Bombendrohung auf Weihnachtsmarkt

Am frühen Freitagnachmittag war in einer Apotheke in der Innenstadt von Potsdam ein verdächtiges Paket abgegeben worden. Die Polizei löste daraufhin Bombenalarm aus und sperrte Teile der Innenstadt, darunter auch einen großen Bereich des Weihnachtsmarktes.

Die Deutsche Welle berichtete Obiges mit dieser Schlagzeile:

Potsdamer Weihnachtsmarkt: Alles nur ein schlechter Scherz?

Die Polizei in Potsdam hat Entwarnung gegeben. Das Paket, das einen Bombenalarm ausgelöst hatte, war offenbar weniger gefährlich als befürchtet. Es befanden sich sich diverse Gegenstände darin – aber kein Zünder.

Diese Nachricht verbreitete sich weltweit sehr schnell, weil das Triggerwort „Weihnachtsmarkt“ Leser anzieht wie vor viele Jahren das Wort „Schule“ nach dem Amoklauf in Winnenden.

Weltweite Verbreitung dieses Fake-Bombenalarms

CNN, Wallstreet Journal, Washington Post, BBC, Pakistan Today, Indian Express, Politico, EU-Observer, Daily Mail und viele andere Medien greifen den Alarm auf.

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Kampf gegen Terror

In Brüssel, Frankreich und Israel, in den Medien und sozialen Netzen und in unseren Arbeitsgruppen haben sich viele Leute viele Gedanken gemacht, wie man den Kampf gegen den Terror aufnehmen kann. Ich habe mich bemüht, die wichtigsten Informationen aufzubereiten und dazu Stellung zu nehmen.

Brüssel

Seit Oktober 2013 sammel ich EU-weit Fakten zu Terrorismus, sowie Selbstmord und Tötungsdelikte mit Schusswaffen. Der damals veröffentlichte Aktionsplan der EU ließ vermuten, dass Terrorismus und Kriminalität missbraucht wird, um die Waffenrichtlinie der EU zu verschärfen.

Diese Vermutung erwies sich als richtig: Im November 2015 – sechs Tage nach Paris II – veröffentlichte die Kommission ihre Waffenverbotspläne mit höchster Dringlichkeit, um Terrorismus zu bekämpfen. Seitdem bin ich in der Arbeitsgruppe von FIREARMS UNITED aktiv, um diese Vorschläge abzuschmettern.

Eine wichtige Etappe im legislativen Prozess war der 13. Juli 2016. An diesem Tag stimmte der Ausschuss für Binnenmarkt (IMCO) über die Waffenverbotspläne der EU ab. Wir hatten vorab die Änderungs-Kompromisse analysiert und die Mitglieder des Europäischen Parlaments informiert, aber 27:10 bei der Abstimmung verloren. Der Deutsche Jagdverband beurteilt zu Recht die Abstimmung als mangelhaft:

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Bewaffneter Amokläufer von Bürgern überwältigt!

Der Täter wurde nach Informationen von Nordbayern.de von Mitarbeitern der Esso-Tankstelle überwältigt und mit Kabelbindern gefesselt, nachdem er mit gezückter Waffe in den Verkaufsbereich eingedrungen war.  (FOCUS von heute)

Hut ab vor den Leuten von der TANKSTELLE !!!
Dazu gehört extrem viel Mut.

softtargets3

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WIR sind die Soft Targets.

Die Polizei kann uns nicht schützen.

Update am 11.07.2015: Die Anführungszeichen von Amokläufer habe ich entfernt. Diese Tat trägt alle Kennzeichen eines Amoklaufs: ungeplant und vermutlich im Zustand einer „akuten Psychose mit einem bizarren Wahnsystem“ laut Aussage des Psychologen, den die Polizei hinzugezogen hat.

Der Gipfel der Heuchelei

Heute habe ich Heiko Maas und Thomas Oppermann beim Heucheln erwischt. Bei jedem ihrer Worte musste ich an 2009 (Amoklauf von Winnenden) und 2011 (Amoklauf von Utoya) und 2013 (Antrag auf Waffenverbote im Bundestag) denken. Und deshalb habe ich ihre heutigen Reden einmal umgeschrieben, indem ich einige Worte ausgetauscht habe. Die Originalzitate befinden sich jeweils unter dem YT-Clip.

Die Art und Weise, wie die Regierungskoalition, GRÜNE und LINKE versuchen, diesen Anschlag für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, ist widerlich.

Wer jetzt Sportschützen und Jäger unter Generalverdacht stellt, der will die Gesellschaft spalten und Haß säen.

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Gunology Teil 2: Waffenmissbrauch

Ron war wieder fleißig und hat den zweiten Teil der Gunology fertig gestellt.

Im ersten Teil geht es um die Ziele und Strukturen der Waffen- und Anti-Waffenlobby. Diesmal beschäftigen wir uns mit den Zahlen, Gründen und Präventionen des Waffenmissbrauchs.

Wir fragen danach, wo der Waffenmissbrauch stattfindet und wer die Täter sind. Was sind ihre Motive? Was treibt sie an? Anschließend untersuchen wir die Wirksamkeit oder auch Unwirksamkeit strenger Waffengesetze, indem wir die Effekte sowohl bei Verschärfungen als auch bei Lockerungen der Waffengesetze in verschiedenen Ländern vorstellen.

Wir haben uns bemüht, so viele Studien und Daten aus dem europäischen Raum zu verwenden wie möglich. Leider sind diese immer noch mit der Lupe zu suchen, auch wenn wir in Deutschland, England und Skandinavien auf einige gestoßen sind.

Vielen Dank an Volker T., der seit Jahren Statistiken anlegt, sobald neue Fakten bekannt werden. Vielen Dank auch an Star Fire, der sich ebenfalls seit Jahren um Fakten kümmert. Ich habe beide bei der AG Waffenrecht kennengelernt und wir haben extrem viele Informationen zu Waffen und Amokläufen zusammengetragen. Es lohnt sich sowohl, deren Blogs zu besuchen, wie auch das Wiki der Piraten AG. An letzterem kann übrigens jeder mitarbeiten.

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Statistik der Bundesregierung zu Amokläufen

Die  Antwort der Bundesregierung zu einer umfangreichen Kleinen Anfrage der Grünen wird von den Grünen und den Medien missbräuchlich verwendet.

Amoklauf-Statistik: Waffen der Täter meist legal und registriert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue Statistik über Amokläufe in Deutschland könnte eine Debatte über die Verschärfung des Waffenrechts in Gang setzen. Nach Angaben der Bundesregierung sind bei den sieben Amokläufen seit 2002 in der Mehrzahl amtlich registrierte Waffen benutzt worden, die überwiegend legal im Besitz der Täter waren. Bei den Taten … waren insgesamt 51 Menschen ums Leben gekommen.

Die Grünen im Bundestag … zeigten sich alarmiert und forderten eine Gesetzesverschärfung. … „Die Munition muss mit klar geregelten Zugangsbestimmungen an einem anderen Ort gelagert werden“, sagte Mihalic. Die öffentliche Sicherheit müsse absoluten Vorrang haben. (dts Nachrichtenagentur vom 01.08.2014)

Bei Überprüfung der Statistik erweisen sich diese Aussagen als falsch

Frage 22 der GRÜNEN: Wie viele registrierte und wie viele illegale Schusswaffen wurden bei Amokläufen in Deutschland mit Schusswaffeneinsatz seit dem Jahr 2000 nach Kenntnis der Bundesregierung von den Tätern verwandt?

Antwort der Bundesregierung:

Es existiert kein einheitliches Verständnis des Begriffs „Amoklauf“. [..] Eine systematische Auswertung der gemeldeten Fälle im Sinne der Fragestellung ist daher nicht möglich. Die in Betracht kommenden Taten stellen phänomenologisch Einzelfälle dar. Vor diesem Hintergrund konnten beispielsweise die in der Öffentlichkeit als Amokläufe bekannt gewordenen Fälle recherchiert und zu diesen wiederum Aussagen im Sinne der Fragestellung getroffen werden. Die nachfolgende Aufzählung erhebt vor diesem Hintergrund keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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