Unnatürliche Todesursachen 1998-2013

Vor einiger Zeit habe ich zufällig die Gesundheitsstatistik des Bunds gefunden und bin dort tief in die Details der unnatürlichen Todesursachen vorgestoßen. Ich mache ab und zu statistische Auswertungen. Aber diese Datenmenge hatte mich überfordert. Daher bat ich Volker T., die Daten grafisch auszuwerten, was der auch prompt gemacht hat: Sterbeursachenstatistik nach ICD-10

Wie man anhand dieser Grafiken sehen kann, sind unnatürliche Todesfälle mit Schusswaffen (legal wie auch illegal) statistisch insignifikant bei Unfällen, Selbstmorden und tätlichen Angriffen und ändern sich auch nicht, wenn neue Waffengesetze verabschiedet werden (2002, 2008 und 2009).

Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/
Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/

Nicht einmal die erschütternden Attentate von Erfurt (2002) und Winnenden (2009) sind im Zeitverlauf zu erkennen.

Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/

 

Quelle: http://volkert.caliber-corner.de/2015/04/06/sterbeursachenstatistik-nach-icd-10/

Es empfiehlt sich, Volkers Seite aufzusuchen, wo die Daten detailliert ausgewertet sind: Sterbeursachenstatistik nach ICD-10

8 Gedanken zu “Unnatürliche Todesursachen 1998-2013

  1. …aus einer etwas anderen Sicht betrachtet:

    Ursachen. Gerade ereilt uns eine Meldung, in einem Mailänder Gericht wurde geschossen; Tote, Verletze; die Verhandlung ging um Bankrott usw.

    Wenn man es so betrachtet würde man ohne groß nachzudenken sagen das die Opfer durch ein Projektil starben. Wenn man es so auslegen will würde da auch niemand widersprechen. Doch sehen wir es mal anders…

    War die Waffe lediglich nur ein Mittel zum Zweck dann wäre die Ursache ganz wo anders zu suchen zum Beispiel das sich wer zu Unrecht behandelt fühlte , Fehlurteile uvm.

    … sicherlich eine interessante Betrachtung gerade auf den Hinblick wie sehr man doch versucht den Zugang zum Mittel (hier Waffe) zu erschweren. Selbstverständlich ist es absolut stupide solche Taten zu tun und jeder der Waffen missbraucht sollte auf harte Bestrafung treffen doch Waffe bzw. Projektil als Ursache zu wählen … hmmm

    Bestenfalls könnte ich mich auf rein medizinischer Ebene mit dieser Angabe anfreunden aber die wahren Ursachen liegen doch oft ganz wo anders.

    Spielen wir mal ein Szenario durch das wohl jeden Waffen Freund/in erschrecken wird: alle Schusswaffen werden verboten. Niemand darf mehr eine Schusswaffe besitzen, führen, haben usw.

    Wohl würde das den Zugang erschweren aber wohl kaum Täter davon abhalten. Die dann weniger „Geist“ zeigen werden mit Sicherheit auf ganz andere Hilfen setzen. Ein Aschenbecher, ein Stück Bambus, etwas Gewürze – all das und vieles mehr kann eine Waffe sein mit enormer Wirkung die sogar manchmal effektiver sind als Schusswaffen. Ich denke spätestens hier wird man den Fehler des Waffen Verbot erkennen müssen. Will man nun Pfeffer, Salz und Aschenbecher verbieten ?

    Wir könnten nun die Gedanken unendlich ausleben und würden schlicht nur erkennen das wir in Sachen wirklicher Ursache auf der medizinischen Ebene wohl richtig gelegen haben aber auf einer ganz anderen Ebenen total versagten.

    • Aufgrund solcher fiktiven Szenarien wie: „Es gibt keein Waffen“, wurden schon einige Studien selbst in Deutschland erstellt. Eben um zu klären ob und ggf. was dann als Tatmittel bevorzugt wird.

      Und ganz ohne die idiologischen Verblendungen kommt man dabei immer weider zu dem Schluass das eben doch egschossen werden wird, in der Qualität und Quantität sicher mit einer gewissen Streubreite (vom Vorderlader bis zur Luty-MP), aber gescossen werden kann und wird…..

      Peter

      PS: Es heißt „nicht natürlicher Tod“ und in der Regel sind nicht die Projektile todesursächlich, sondern die von diesen Projektilen verursachten Schäden!

  2. Was hat ein generelles Waffenverbot den Engländern gebracht ?
    Da man ja jetzt mit einer bewaffneten Gegenwehr nicht mehr rechnen muss – häufen sich die
    Verbrechen mit illegalen Waffen,denn ein Räuber ignoriert das Waffengesetz.

    • Ein generelles Waffenverbot gibt es in England nicht, „nur“ ein Verbot aller halbautomatischen Waffen.

      Aber Sie haben Recht, Gewalttaten mit Waffen finden in England in den Bezirken statt, wo es die wenigsten legalen Waffenbesitzer gibt (London, Manchester, Birmingham).

      • Danke für die Aufklärung.Ich sah das Waffenverbot nur aus der Sicht der Sportschützen, die ja mit halbautomatischen Pistolen geschossen haben.

    • So gernerell nun auch nicht. Immerhin hat die britische Verbotspolitik der Welt die Konstruktionsunterlagen von Luty-, Philipppon- bzw Zulu-gun in Papier-, Bild- und Tonform beschert. Obwohl das eher nix für Sportschützen ist….

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