Remember the Hero, not the Zero

Seit Winnenden lese ich alle möglichen Studien, Zeitungsberichte und Meinungen bzgl. Amokläufe/Massenmorde. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es sich dabei oft um einen „erweiterter Selbstmord“ in Verbindung mit der „Suche nach Ruhm“ handelt, sofern der Attentäter ein jüngerer Mensch ist. Bei älteren Attentätern, die ihre Familie oder Arbeitskollegen töten, ist die Ohnmacht und die Wut über diese Ohnmacht vorherrschend.

Wenn jüngere Attentäter sich intensiv mit Amokläufen beschäftigen, Manifeste schreiben und sich zum Ziel setzen, ihren Abgang mit noch mehr Opfern zu „begleiten“ als bisher, dann wollen sie in die Zeitung. Sie wollen ein öffentliches Bekenntnis abgeben und berühmt werden, eventuell auch Nachahmer finden.

Dies ist auch – neben dem ausgelösten Terror – das Motiv der meisten Islamisten. Diese werden in den islamistischen Online-Magazinen und Videos gehypt und es wird dort zur Nachahmung aufgefordert.

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Deutschlandfunk: Kann man die amerikanische Waffenlobby verteidigen?

Deutschlandfunk Moderator Philipp May interviewte Katja Triebel zum Amoklauf in Florida und zum Waffenrecht:

Kann man die amerikanische Waffenlobby verteidigen? Man kann!

Donald Trump will Lehrer bewaffnen, um Amokläufern an Schulen den Kampf anzusagen. Damit liegt er voll auf Linie der US-Waffenlobby, der National Rifle Association. Wie sehen das die deutschen Waffenfreunde von der German Rifle Association? Ein Anruf bei Katja Triebel.

Podcast zum Nachhören ab Minute 11:30 (Transkript am Ende des Texts)

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Waffenrecht in Australien

Aktuell lesen wir überall, dass die Regulierung von Halbautomaten (Verbot) und das Buyback-Programm (Rückkauf solcher Waffen) im Jahr 1997 (National Firearms Agreement) einen entscheidenden Einfluss auf den Rückgang von Mord und Selbstmord in Australien hätten.

Viele Studien und Quellen haben ergeben, dass das Waffenverbot und Rückkaufprogramm keinen signifikanten Einfluss hatten. Auch wird vergessen zu erwähnen, dass seit 1992 die Tötungsraten in fast allen westlichen Industrieländern dramatisch zurückgegangen sind.

Eine Studie sieht zwar einen signifikanten Rückgang bei Selbstmord mit Schusswaffen, jedoch nicht bei Selbstmord generell, sowie nur einen geringen Rückgang bei Mord. Die aktuelle Statistiken über Mord der Regierung Australiens zeigen einen stetigen Rückgang, jedoch keinen signifikanten Einfluss ab dem Jahr 1997.

Mittlerweile ist die Mehrheit der Kriminologen der Auffassung, dass legaler Waffenbesitz keinen Einfluss auf die generelle Selbstmordrate und Mordrate hat, auch wenn die Medien diese Einsicht nicht verbreiten.

Im Folgenden einige Graphen und Statistiken aus den Studien und von Regierungsseiten, sowie ein YT-Video, das die Statistik zu Australien erklärt.

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Bombendrohung auf Weihnachtsmarkt

Am frühen Freitagnachmittag war in einer Apotheke in der Innenstadt von Potsdam ein verdächtiges Paket abgegeben worden. Die Polizei löste daraufhin Bombenalarm aus und sperrte Teile der Innenstadt, darunter auch einen großen Bereich des Weihnachtsmarktes.

Die Deutsche Welle berichtete Obiges mit dieser Schlagzeile:

Potsdamer Weihnachtsmarkt: Alles nur ein schlechter Scherz?

Die Polizei in Potsdam hat Entwarnung gegeben. Das Paket, das einen Bombenalarm ausgelöst hatte, war offenbar weniger gefährlich als befürchtet. Es befanden sich sich diverse Gegenstände darin – aber kein Zünder.

Diese Nachricht verbreitete sich weltweit sehr schnell, weil das Triggerwort „Weihnachtsmarkt“ Leser anzieht wie vor viele Jahren das Wort „Schule“ nach dem Amoklauf in Winnenden.

Weltweite Verbreitung dieses Fake-Bombenalarms

CNN, Wallstreet Journal, Washington Post, BBC, Pakistan Today, Indian Express, Politico, EU-Observer, Daily Mail und viele andere Medien greifen den Alarm auf.

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Kampf gegen Terror

In Brüssel, Frankreich und Israel, in den Medien und sozialen Netzen und in unseren Arbeitsgruppen haben sich viele Leute viele Gedanken gemacht, wie man den Kampf gegen den Terror aufnehmen kann. Ich habe mich bemüht, die wichtigsten Informationen aufzubereiten und dazu Stellung zu nehmen.

Brüssel

Seit Oktober 2013 sammel ich EU-weit Fakten zu Terrorismus, sowie Selbstmord und Tötungsdelikte mit Schusswaffen. Der damals veröffentlichte Aktionsplan der EU ließ vermuten, dass Terrorismus und Kriminalität missbraucht wird, um die Waffenrichtlinie der EU zu verschärfen.

Diese Vermutung erwies sich als richtig: Im November 2015 – sechs Tage nach Paris II – veröffentlichte die Kommission ihre Waffenverbotspläne mit höchster Dringlichkeit, um Terrorismus zu bekämpfen. Seitdem bin ich in der Arbeitsgruppe von FIREARMS UNITED aktiv, um diese Vorschläge abzuschmettern.

Eine wichtige Etappe im legislativen Prozess war der 13. Juli 2016. An diesem Tag stimmte der Ausschuss für Binnenmarkt (IMCO) über die Waffenverbotspläne der EU ab. Wir hatten vorab die Änderungs-Kompromisse analysiert und die Mitglieder des Europäischen Parlaments informiert, aber 27:10 bei der Abstimmung verloren. Der Deutsche Jagdverband beurteilt zu Recht die Abstimmung als mangelhaft:

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Bewaffneter Amokläufer von Bürgern überwältigt!

Der Täter wurde nach Informationen von Nordbayern.de von Mitarbeitern der Esso-Tankstelle überwältigt und mit Kabelbindern gefesselt, nachdem er mit gezückter Waffe in den Verkaufsbereich eingedrungen war.  (FOCUS von heute)

Hut ab vor den Leuten von der TANKSTELLE !!!
Dazu gehört extrem viel Mut.

softtargets3

Weiterlesen:

WIR sind die Soft Targets.

Die Polizei kann uns nicht schützen.

Update am 11.07.2015: Die Anführungszeichen von Amokläufer habe ich entfernt. Diese Tat trägt alle Kennzeichen eines Amoklaufs: ungeplant und vermutlich im Zustand einer „akuten Psychose mit einem bizarren Wahnsystem“ laut Aussage des Psychologen, den die Polizei hinzugezogen hat.