Seite Opferschutz mit Update

BKA veröffentlicht Zahlen zur Partnerschaftsgewalt:

Meist sind es Frauen (82%), die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Fast die Hälfte von ihnen lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter in einem Haushalt (49%).

Im Jahr 2015 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 127.457 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, davon knapp 82% Frauen.

Das sind über 104.000 Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen waren. Gemessen an der Gesamtzahl weiblicher Opfer in den Bereichen Mord und Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking ist das ein Anteil von 36%.

In 2015 wurden in Deutschland Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt

  • von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung: über 65.800,
  • von Bedrohung: über 16.200,
  • von gefährlicher Körperverletzung: über 11.400,
  • von Stalking: über 7.900,
  • von Mord und Totschlag: 331.

Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu fast 100% weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 90%. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind es 80%.

Bei deliktsspezifischer Betrachtung ist festzustellen, dass der größte Anteil der Opfer partnerschaftlicher Gewalt, gemessen an der Opfergesamtzahl in den einzelnen Straftatenbereichen, im Jahr 2015 sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern auf Nachstellung (Stalking) entfiel (Anteil bei den weiblichen Opfern 46,7%, bei den männlichen 20,9%), gefolgt von Mord und Totschlag (Anteil bei den weiblichen Opfern 43,7%, bei den männlichen 5,1%) sowie vorsätzlicher einfacher Körperverletzung (Anteil bei den weiblichen Opfern 39,4%, bei den männlichen 6,4%).

Mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016 wird betroffenen Frauen seit 2013 eine bundesweite 24 Stunden-Beratung angeboten, die kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen ermöglicht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.hilfetelefon.de/

Im Bericht selber wird auch gezeigt, dass der Anteil an Mord/Totschlag bei Ausländern höher ist als ihr Anteil an der Bevölkerung: ca. 25% der Gewalttaten in Partnerschaften werden durch Nichtdeutsche begangen. Der Anteil der Nichtdeutschen an der Bevölkerung liegt bei ca. 10% (der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 21%)

Im Jahr 2015 wurden in den Kategorien Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking insgesamt 108.084 Tatverdächtige von vollendeten und versuchten Delikten der Partnerschaftsgewalt erfasst, davon 86.892 (80,4%) männliche und 21.192 (19,6%) weibliche Personen.

Der prozentuale Anteil männlicher Tatverdächtiger war bei den Ehepartnern (30.205 Personen; 81,7%) und in der Kategorie ehemalige Partnerschaften (33.511 Personen; 81,3%) am höchsten.

Kontaktverbote helfen nicht

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 5.088 Tatverdächtige von Straftaten nach § 4 Gewaltschutzgesetz registriert (Kontakt-, Näherungs- und Belästigungs-verbote). Insgesamt waren 4.500 (88,4%) der Tatverdächtigen bereits zuvor in Erscheinung getreten (nicht mit „vorbestraft“ gleichzusetzen und setzt nicht die frühere Begehung gleichartiger Straftaten voraus). Schusswaffen wurden von 16 (0,3%) der insgesamt 5.088 registrierten Tatverdächtigen von Straftaten nach § 4 Gewaltschutzgesetz mitgeführt. (Anm.: illegale Schusswaffen, da diese Menschen keine legalen besitzen dürfen). Bei den im Jahr 2015 insgesamt erfassten 5.088 Tatverdächtigen von Straftaten gemäß § 4 Gewaltschutzgesetz handelte es sich um 3.524 (69,3%) deutsche und 1.564 (30,7%) nichtdeutsche Staatsangehörige.

Die Anzahl weiblicher Opfer von Partnerschaftsgewalt hat innerhalb von drei Jahren um 3,5% zugenommen (2012: 100.787 Personen; 2013: 100.766 Personen; 2014: 103.928 Personen; 2015: 104.290 Personen).

PKS 2015 : Erstmals mehr weibliche Todesopfer

Woher die Zahl 331 aus obigem Partnerschaftsgewaltbericht kommt? Ich weiß es nicht! Eventuell sind darin auch die nicht vollendeten Versuche (481) erfasst.

Lt. PKS gab es 300 vollendete Mord/Totschläge mit weiblichen Opfern.
67,3% (200) durch Ehe/Partner/Familie.

Lt. PKS gab es 289 vollendete Mord/Totschläge mit männlichen Opfern.
25,6% (74) durch Ehe/Partner/Familie.

Lt. PKS waren 63% der Tatverdächtigen der Polizei schon bekannt durch gleiche oder andere Straftaten.

Download PKS 2015 Jahrbuch: Link (6 MB)

Der eigentliche Aufschrei müsste der Anstieg der weiblichen Opfer sein. Im Jahr 2012 waren 45% der toten Opfer weiblich, 2015 waren es 50,9%.

Ich glaube 2015 war das erste Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik, in dem MEHR FRAUEN als Männer getötet wurden! 

Ich habe die PKS seit 1991 auf dem PC und kann mich an kein Jahr erinnern, wo das der Fall war. Aber in der PKS 2015 wird dieser Umstand nicht einmal erwähnt.

 

Weiterlesen: Opferschutz

2 Gedanken zu “Seite Opferschutz mit Update

  1. Nun ja Frau Triebel.

    Und es wird weitergehen, denn „das Merkel* ( Gendergaga ) will nichts ändern.

    Trotzdem muss ich hier noch etwas zur Häuslichen Gewalt unter „Bio-Europäern“ anmerken.
    Diese ist nach neusten Studien nämlich ….WEIBLICH.

    Das heisst, mehr Frauen als Männer werden in der Ehe oder Partnerschaft gewalttätig.
    Die Frauen werden anders erzogen wie Männer, denn Männer werden von klein an angehalten das man keine Frauen schlägt. Bei Frauen greift das nicht, denn sie sind in der klassischen Rollenverteilung nur das Opfer.
    Frauen die Männer schlagen, …….in dem Fall werden die Männer oft belächelt, ja man auferlegt ihnen die Schuld daran, sie sind ja der Mann im Haus.

    Oft, wenn Frauen gewalttätig werden, passiert dabei eher wenig, denn sie sind dem Mann „eigentlich“ körperlich unterlegen. Wird der Mann gewalttätig, kann es öfters böse enden. Frauen haben dabei aber in den letzten 20 Jahren kräftig aufgeholt, hört man doch immer wieder von Fällen bei denen die Frauen zur Schere oder dem Messer greifen.

    Also, solche Statistiken sind mit Vorsicht zu geniessen………

    ……ausser sie haben mit Migranten zu tun die aus ganz anderen Kulturen stammen und welche diese Statistiken hochtreiben, was aber natürlich im heutigen deutschen Linksstaat nicht mehr diskutierbar ist.
    Aber eben, 407 tausend neuen Verbrechen in der ohnehin stark geschönten Statistik, bleiben nun mal nicht ohne Folgen, gerade bei Frauen aus gewissen Kulturen.

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