Kundenbeschwerde II

Heute erhielt ich eine Email, dir mir aufzeigen sollte, wie schlecht doch meine Kollegen arbeiten, dass wir keinen Service bieten und wir uns gefälligst zu entschuldigen hätten.

Ich habe mir die 12 Emails der letzten drei Wochen angeschaut und diese Anwort geschrieben.

Sehr geehrter Herr XY,

ich kann leider an den ausgetauschten Emails nichts Verwerfliches finden.

Sie finden unsere Produkte, Gebrauchtwaffen und ANGEBOTE in unserem Web. Dort ist keine einziger Ladenhüter Ihres Wunschproduktes mit rotem Preis dabei.

Sie fragen trotzdem nach einem Rabatt, da Sie ja Stammkundenrabatt beim lokalen Händler bekämen und wollen das Produkt vor Weihnachten, obwohl wir es nicht am Lager haben.

Sie erhielten am gleichen Tag die Information, dass wir max. x% Rabatt
auf den UVP geben und keines Ihrer Kaliber am Lager sei.

Sie fragen am nächsten Tag nach anderen Kalibern und Konfigurationen
und verweisen nochmals auf günstigen Preis. Sie erhalten Kaliber und Preise und Lieferzeiten für vier mögliche Konfigurationen am gleichen Tag.

Sie fragen zwei Tage später nochmals nach 6,5×55. Sie erhalten am gleichen Tag die gleiche Antwort wie in der ersten Email: Wir haben keine 6,5×55 Läufe am Lager.

Zwei Wochen später fragen Sie schon wieder nach, OBWOHL wir Ihnen bereits alle Lagerläufe angeboten hatten.

Zum dritten Mal erklären wir Ihnen, dass wir keinen Wechsellauf in Ihrer Preisvorstellung am Lager haben und zwar nur mit einem Satz. Das war bereits die vierte Email zum gleichen Thema:

Keine Verfügbarkeit für Wechselläufe im Niedrigst-Preis-Segment

Ihre Antwort auf diese schnelle und kurze Antwort: Frechheit, war das erste Wort und dann die Drohung, Sie würden alle Ihre Schützenkameraden und Jägerfreunde in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern von unserem „unmöglichen Service“ berichten. Es folgte noch eine zweite Beleidigung.

Einen Tag später schreiben Sie eine angeblich persönliche Nachricht für mich, doch schreiben Sie nicht mich an, sondern meinen Kollegen und unterstellen ihm
„unverschämtes Verhalten, auch kommt noch besonders dummes Verhalten
dazu“.

Dann erklären Sie ihm, Sie hätten schon in diesem Jahr im fünfstelligen Bereich Waffen und Jagdausstattung eingekauft. Nun ja, bei uns war es einmal € 46,00 im Jahr 2014.

Triebel Berlin habe sich für Sie erledigt. Trotzdem erwarten Sie eine Entschuldigung und loben mich noch einmal für meine Öffentlichkeitsarbeit.

Tut mir leid, aber eine Entschuldigung erwarte ich von IHNEN, nicht andersherum. Vier Emails zur Anfrage von Produkten, die wir nicht haben und dann noch zwei Emails mit Beleidigungen.


So, das musste mal raus….

Wer Interesse hat, hier die Kundenbeschwerde I

 

Update: Er droht mit Abmahnung und Rechtsanwalt….

 

7 Gedanken zu “Kundenbeschwerde II

  1. Hat dies auf pwaldi rebloggt und kommentierte:
    Der Kunde ist König,…….
    ……. so mancher König wurde aber gestürzt wenn er sich nicht königlich verhalten hat.
    Tyrannen wurden in der Geschichte meistens entsprechend ihrer „Lebensleistung“ „gewürdigt“.

  2. Katja, vergiss es einfach.
    Selbst innerhalb eines Betriebes erlebe ich solches Verhalten, wenn die „Kollegen“ des Vertriebs mich in der Entwicklungsabteilung „heimsuchen“, um mir irgendwelche Zusagen über angebliche Fähigkeiten unserer Produkte abzuschwätzen. Hauptsache, ich sage „ja, das kann das!“. Egal, ob es stimmt. 90% der Irrsinnsforderungen werden eh nach dem verkauf nicht mehr gebraucht.
    Wenn ich dann sage „Nein, ich kann das nicht ohne Untersuchung und Test zusagen!“, dann bin ich „Unkameradschaftlich“.
    Das scheint der Zeitgeist zu sein. Du lebst in der Falschen Welt. Ich auch.

    Lieber Gruß
    Martin

  3. Katja,ich wundere mich!!!Dein guter Wille,deine Geduld,in der Sache ist bewunderswert,aber unter deinem Niveau indieser Sache.Die Argumentation des Beschwerdeführers ist so durchsichtig,primitiv.Ignoriere diesen Menschen.Weiterhin DANK für deine gute Arbeit gute Feiertage,bleibe Gesund ❤ MeyerGruss FWM

  4. Schon witzig, wie er versucht sich als Teil eines riesigen Netzwerkes darzustellen:

    „und dann die Drohung, Sie würden alle Ihre Schützenkameraden und Jägerfreunde in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern von unserem „unmöglichen Service“ berichten.“

    Dabei kann man an dem Schriftwechsel gut erkennen, das es ein Mensch ohne Freunde ist.

    Möchte hier nur kurz die Möglichkeit nutzen, ihnen Fr. Triebel, für ihre unermüdliche Arbeit beim EU Gun Ban herzlichst zu danken. Auch wenn es im Moment ja leider rabenschwarz aussieht.

  5. Ich war lange Jahre im Investitionsgüterverkauf tätig, das war kein leichter Job (aber was ist schon leicht heute), eines jedoch haben wir in Schulungen gelernt: Der Kunde ist nicht König (sicher kein absolutistischer Herrscher), der Kunde ist Partner! Er verschenkt ja sein Geld nicht sondern bekommt eine Gegenleistung in Form von Beratung und Waren und man kann daher schon von einem Kunden erwarten sich auch entsprechend wie ein Partner zu verhalten.

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