Meister des Todes – 23.09.2015

Heute abend läuft ein Anklagefilm gegen Heckler&Koch, SIG-Sauer und Walther. Die fiktive Firma HSW soll – stellvertretend für diese drei Firmen – zusammen mit der Regierung (Auswärtiges Amt, Kauder & Co.) küngeln, um Waffen wissentlich und illegal in Krisengebieten zu schaffen, wo sie dann zum Töten eingesetzt werden, sagt Harrich im PodCast-Interview der ARD: http://bit.ly/1F87NUh

Am 23.09. um 20:15 Uhr und 21:45 Uhr ARD:

20:15 Uhr, Spielfilm: Meister des Todes

21:45 Uhr, Reportage: Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam

Produzent und Regisseur beider Filme ist Daniel Harrich, bereits bekannt aus
„Film, Funk und Fernsehen“ zu Waffenthemen, u.a. der große Arte-Abend gegen Waffenexporte. Einen der Whistleblower kennen wir ja alle zu genüge ;(

Daniel Harrich hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit seinen Filmen Politik zu verändern.“

„Die Botschaft des Harrich-Films ist eine doppelte: Erstens, liefert keine Waffen in Regionen, in denen Krieg herrscht. Also zum Beispiel nicht nach Mexiko. Und zweitens, guckt den Waffenherstellern und der Politik auf die Finger, damit sie Waffengeschäfte mit Staaten wie Mexiko nicht wieder herbeitricksen kann.

Der SPD-Waffenexperte Rainer Arnold hatte wenige Minuten nach dem Film eine ganz andere Botschaft parat. „Ich wäre für legale korrekte Waffenlieferungen nach Mexiko.“

Zitat aus Cicero:

Damit hätten wir bereits ein Argument, erfreulicher Weise sogar von der SPD.

Das zweite: Waffenlieferungen an die Kurden waren 2006 von der UN verboten, jetzt erlaubt und erwünscht….

Waffenlieferungen an die libyschen Demokraten waren 2011 von der UN verboten, nach Syrien nicht erwünscht (Russlands Veto verhinderte ein UN-Waffenverbot). Jetzt fordern die Grünen Waffenlieferungen in beide Länder und wollen sogar Bodentruppen einsetzen….

Fazit: Es ist nicht so schwarz/weiß, wie Herr Harrich sich das vorstellt.

Was er als „illegale Küngelei“ von Politik und Wirtschaft darstellt, ist oft von Sicherheitsinteressen beeinflusst. Interessen, die eine UN, in der Unrechtstaaten wie China, Kuba, Irak und Iran Mehrheiten bündeln können, nicht berücksichtigt. Die UN funktioniert ähnlich wie die FIFA, wo Sepp Blatter die kleinen Länder aus Afrika, Asien und Mittelamerika für Mehrheitsbeschlüsse missbraucht hatte.

Wenn die UN ein Land wie Saudi-Arabien, das mehr Menschen köpfen lässt als der IS, wo Menschen ausgepeitscht werden und Frauen gar keine Rechte haben, den Vorsitz der UN Menschenrechtskommission überträgt, dann sollten wir uns mal die Frage stellen, ob die UN unsere Interessen überhaupt noch berücksichtigt. Übrigens berichtet kein deutsches Medium über diesen Skandal, den UN-Watch beschreibt und der zu einer Petition führte.

Am späteren Abend gibt es die Doku in einer doppelt so langen Version im SWR Fernsehen zu sehen. Sicherlich wird das Teil die nächsten Monate rauf und runter in den dritten Programmen gespielt …. wie schon „Waffen sind mein Leben“. Da fragt man sich dann doch, wofür GEZ bezahlt wird.

5 Gedanken zu “Meister des Todes – 23.09.2015

  1. Er hat nämlich im Bundestag vorab „Meister des Todes“ gezeigt, seinen auf einer wahren Geschichte fußenden Spielfilm über illegale deutsche Waffenlieferungen nach Mexiko.

    „Da hat keiner in Frage gestellt, ob das stimmt, was wir erzählen“, hat Harrich nun Karoline Meta Beisel von der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG schockiert die Reaktion der Parlamentarier beschrieben.

    „Der Tenor war eher: Wir wissen, dass es genau so läuft.“

    „In Deutschland muss man nur an den richtigen Strippen ziehen, und in Mexiko werden Konflikte auf die bekannte Art und Weise gelöst – mit einer Kugel.“

    Zitat Deutschlandradio: http://www.deutschlandradiokultur.de/aus-den-feuilletons-deutsche-waffenexporte-im-abendprogramm.1059.de.html?dram:article_id=331904

  2. Reaktion der Oberndorfer: „Dekan Albrecht Zepf hat sich den Film in Gesellschaft angeschaut. Die „filmische Dramaturgie“ sei auf die Spitze getrieben worden. „So gesehen sind wir alle Meister des Todes“, sagt der katholische Pfarrer. „Gegen so billige Politisierung bin ich allergisch.“ Ein ihm bekannter ehemaliger HK-Mitarbeiter habe beim Film „schier einen Herzinfarkt bekommen.“ Zepf: „Die ARD sollte sich schämen, so plump vorzugehen.“
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.oberndorf-a-n-verdreht-und-doch-erkannt.cbe747ca-5194-414e-971f-4913552037c9.html

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