Tod und Trauer….

Heute Nacht ist ein sehr junger Bekannter gestorben – bei einem Autounfall, den er nicht selber verursacht hat.

Sein Tod ist genauso sinnlos, wie der der Terroropfer oder Amokopfer.

Der große Unterschied?

  • Nur seine enge Freunde haben ihr Profilbild geändert, niemand sonst.
  • Dieser Verkehrsunfall war eine kurze Nachricht in den Lokalmedien wert – mehr nicht.
  • Keiner bekommt die Suche der Polizei nach dem Schuldigen mit, falls sie dazu überhaupt Ressourcen haben.
  • Kein Bürgermeister, Politiker & Co. wird in einem Jahr oder in 10 Jahren oder in den Jahren dazwischen eine große Trauerfeier veranstalten.
  • Es wird keine Gesetzesänderung geben, auch keine Änderung für technische Richtlinien von Autos oder Straßen.
  • Sein Tod betrifft nur seine Familie und seine Freunde. Und weil er oft bei uns war, auch mich ein bisschen.

In dieser Nacht

  • ist nicht nur dieser junge Mann wegen einer Verletzung gestorben, sondern weitere 600 Menschen in der EU;
  • sind fast 4000 Menschen in der EU wegen eines Gewaltdelikts ins Krankenhaus eingeliefert worden, sowie 12 Menschen mit Gewalt getötet wurden;
  • sind über 1000 Selbstmörder in der EU ins Krankenhaus eingeliefert worden und 150 Menschen sind freiwillig aus dem Leben geschieden.

Woher ich die Zahlen haben? Von der EU
http://www.firearms-united.com/images/download/Report-Homicide-Suicide.pdf

Ja, die Anschläge in Paris und Brüssel waren heftig, ebenso wie der German Wing Absturz vor einem Jahr oder die Amokläufe in Erfurt und Winnenden.

Ja, wir sollten immer prüfen, ob durch bessere Prävention Tote und Verletzte vermieden werden können.

Nein, Massenmorde müssen nicht unverzüglich in neue Gesetze und Richtlinien zur Prävention umgesetzt werden.

Nein, Juncker & Co. irren, wenn sie wegen Medienhypes unausgegorene Vorschläge durchpauken, die uns ein bisschen mehr Sicherheit suggerieren, jedoch massiv in unsere Freiheitsrechte eingreifen – sei es Datenschutz, Freizügigkeit, Meinungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung und Eigentumsfreiheit (wozu auch der legale Waffenbesitz gehört)

Entzug von Freiheitsrechten für Sicherheit?

Was unsere Regierung sich in den letzten Jahren bereits im Entzug der Freiheitsrechte geleistet hat, ist bereits wegen der fehlenden Opposition ein absolutes No-Go. Was jedoch die Europäische Kommission (EK) vorhat, wenn sie verlangt, dass die Nationen ihre Souveränität an die EK abtreten, ist einfach ungeheuerlich.

Und dass es keinen Aufschrei von den Medien und der (scheinbar nicht vorhandenen) Opposition gibt, wenn so ein Interview wie dieses ausgestrahlt wird, lässt mich verzweifeln.

Transkript des ZDF-Interviews mit Jean-Claude Juncker‬ vom 23.3.2016:

juncker-zdf

ZDF: Morgen‬ treffen sich ja die für Sicherheit zuständigen EU-Minister. Was muss denn da geschehen, damit es nicht immer wieder solche Anschläge gibt?

Juncker: Ich glaube nicht, dass man sich der Illusion hingeben sollte, dass die EU Anschläge dieser Art endgültig vermeiden könnte. Wir müssen dafür sorgen, dass die Beschlussfassung dessen, was auf dem Tisch des Ministerrates und des Europäischen Parlamentes liegt, auch zügig in Angriff wird.

Alles‬ das, was die Kommission vorgeschlagen hat, und was in die Richtung der Union der europäischen Sicherheit zeigt, muss jetzt von den Regierungen in etwa so verabschiedet werden, wie es die Kommission vorgeschlagen‬ hat.

ZDF: Was sind das für Vorschläge, Herr Juncker, und warum sind sie nicht längst umgesetzt?

Juncker: Ich bin nicht zuständig für das Gebaren der europäischen Regierungen…

ZDF: Aber Sie kennen die vielleicht die Gründe.

Juncker: Wenn ich die kennen würde, dann würde ich die benennen. Aber es gibt ein zögerliches Herangehen an derartige Fragen, weil es geht ja im Kern darum, dass die Mitgliedsstaaten Souveränitätsrechte‬ an die EU abtreten müssen.

Wir haben Vorschläge gemacht für Sicherung der Außengrenzen, wir haben Vorschläge gemacht zum Umgang mit Waffen ‬in der EU und das muss jetzt in Angriff genommen werden.

ZDF: Anscheinend geben die Geheimdienste der EU Mitgliedsländer ihre Informationen nicht vollständig an EUROPOL weiter. Auch Deutschland nicht, beklagen einige. Warum ist das so?

Juncker: Ich habe im Europäischen Rat als Premierminister 1999 in Finnland teilgenommen. Da wurde verabredet, dass die Geheimdienste ihre Informationen austauschen müssen. Ich hab nach den Vorkommnissen in September 2001 in New York hier im Europäischen Rat teilgenommen und da wurde verabredet, dass die Geheimdienste ihre Informationen zügiger und intensiver austauschen müssten. .. Das passiert in ungenügender Weise.

Und wir werden darauf drängen, dass die nationalen Sicherheitsdienste, die nationalen Polizeidienste, die nationalen Geheimdienste ihre Informationen austauschen. Wir müssen wissen, dass wir in Europa insgesamt gefährdet sind und was jemand weiß, sollte er an die weitergeben, die es wissen müssen.

Video: Gespräch mit Jean-Claude Juncker 

Scheinbar hat fast jeder Bürger und Journalist vergessen, worum es bei einer Demokratie geht.

In der Demokratie ist Opposition wichtiger als die Regierung!

Die Demokratie ist die Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk; hier hat die Opposition eine umfassende Rolle zu spielen. Demokratie ohne Opposition ist einfach eine Bedrohung für die Demokratie.

Die Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament sind sozusagen die Opposition zur Europäischen Kommission, die als einzige das Recht hat, Gesetze zur Abstimmung vorzulegen, die das Parlament annehmen oder ablehnen kann.

Wenn die Kommission – bzw. Juncker – denkt, dass sie klüger sei als die Regierungen der Mitgliedsstaaten und als die Parlamentarier und deshalb die Mitgliedsstaaten zwingen will, Dinge zu tun, die diese aufgrund des Subsidaritätsprinzips nicht wollen – dann wird ein Mitgliedsstaat nach dem anderen die EU verlassen.

Martin Schulz befürchtet bereits, dass die EU auseinander bricht. Und sie wird es tun, wenn die Mitgliedsstaaten ihre Souveränität an die EG abtreten – und wenn solche sinnlosen Vorschläge der Kommission wie der in Bezug zum Waffenbesitz umgesetzt werden.

In den letzten Tagen habe ich nur einen deutschen Artikel über Datenschutz gefunden, der dem Prinzip von Benjamin Franklin folgt, dessen genaue Übersetzung wie folgt lautet:

„Wer wesentliche Freiheit aufgibt, um eine geringfügige temporäre Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.“

Mathias Döpfner kommentierte in der WELT zu Recht:

„Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten und darüber hinaus – und wir sind in Krisenzeiten! – hat die Sicherheit Vorrang.“ Dieser Satz stammt vom deutschen Innenminister Thomas de Maizière, gesprochen in einem Interview mit den „Tagesthemen“ unter dem direkten Eindruck der Terroranschläge in Brüssel.

Bei etwas genauerer Betrachtung indes ist der Satz – insbesondere aus diesem Mund – ein Skandal. Ein Offenbarungseid des Rechtsstaats. Denn wenn es – ginge es nach dem Innenminister – schon ein paar Stunden nach dem letzten Anschlag mit dem Rechtsrahmen nicht mehr so genau zu nehmen wäre, dann hätten die Terroristen genau in der Sekunde gewonnen.

Wer Freiheiten aufgibt, verdient keine Sicherheit, die WELT vom 24.03.2016

Es wäre schön, wenn mehr Journalisten und Politiker sich dieser Ansicht annehmen!

Weitere interessante Artikel:

EU, WIR HABEN EIN PROBLEM – ABER IHR TREFFT DIE FALSCHEN ZIELE!

WILLKÜR DER EU-KOMMISSION

4 Gedanken zu “Tod und Trauer….

  1. The EU is a corrupt, malignant enterprise who have let their absolute power cloud their vision.

    The latest ideas to invade privacy are clearly far too much. Everybody knows the people who are causing the terror – they are not Christians, not jews, not buddhists, not hindus but rather those of a muslim persuasion – radical or not. Yes they wish everyone to be treated the same? Time to forget political correctness and concentrate on the likely groups.

    When it was clear that the problem in Brussels were caused by suicide bombers all the EU could think about was banning guns. If they ban guns the terrorists have won because they have deprived honest people of another liberty they had.

    I will be voting for the the UK to leave the EU and I hope some other countries decide to leave. We can share Europe without having the EU and all their insidious laws.

    • Did`not the UK deprive their citizens of their right to possess firearms and
      trying to impose same to the EU ??
      And apart from this issue everything is pushed towards more legislation,tighter
      rules,more bureaucrazy(z intended)…mostly lacking any need. Never a relieve.
      There are several EU-members faring well with liberal gun legislation.
      Why not go their way?

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