr zur Verfügung zu stehen hat da gewirkt. Den Schlußsatz des Reporters kann man nicht vermeiden. Es ist dann allerdings allen klar, dass das nur SEINE Meinung ist.

    Ich habe die Sendung gesehen. Sie haben sich gut geschlagen. Mehr war bei dieser Runde nicht machbar. Dummheit und Dreistigkeit, gepaart mit Unwissen sind schwer zu bekämpfen. Aber garantiert – die nächste Einladung folgt.

    Weiter so Frau Triebel, Sie haben der Sache einen guten Dienst erwiesen und wir Sportschützen, Jäger und Händler sind Ihnen zu Dank verpflichtet.

  8. Sehr geehrte Frau Triebel,

    sehr bedauerlich das sich der ÖR nicht in der Lage sah, die angesprochene Problematik auf sachlich, argumentativer Ebene zu behandeln. Verfolgt man nun seit Jahren eine immer wieder aufflammendes „Waffendebatte“ in deutschen Medien, so ist die unsachliche Haltung von Politik und Masse der Medienvertreter mit klarer ideologisch motivierter Zielsetzung offenkundig. Mann will langfristig den Legalwaffenbestand minimieren, wenn schon nicht ganz verbieten. Warum bleibt unerfindlich, die öff Sicherheit kanns nicht sein, die verbessert werden soll; da spricht die PKS eine eindeutige Sprache.

    Aber es seien auch ein paar kritische Anmerkungen zur Zweckmäßigkeit der SV mit Schusswaffen gestattet. Es lassen sich natürlich beliebige, und durchaus realistische Lagen bemühen, bei denen eine Schusswaffe zur Abwehr einer konkreten Gefahr für Leib und Leben zweckmäßig eingesetzt werden kann.

    Nur, wie wirksam? Die statistische Auswirkung, gerade bei Kurzwaffenmunition und einem nicht kooperativen Gegenüber, ist sehr begrenzt. Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Mehrzahl entsprechender Angriffe auf sehr geringe Distanz stattfindet und die Abwehrerfolge da garnicht so wahrscheinlich sind, wie es erstmal vermutet wird.
    Die pol. Ausbildung trägt dieser Wirkungsunsicherheit dadurch Rechnung das:“.. geschossen wird, bis sichtbar Wirkung eintritt“.

    Einzelne Schüsse, noch dazu auf Extremitäten(!), sind ein gefährliches Glücksspiel, und große Gefahr für Unbeteiligte.

    Ist der „Durchschnittszivilist“ wirklich in der Lage, und willens, blitzschnell alles einzuschätzen und dann auch mit der gebotenen Durchsetzungsfähigkeit zu handeln?
    Da gelingt ja nicht mal Berufswaffenträgern immer.

    Peter

  9. Laut Prof. Klecks Studien wird in 80% der Fälle überhaupt kein Schuss abgegeben. In weiteren 15% bleibt es bei Warnschüssen. Die meisten Angreifer denken ökonomisch und brechen den Angriff ab, wenn das Opfer nicht leicht zu überwältigen ist.

    In der Schweiz kann man sich als zuverlässiger Mensch Waffen kaufen, auch zum Zweck der Selbstverteidigung. Die Mordrate (mit allen Tatmitteln) ist halb so hoch wie die deutsche.

    In 20 Jahren wurden in der Schweiz in drei Fällen bei Notwehrsituationen ein Mensch mit einer legalen Schusswaffe getötet.

    Waffenbesitz in den Händen zuverlässiger Bürger führt nicht zu Mord- und Totschlag.

    Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland ist in Berlin auf offener Straße bedroht worden. Um sich zu verteidigen, hatte er nur die Jacke beiseite geschoben und seine Waffe gezeigt.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/angriff-auf-offener-strasse-generalsekretaer-des-zentralrats-der-juden-in-berlin-bedroht/7188194.html

    • Sehr geehrte Frau Triebel,

      Ich suche immer wieder verlässliche Quellen.
      Sie schrieben „In 20 Jahren wurden in der Schweiz in sieben Fällen bei Notwehrsituationen ein Mensch mit einer legalen Schusswaffe getötet.“.

      Wie haben in der Schweiz zwar ein liberaleres Waffenrecht als es in Deutschland existiert – jedoch dieselben Probleme. Viele Politiker und Medien sind der Meinung dass viele legale Waffen auch viel Missbrauch bedeutet. Seit Schengen (2008) sind unsere Rechte auch sehr beschnitten – ein „normaler“ Bürger erhält keine Berechtigung eine Waffe auf sich zu tragen. Auch Transporte (ungeladen, keine Munition in Magazinen) sind wesentlich eingeschränkt. Zwar haben viele Schweizer Haushalte Waffen (ich selber schätze ca. 1/5 der Haushalte hat eine Waffe und Munition), jedoch sehr wenige führen eine mit sich…

      Item – mich interessiert die Quelle Ihrer Aussage. Zwar findet man einiges an offiziellen Statistiken, jedoch fand ich keine über „Notwehrsituationen“.

      Besten Dank
      Jens

      • Ich habe die Quelle tatsächlich wiedergefunden:

        In 23 von 1.276 Fällen mit bekannten Tatmotiven hat sich der Täter auf Notwehr oder Notstand (3 Fälle) berufen, was somit 1.6 % der vollendeten
        Tötungen entspricht. In 15 dieser Fälle wurde das Opfer erschossen und in 8 Fällen erstochen. Bei den 15 Fällen von angeblich gerechtfertigtem Schusswaffengebrauch handelte es sich in 9 Fällen um Polizeibeamte. Von den 6 Privatpersonen, die sich auf Notwehr beriefen, besaßen 3 die Tatwaffe legal – dies waren in den über zwanzig Jahren, auf die sich unsere Datenbank erstreckt, somit die einzigen, in denen ein privater Waffenbesitzer mit einer legalen Waffe in Notwehr getötet hatte. Die Seltenheit des legitimen Waffengebrauchs durch Privatpersonen wird auch durch die Opferbefragungen unterstützt, in denen Waffenbesitzer nach erlebten Notwehr-Situationen befragt wurden. Auch diesen Daten zufolge haben jeweils nur ein bis zwei Prozent der Waffenbesitzer von solchen Situationen (während ihres ganzen Lebens) berichtet, wobei es in der Regel wohl bei einer defensiven Drohung geblieben sein dürfte (Killias & Markwalder 2012). Dies hängt offensichtlich damit zusammen, dass in der Schweiz und generell in Europa Einbrecher sich vor der Tat zu vergewissern pflegen, dass die Bewohner außer Hause sind und in aller Regel unbewaffnet in fremde Wohnungen eindringen.

        Seite 147 in diesem Link: Grundlagenfragen und aktuelle Probleme der Kriminalität und ihrer Kontrolle

        Diese Aussage ist umso erstaunlicher, da der Autor Killias mir in anderen Studien als Verfechter für mehr Waffenkontrolle rüberkam. Vielleicht hat er im Laufe seiner Studien wie Kleck und Mustard bemerkt, dass Waffenkontrolle kaum Einfluss auf Gewalttaten hat.

  10. Sehr geehrte Frau Triebel,

    vielen Dank für die Antwort; mit einer statistischen Qualität kann ich durchaus leben.
    Es war mir lediglich daran gelegen die mit einem tatsächlichen SWG verbundenen Schwierigkeiten zu beleuchten.
    Die tatsächliche Wirkung der Kurzwaffe bei Treffern wird ja allgemein erheblich überschätzt.

    Grundsätzlich spricht auch für mich nichts gegen eine solche Führerlaubnis, solange der Träger geistig und körperlich dazu in der Lage ist.

    Peter

    • Ich gebe Ihnen hier Recht. Der bloße Besitz ist ohne Einweisung, u.a. auch im Notwehrrecht sowie der Aufklärung von Deeskalationsmöglichkeiten, kein Garant für Schutz.

      In der Regel sind Szenarien am hilfreichsten, die ermöglichen, dem Gewaltbereich des Angreifers zu entkommen.

      D.h. Rückzug auf eine sichere Distanz bzw. hinter einen räumlichen Schutz (Pfeiler, Wand etc.) zzgl. Warnung rufen, dass man bewaffnet sei und bereits die Polizei angerufen habe, ist oftmals die beste Lösung.

      Der Besitz sollte nicht dazu „verführen“, selbst einen Gewalttäter dingfest zu machen, sondern lediglich das eigene (oder fremde) Leben schützen.

  11. Sehr geehrte Frau Triebel,

    dazu, der Führerlaubnis, möchte ich noch eine Anregung in ausbildungstechnischer Sicht geben. Denn aus gefestigtem eigenen Wissen/Erfahrung handelt es sich zweckmäßiger.
    Ich habe persönlich gute Erfahrungen mit Demonstrationslehrgängen für Richter und Staatsanwälten gemacht, bei denen es um USBV und die Gefährlichekeit von Selbstlaboraten ging.
    Die Einschätzung hat sich vom zuvor vorhandenen „Buchwissen“ sehr in eine andere Richtung geändert, und vieles was zuvor als „Feuerwerk“ abgetan wurde erfährt nun eine andere Würdigung.

    Daher der Vorschlag im Rahmen einer Führerlaubnis eine Vorführung in der Pathologie zu den tatsächlichen Auswirkungen entsprechender Trefferlagen, in Verbindung mit Kenntnisse über die Durchschlagleistung bzw. die Geschossfangeigenschaften üblicher Bausubstanz. Nicht um eine Erlaubnis unmäßig zu verteuern, sondern um Interessierten sinnvolle Grundlagen auf den Weg zu geben.

    Peter

  12. Hallo zusammen,

    dieser Blog endet wie immer (das meine ich nicht negativ) ob das Waffengesetz für „ordentliche gesetzestreue unbescholtene“ Bürger gelockert werden kann.
    In diesem Fall für und wieder „Waffenschein“…. und Auftritt Lanz. (Der Spinner)
    Finden wir uns damit ab…. der/unser Staat mißtraut/mißbilligt uns und es wird sich nicht ändern.
    Durch die EU wird es auch nicht besser werden, eher noch schlechter.
    Wir werden keine Waffenscheine bekommen, wir werden auch nicht mehr als 2 Kurzwaffen bekommen und wir werden auch nicht mehr als 3 Halbautomaten bekommen.
    Und die Jäger sind als nächstes dran…. für den der es noch nicht gemerkt hat.
    Wir können eigentlich froh sein wenn wir das halten können was wir haben.

    Korregiert mich wenn ich etwas an unser „Heilig Vaterland“ und unseren wild argumetierenden Volksvertreter nicht verstanden haben!?
    Welche Erwartung haben wir eigentlich an einen Staat der 6mm Erbsenpistolen zu Waffen macht und verbietet?

    Ach ja, das „Freie“ Waffengesetz in der Schweiz ist auch dort vielen Eidgenossen ein riesiger Dorn im Po. Und diese Eidgenossen heißen genau wie hier: Politiker

    In diesem Sinne

    EURO-BULLETS

    • Nach meiner Erfahrung ist die treibende Kraft bei Entwaffnungsbestrebungen immer nur die Politik, parteiübergreifend. Die „Presse“ nicht zu vergessen.
      Das selbst eine „Totalentwaffnung“ diese Entscheidungsträger nicht schützt, ja schützen kann, wird verdrängt.

      Das hat aber auch damit zu tun, das diese Kreise völlig abgetrennt von der Wirklichkeit im Raumschiff Berlin oder Brüssel unterwegs sind und inhaltliche Kritik an Idenn oder Entscheidungen schon als Blasphemie betrachten.

      Peter

  13. Hallo Zusammen
    leider konnte ich mir diese Sendung nicht ansehen, kann mir aber schon denken wie es abgegangen ist da man ja andere Sendungen kennt. Ich teile Ihre Meinung auch wenn ich kein Waffenbesitzer bin obwohl man im Laufe seines Lebens ab und an den Gedanken hat es wäre besser, man hätte Eine für bestimmte Situationen. Es wird hier in Deutschland, gezielt auf die angeblichen Nachteile von Waffen hingewiesen. Vorteile schlichtweg verschwiegen. Beschäftigt man sich mit dem Thema, wird einem bewußt, dass in Deutschland fast jeder zweite Bürger eine hat, ob legal oder illegal auf alle Fälle sind es ca. 30 Millionen. Wer schon mit Waffen zu tun gehabt hat, so wie ich z.B. hat keine Angst davor, im Gegenteil, man geht vorsichtig mit ihnen um, da man weiß was sie evtl. anrichten können. Hier in Deutschland fehlt einfach die Lobby, aber in nicht allzu ferner Zukunft wird man das relativieren müssen und sich mit den Waffengesetzen auseinander setzen müssen, denn die Verbrechensrate wird steigen und ist schon immer gestiegen. Die Polizei wird vernachlässigt und der Bürger wird sich selbst schützen müssen. In diesem Sinne

    alles Gute

  14. Es gäbe hier zwei Aspekte: einmal sich davor zu schützen Opfer zu werden oder als Opfer sich vor weiteren möglichen Angriffen zu schützen. Kernpunkt aber bleibt der Schutz. Selbst die beste Verteidigung, ob nun Kampfsport oder Waffe ist ohne jegliche Wirkung wenn man nicht ständig übt. Erst das ständige Üben macht den Erfolg aus. Es gäbe dazu bislang eine Fülle an Optionen jedoch kritisiere ich das eine Vielzahl der angebotenen Optionen eher nur im Ansatz wirkliches Wissen vermittelt und man wirklich einen Nutzen davon hat.

    Kaum wer wird wirklich sind ständig mit seiner Waffe befassen und kaum wer wird wirklich die unzähligen Schwierigkeiten in Sachen Gebäudegefechtskampf proben oder üben seine Waffe in unzähligen Positionen zu bedienen.

    Ein trauriges Beispiel dazu zeigt der Anschlag von Paris. Da liegt ein verletzter Polizeibeamter auf den Boden, ist offenbar verletzt und wird ermordet.

    Ich glaube nicht das dieses Opfer je gelernt hat sich mit Verletzung in Sicherheit zu bringen bzw. wie solche Verletzungen wirken. Wohl nie hat der Beamte gelernt seine Waffe auch im liegen zu gebrauchen. Schon ewig kritisieren Polizei Gewerkschaften die schlechte Ausbildung oder zweifelhafte Ausrüstung. Die Gewerkschaften haben da Recht was nicht nur das Beispiel zu Paris zeigt.

    Ebenso haben in einem gewissen Sinne die Kritiker von Waffen Recht. Wer eine Waffe bedient sollte sich wahrlich mit seiner Waffe bestens auskennen und sie salopp in allen Lebenslagen optimal bedienen können … aber wer kann das schon ? Weniger ist es diese Frage aber mehr des „wahren“ Interesse. Ich lebe salopp von Kindesbeinen an mit Waffen und lebe mit erheblichen Gefahren die mich trafen bzw. treffen können. Daher ist es eine Selbstverständlichkeit das ich meine Waffe salopp in und auswendig kenne und in den fast unmöglichsten Lagen bedienen kann. SO kann sich ein mögliches Opfer sicher optimal schützen.

    Gefährlich für das Opfer wird es sicherlich wenn man selbst legal eine Waffe führt aber „nur“ die Sachkunde usw. gem. Gesetz erfüllte. Es genügt auch nicht Sportschütze zu sein denn der Einsatz von Waffen in einer salopp Gefechtssituation hat nichts mehr mit Sport zu tun. Der Angriff zu Paris zeigt es mehr als deutlich.

    Wir können und sollen das Recht auf Waffe haben und wir können uns damit gegen Angriffe schützen. Wir sollten es aber als eine Selbstverständlichkeit betrachten unsere Waffe optimal zu bedienen, es sollte ein Teil unseres Lebens werden dem wir eine gewisse Aufmerksamkeit und Beachtung schenken. Die Waffe wird sehr salopp ein Teil deines Lebens. So kann das klappen, das Recht auf Waffe zu haben, diese Waffe zu führen und im Notfall einsetzen zu dürfen.

    • Da stimme ich voll umfänglich zu. Es muss auch nicht immer eine Schusswaffe sein. Es gibt im Web dieses wunderbares Video eines Sicherheitstrainers, der Schülern der Oberstufe zeigt, wie sie im Falle eines Amoklaufes sich schützen (wehren) können. Dazu braucht es Mut.

      Wer kämpft kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer sich wehrt, kann verletzt oder getötet werden; wer sich nicht wehrt, wird höchstwahrscheinlich verletzt oder getötet.

      Es braucht auch Mut und Selbstvertrauen, wenn man als Frau angemacht/bedroht wird. Ich selber bin noch nie in eine Situation gekommen, wo ich mich hätte wehren müssen. Doch war ich schon in einigen Situation, die hätten eskalieren können. Jedesmal war ich gedanklich vorbereitet auf die Eskalation, hatte im Vorfeld schon alle möglichen Lösungen im Kopf durchgespielt, auch Alternativen. Es ist unglaublich, wie schnell man denken kann, wenn man Angst hat. Und es hilft ungemein, wenn man die Szenarien ohne echte Bedrohung schon geübt hat. Zum Glück hat sich diese Gedankenübung in meiner Körperhaltung scheinbar so stark bemerkbar gemacht, dass alle Gefährder sich zurückgezogen hatten.

      Wenn ich jedoch irgendwann einmal gestalkt oder bedroht werde, dann hätte ich gerne ein Notwehrtraining und eine Waffe im Holster. Nur billigt mein Staat dieses Individualrecht auf Selbstschutz kaum einem Menschen zu.

      • … ich bewundere den Gutglaube der Menschen wenn es in Sachen Amoklauf um Abwehr geht. Ebenso finden wir eine Fülle aktueller Angebote die Kinder vor sex. Übergriffe schützen wollen. Auf der anderen Seite erleben wir Tag ein Tag aus wie unwirksam viele dieser Angebote sind.

        Sicherlich mögen viele dieser Angebote eine gut gemeinte Grundlage haben jedoch steckt das alles salopp noch in den Kinderschuhen.

        Ein Beispiel wäre der Amok Lauf zu Winnende. Es gibt dazu auch ein Video das am Ende den von einer Polizeiwaffe (Glock) getroffenen Täter zeigt der trotz des schwerwiegenden Treffers am Bein immer noch steht und dann die Waffe gegen sich selbst richtet. Das Video wird nicht gerne gesehen denn es beweist die Unterschiede bei Amok Läufe und wie „stark“ ein Wille eines „wahren“ Amok Täter sein kann. Da nutzt eine „Glock“ salopp nichts. Ein anderes Beispiel dazu war ein Amok Lauf wo ein Polizei Beamter ganze 4 Salven aus nächster Nähe benötigte (MP 5) um den Täter auszuschalten.

        Der Fall Doutroux zeigt in seinen eigenen Aussagen wie gewisse Täter vorgehen. Auch andere Aussagen „namhafter“ Täter belegen die Vorgehweise. Auf der anderen Seite zeigt sich das die bislang hochgelobten Abwehrprogramme dagegen schlicht nichts bewirken. Ändern tut man aber nichts obschon in der Welt noch eine Vielzahl wirklich gefährlicher „Sexgangster“ umher laufen.

        Fazit: eine Vielzahl der gut gemeinten Angebote sind schlicht ohne Wirkung wenn man einem „echten“ Gegner begegnet. Selbst wenn wir das Recht umsetzen das jeder eine Waffe haben darf müssen wir einsehen das wir wirklich erlernen müssen mit der Waffe bestens umgehen zu können und selbst dazu sind eher wenige wirklich bereit.

        Der aktuelle Anschlag zu Paris beweist dies in einer Phase besonders. Der angebliche Schutz war schlicht ohne sonderliche Wirkung wobei die Menschen die den Schutz boten mit ihrem leben bezahlten. Ebenso ein Video beweist das ein getroffener am Boden liegender Polizeibeamter regelrecht hingerichtet wurde. Obschon dieser tapfere Mann sicher gute Ausrüstung hatte fehlte wohl die Erfahrung wie man sich in so einer Situation verhält. ich bezweifle das je ein „üblicher“ franz. Polizeibeamter je gelernt hat im liegen verwundet eine Waffe zu bedienen. Würde man das als Ausbildungsangebot vorschlagen würde man schlicht als „verrückt“ eingestuft doch ich denke der Polizeibeamte am Boden in Paris wird diese Idee jetzt total anders sehen.

        In der Tat aber beweisen diese und andere Fälle mit einwandfreien Fakten wie sehr wir uns das Recht auf eigene Waffe erarbeiten sollten und mit diesem Recht sollten wir es als Selbstverständlichkeit sehen das wir uns auch wirklich in allen Lagen verteidigen können und wirklich den Umgang mit Extreme erlernen.

  15. In der Türkei wurde eine junge Studentin von einem Busfahrer entführt, getötet und verbrannt. Der Fall könnte das Land verändern: Nun gehen Frauen auf die Straße und widersetzen sich auch dem Imam.

    Aber letztlich war Özgecan Aslan „nur“ eine von täglich fünf Frauen, die in der Türkei umgebracht werden. Zumeist von ihren eigenen Männern oder Freunden, Verlobten, Vätern, Brüdern oder Cousins.
    Die Tendenz ist steigend, seit die Partei AKP regiert – entweder, weil die islamischen Werte, die sie propagiert, von manchen Teilen der Bevölkerung als Recht auf „Ehrenmord“ missverstanden werden oder weil mehr Morde als solche gemeldet und erkannt werden.

    http://www.welt.de/vermischtes/article137479397/Busfahrer-vergewaltigt-und-verbrennt-Studentin.html?

  16. ach je…. Religion mit zum Thema. Es ist bedauerlich wie sehr man schlicht alle Religionen vergewaltigt. Da wird im Namen G-ttes etwas ausgelegt was so nie im Sinne eines G-ttes ist. Das alles sei aber dann Religion. Der Islam ist eine wahrlich friedfertige Religion und Frauen haben in seinem Ursprung ziemlich viel zu melden. Was heute oft als Islam ausgelegt wird hat absolut nichts mit Islam zu tun und gerade Frauen werden salopp wie Dreck behandelt. Wenn sich da Frauen wehren ist das weniger gegen den Islam sondern mehr gegen Religionsverdreher.

    Auch wir in Israel kennen Verdreher die unser schönes Judentum verdrehen und Frauen bleiben da echt auf der Strecke. Aber es gibt dennoch das salopp gute wahre Judentum und wir haben in der IDF einen hohen Anteil von weiblichen Soldaten und ich will es einmal so ausdrücken, ich bin unendlich Stolz auf „meine Mädels“ die mit der Waffe in der hat für Frieden und Freiheit stehen und dennoch oft total gläubige und überzeugte Jüdinnen sind.

    *
    Opferschutz …. Frauen werden oft zu Opfern (aber auch Männer) Das Geschlecht sei aber hier doch mal egal denn in erster Linie sind wir alle Menschen. Die Frau in der Welt hat noch viel zu kämpfen um wirklich einen Gleichstand zum Mann zu bekommen und da werden (leider) noch viele Frauen zu Opfer werden. Wie gut wäre es wenn weltweit das Waffenrecht so gestaltet sei das jeder (Mann wie Frau) das Recht auf Waffe hätte. Ich glaube auch das im Kampf um Gleichberechtigung und zur Abwehr von Gefahr eine Frau mit Waffe dann etwas besser da stehen könnte.

  17. SPON: In den USA sind Hochschulen bisher meist waffenfreie Orte. Mehrere Staaten wollen ihren Studenten erlauben, mit Pistolen zur Uni zu kommen. Eine Befürworterin argumentiert: So ließen sich auch Vergewaltigungen eindämmen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/us-bundesstaaten-wollen-waffenverbot-fuer-studenten-lockern-a-1019267.html

    Der Antigunner sagt in dem SPON-Bericht, Vergewaltigungen werden instrumentalisiert.

    Was machen Small Arms Survey, UNODA und das Prep Com zum ATT?
    Überall dort werden Frauen als Opfer instrumentalisiert, um Waffen in Haushalten verbieten zu wollen.

    Hypocrits!

  18. Gehen wir zum eigentlichen Thema Opferschutz zurück dann sollte man in der Tat das Opfer nicht in männlich oder weiblich einstufen. Beim Thema Vergewaltigung denken so viele direkt an Frauen obschon auch Männer vergewaltigt werden und über diese Sache redet man kaum. Eigentlich ist es auch egal wer durch welche Straftat auch immer betroffen wird denn Fakt ist wer von einer Straftat betroffen wird kann als Opfer eingestuft sein.

    Wir sollten uns jetzt weniger an Zahlen aufhalten das wohl mehr Frauen als Männer von dieser oder jener Straftat betroffen werden. Wenn wir schon auf Zahlen schauen dann stellen wir fest das Straftaten ansteigen und das Straftaten vermindert werden wenn Opfer Waffen führen.

    Eher „lustig“ ist wenn man dann auf der Gegenseite hier Studenten das führen von Waffen erleichtern will. Haben Studenten mehr Rechte als ein Arbeiter könnte man sich auch fragen.

    An vielen Punkten ist die Sache um die Waffen in so weite Gebiete ausgetragen das heute kaum noch ein Mensch wirklich Überblick hat. Die Grundlage sollte dennoch bleiben:

    jeder hat das Recht auf eine Waffe.

    (egal ob Mann oder Frau, Student oder Arbeiterin, Opfer oder unbescholtener Bürger)

    • Da stimme ich dir zu, ABER die Antis instrumentalisieren die Frauen als Opfer und behaupten, Waffen im Haushalt würden mehr weibliche Opfer erzeugen. Von daher drehe ich den Spieß um und behaupte, weil die Frauen nicht bewaffnet sind, werden sie Opfer.

      Da dies hier mein Blog ist und ich für mich und nicht für alle Waffenbesitzer spreche, werde ich daher weiterhin das Thema „Frauen als Opfer“ verfolgen und nicht damit verwässern, dass auch Männer Opfer sind. Als Frau darf ich das 😉

      Die Studenten werden benannt, weil – auch in waffenfreundlichen Staaten – Universitäten vom Staat als waffenfreie Zonen eingerichtet wurden, während dies bei den Arbeitsplätzen in der Verantwortung des Arbeitgebers liegt.

  19. Nun ja Waffengegner werde alles (Frauen, Männer, Feldhamster usw.) als Grund für ihre Ablehnung nehmen.

    Bis heute werden in vielen Teilen der Welt Frauen in ihren Rechte und Gleichheit uvm. beschnitten. Es gibt Länder wo du als Frau weniger „Wert“ hast als Unkraut. Hört sich übel an ist aber so. Man erkennt das der Kampf um Gleichheit noch in den Kinderschuhen steckt und prüfe mal selbst seit wann die Frau in Deutschland wirklich wählen gehen durfte. Du wirst überrascht sein und in Deutschland eher so ein Staat sehen wo die IS Einzug gehalten haben könnte.

    Frauen werden gerade weil sie noch lange nicht als „gleichwertige Menschen“ behandelt werden immer mehr das Opfer sein. Es ist beispielhaft das Frauen die auf dem Weg zur Gleichheit auch intensiv um das Recht auf eigene Waffe kämpfen.

    Absurd ist es zu sagen da wo eine Frau mit Waffe ist werde man mehr Opfer erzeugen.

    Es sind Auslegungen die schlicht nur dazu dienen die einfachsten Dinge zu verkomplizieren.

    • Ich bin seit 30 Jahren Feministin und kenne mich mit dem Frauenwahlrecht ziemlich gut aus. Genau aus diesem Grund, weil ich Teile der Genderforschung als ganz erheblich und wichtig sehe, mache ich auch einen Unterschied im Geschlecht der Opfer.

      Es gibt schon einen Grund, warum 95% der Gefängnisinsassen männlich sind, 80% der Frauen zu Hause getötet werden und der Partnermord in Finnland „gendergerechter“ als in Deutschland oder der Türkei ist.

      Das sind alles Dinge, die den meisten Wissenschaftlern egal sind – mir jedoch nicht.

  20. Das Thema Opferschutz beschäftigt mich ja schon lange. Deswegen fand ich die Studie, die hier von Huffington Post und Shannon Watts mal wieder missinterpretiert wird, sehr interessant.
    http://www.huffingtonpost.com/entry/guns-domestic-violence_us_58adf010e4b01406012f4f31?ncid=engmodushpmg00000003

    Sogar in den USA, wo es viel einfacher ist, Schusswaffen zu besorgen als in Europa, ist häusliche Gewalt mit Schuswaffen selten (1,6%) und sind über 50% dieser Täter der Polizei bereits wegen Gewalttaten bekannt.

    Die Forderung der Studie, Gewalttäter zu entwaffnen, ist bereits in vielen Ländern (auch den USA) Gesetz. Nur wird das anscheinend nicht durchgesetzt. Kriminelle Gewalttäter halten sich einfach nicht an Gesetze und die Polizei macht bei denen auch keine Hausdurchsuchungen, um das Gesetz durchzusetzen.

    Von daher kann man diese Studie für die Forderung nutzen, potentiellen Opfern legalen Zugang zu Schusswaffen zu ermöglichen, damit sie sich gegen die polizeibekannten Gewalttäter behaupten können.

    Here the data of this study:

    Of the 35,413 IPV (Inter Persoanl Violence) incidents 576 were with a gun. (1,6%)
    – 309 offenders with a gun were known to police for felony and should not have legal access to guns
    – 155 times the gun was not displayed
    – 57 times the offender shot the gun (0,16%)
    – 17 times the offender hit the victim with a shot (0,05%)

    Aggressive offender behavior—pushing and shoving, grabbing, pulling hair, slapping, punching, kicking, biting, stabbing, and strangling—generally was more common when hands, fists, or feet or a nongun weapon rather than a gun was used.

    In general, violent behaviors by the offender (punching, kicking, etc.) were most common when a bodily weapon alone (hands, fists, or feet) was used, followed by when a nongun external weapon was used, and least common when a gun was used.

    The study’s conclusion: Victims of IPV against whom a gun was used were less likely to have visible injuries, were far more likely to have been threatened, and were substantially more likely to be frightened. Medicine and public health focus primarily on physical injuries (both fatal and nonfatal) to document the nature and scope of gun violence. Such a focus may need to be reconsidered if gun use in IPV is primarily a means to an end. In this situation, guns would heighten fear and compliance and likely would reduce willingness to leave or otherwise end the relationship, thus promoting chronic abuse.
    http://online.liebertpub.com/doi/10.1089/jwh.2016.5832

    Note: In Germany gun owners meanwhile store their guns at gunsmiths and friends during the time of ending the relationship. In the past to much women falsly accused their ex-partners for threating them with a gun.

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