Korrektur bei der Flüchtlingskrise

Was ist der Unterschied zwischen einem guten und schlechten Unternehmer? Beide treffen zu 80% falsche Entscheidungen. Doch der gute merkt dies und korrigiert.

Der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland!

In Österreich

  • wurden die offenen Grenzen in Zusammenarbeit mit anderen Staaten wieder dicht gemacht (Balkanroute)
  • wird dafür geworben, Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, damit sich erst gar keine Flüchtlinge auf den Weg machen müssen

In Deutschland

  • sind „offene Grenzen“ immer noch erwünscht
  • rechnen wir mir jährlichen 17 Milliarden Kosten in Deutschland durch die Flüchtlinge

Wie könnte man diese 17 Milliarden besser einsetzen?

Die UNO-Flüchtlingshilfe UNHCR benötigt für 60 Mio. Flüchtlinge jährlich 7,5 Milliarden. Doch weniger als 4 Milliarden hat sie erhalten. Wir könnten somit ganz alleine mit unseren 17 Mrd. mehr als zwei Jahre für über 60 Mio. Flüchtlinge die gesamten Nahrungsmittel bezahlen. Doch geben wir das Geld lieber hier in Deutschland für 2 Mio. Flüchtlinge aus.

Never before has UNHCR had to manage its programmed operations with such a high funding gap between approved budgetary requirements and funds received.

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Und ja, wir dürfen nicht vergessen, dass die Türkei aktuell die meisten Flüchtlinge beherbergt. Auf der anderen Seite hat jedoch Jordanien viel mehr Flüchtlinge in Bezug auf deren Einwohnerzahl aufgenommen. 664.000 Flüchtlinge sind 7% auf 9,5 Mio. Jordanier, wogegen 2,5 Mio. Flüchtlinge in der Türkei mit 78 Mio. Einwohner „nur“ 3% sind.
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Korrektur falscher Entscheidungen

Der österreichische Außenminister hat, vielleicht gerade weil er so jung und unverbraucht ist, des Pudels Kern erkannt. Die Wirtschaftswoche schreibt:

Zunächst, noch unter Bundeskanzler Werner Faymann, trug Österreich die merkelsche Politik der Öffnung der Grenzen für de facto alle Einwanderungswilligen mit. Doch deren fatale Wirkung als Pull-Faktor der Zuwanderung wurde in Wien relativ schnell nicht nur erkannt, sondern im Gegensatz zu Berlin auch bald korrigiert. Man besaß den Mut, an dem es in Berlin mangelte Wien – der junge Kurz war die treibende Kraft – schmiedete eine Allianz der Transitstaaten und unterstützt diese seither sowohl moralisch als auch materiell und personell bei der Schließung der so genannten Balkan-Route.

Diese Maßnahme hat sehr viel stärker als Merkels späterer Türkei-Deal zum Abschwellen der längst untragbar gewordenen Zuwanderungszahlen beigetragen. Denn dieser ist, wie sein Erfinder, der – österreichische ! – Think-Tanker Gerald Knaus selbst bekennt, ohnehin nur ein „großer Bluff“: Tatsächlich schieben die Griechen nur sehr wenige aus der Türkei kommende Flüchtlinge ab.  Die mazedonischen Grenzschützer dagegen hielten und halten die Grenze relativ konsequent geschlossen.

Wenn man zudem bedenkt, dass Merkels Berater Gerald Knaus von dem Amerikaner Georg Soros bezahlt wird und Amerika eine Heidenangst vor einem stabilen Europa hat, dann fragt man sich, ob Pläne von US-finanzierten Beratern Europa wirklich nutzen oder womöglich schaden. Auf der anderen Seite muss man anerkennen, dass die Regierung der USA der größte Spender des UNHCR ist.
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Auch wenn die Spendenbereitschaft der USA in Bezug auf die Einwohnerzahl dann nur noch bei 4 USD liegt zahlen Deutschland und Qatar mit 2 USD pro Einwohner nur die Hälfte, wogegen Norwegen, Luxemburg und Kuwait auf über 18 USD kommen.
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung schrieb im November 2015:

Aufgrund mangelnder Finanzierung musste das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seine Lebensmittelhilfe in Jordanien stark einschränken. Statt 2.1 Millionen Lebensmittelgutscheinen wie zu Beginn des Jahres verteilt die Organisation mittlerweile nur noch rund 1.4 Millionen Gutscheine in den regionalen Erstaufnahmeländern und hat den Wert dieser Gutscheine stark gekürzt.

Während die Gutscheine zu Beginn noch einen Wert von 35 Jordanischen Dinar (JOD) ca. 43,60 €) hatten und eine adäquate Nahrungsmittelversorgung sicherstellten, werden pro Flüchtling und Monat mittlerweile nur noch 20 JOD (~24,90 €) zur Verfügung gestellt, womit gerade noch die empfohlene Mindestkalorienzahl sichergestellt werden kann. Aufgrund mangelnder Mittel sah sich das WFP (Anm. Welthungerhilfe) im April 2015 gezwungen, die Nahrungsmittelgutscheine für die von der UN als „schutzbedürftig“ kategorisierten Flüchtlinge um die Hälfte, auf monatlich 10 JOD (~12,45 €) zu kürzen und zwischen Mai und Juni auch die Nahrungsmittelgutscheine für „außerordentlich schutzbedürftige“ auf 15 JOD (~18,67 €) zu kürzen.

Anm: Die Mittel für eine adäquate Nahrungsmittelversorgung wurden VOR dem Einsetzen des Flüchtlingsstroms um 70%  gekürzt.

Ohne jede Möglichkeit, einer legalen Arbeit nachzugehen und sich damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, sind die Flüchtlinge in Jordanien auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen. Die immer weniger werdenden Hilfsleistungen bringen sie dabei in die schwierige Lage entscheiden zu müssen, ob sie – trotz bitterer Armut und Perspektivlosigkeit – in Jordanien bleiben wollen oder ihr Glück woanders versuchen wollen. Entweder in Europa, oder in Syrien.

Weniger als 10% der syrischen Flüchtlinge hat sich bis jetzt auf den Weg nach Europa gemacht. Doch die Zahl syrischer Asylanträge wird weiter steigen, wenn sich nicht bald ausreichende Finanzierung für Hilfsprojekte in Erstaufnahmeländern findet. Die sogenannte „donor fatigue“, Spendermüdigkeit, und die daraus folgende unzureichende Versorgung der Flüchtlinge in den Nachbarstaaten Syriens, wird sich ansonsten als weiterer, starker Push-Faktor auf den Flüchtlingsstrom nach Europa auswirken.

Langfristig bleibt jedoch die Bekämpfung der Fluchtursachen in der Region Naher Osten die wichtigste Voraussetzung, auch für Deutschland. Langfristig zählt hierzu natürlich Frieden in Syrien, mittelfristig muss jedoch so viel Geld für Erstaufnahmestaaten zur Verfügung gestellt werden, dass Flüchtlingen ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht wird.

Um seine Nahrungsmittelunterstützung für syrische Fluchtlinge in Jordanien aufrechterhalten zu können, benötigt das WFP zurzeit etwa 15 Millionen USD im Monat (180 Millionen USD im Jahr). Wenn man diese Zahlen auf den Libanon, die Türkei, Ägypten und den Irak überträgt, würde der Libanon über 300 Millionen USD, die Türkei etwa 600 Millionen USD, Ägypten 38 Millionen USD und der Irak weitere 71 Millionen USD jährlich benötigen . (Anm. zusammen ca. 1,2 Mrd. USD)

Um das Entstehen weiterer – durch unzureichende Finanzierung entstehende – Push-Faktoren zu vermeiden, muss Flüchtlingen in Jordanien ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden. Dazu zählt die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln, die Bereitstellung einer adäquaten Gesundheitsversorgung und die Schaffung von Perspektiven im Bereich Arbeit und Bildung.

Unbedingt weiterlesen: Syrische Flüchtlinge in Jordanien


Mein Fazit

Wir haben durch die fehlenden Spenden an die UNO-Flüchtlingshilfe die Flüchtlingswelle selber ausgelöst. Seit Jahren werden auf die fehlenden Gelder nur für die Nahrungsmittel hingewiesen. Die Situation wurde im Januar 2015 verschärft und reichte im April 2015 nicht mehr zum Überleben im Flüchtlingscamp.

Doch die EU und viele ihrer Mitgliedsstaaten, insbesondere Deutschland, steuern nur auf Sicht. D.h. drängende, sichtbare Probleme werden irgendwie kurzfristig gelöst (Ertrunkene auf dem Mittelmeer, Horden an der Grenze) statt diese Probleme langfristig lösen (Stärkung der UNO-Flüchtlingshilfe, Aufbau von Bildung und Perspektiven auf dem afrikanischen Kontinent, Annahme von Asylanträgen auf dem afrikanischen Kontinent unterhalb und oberhalb der Sahel-Zone).

Natürlich müssen wir mit der Türkei im Gespräch bleiben und sie weiterhin finanziell unterstützen. Ich frage mich jedoch, warum die EU der Türkei 3 Milliarden für 2,5 Mio. Flüchtlinge überweisen will, während die Welthungerhilfe für die syrischen Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Türkei, Ägypten und den Irak zusammen 1,2 Milliarden benötigt. Auch darf man nicht Pakistan und Äthiopien vergessen, die 4 Mio. Flüchtlinge aus Afghanistan und Somalia aufgenommen haben.

Wir sollten daher versuchen, die meisten Flüchtlinge wieder in die Herkunftsländer zurückzuführen  und gleichzeitig vor Ort die Lebensbedingungen – wie von der Konrad-Adenauer-Stiftung verlangt – verbessern.

Und dann sollten wir die nach Europa holen, für die humanitäre Bedürftigkeit vorliegt (Asyl) und Einwanderungsquoten mit Auflagen erstellen für diejenigen, die hier wirklich arbeiten wollen. Und dann sollten wir auch – analog zur USA – Green Cards verlosen. Wer die Hoffnung auf legale Einwanderung mit Arbeit hat und weiß, dass illegale Einwanderer hier nicht arbeiten dürfen, sondern abgeschoben werden, vertraut sich keinem Schleuser an.

Die gesamte „Welcome Refugee“ Kampagne hat nur einem genutzt: den Menschen in Deutschland, die sich dabei „gut fühlen“ wollten. Und im Nachgang noch denen, die dadurch viel Geld verdient haben (Unterkünfte zu horrenden Mieten zur Verfügung stellen) bzw. einen Job bei der Betreuung ergattern konnten.

Unterstützung dieser Meinung kommt von Boris Palmer,  Politiker der Grünen:

Wenn wir friedfertige Asylbewerber nach Afghanistan abschieben, dann ist es nach meiner Überzeugung richtig, Asylbewerber, die gewalttätig sind und von denen erkennbar eine Gefahr ausgeht, in die Gebiete Syriens abzuschieben, die nicht im Krieg sind.

Wenn wir Flüchtlinge aus Syrien, die sich den Zugang nach Deutschland erkämpft haben und keineswegs nach humanitärer Bedürftigkeit ausgesucht wurden, nicht in Gebiete zurück schicken wollen, in denen wir andererseits Millionen von Menschen schutzlos leben lassen, ohne ihnen wirksam zu helfen, dann entspringt das allenfalls dem Wunsch, nicht selbst schuldig zu werden. Mehr aber auch nicht.

Mit jedem Euro, den wir hier in Deutschland ausgeben, könnten wir in den Herkunfts- und Nachbarländern so viel mehr erreichen.

Nachtrag:

Die EU hat 2016 ihre Beiträge verdoppelt, die Golf-Staaten haben sie auf fast Null reduziert: 2016 WFP Funding Performance Against Management Plan Target

Deutschland ist im 5-Jahres-Vergleich nach den USA auf dem zweiten Platz, noch vor der EU und Großbritannien und Kanada: Contributions to WFP: Comparative Figures and Five-Year Aggregate Ranking

Aber eventuell sind die Beiträge 2015 erst im letzten Quartal geflossen, da der Bundesrat im September 2015 berichtet, das die Mittel bis zum 13.09.2015 im Schnitt um 40% reduziert wurden:  Unterrichtung durch die Europäische Kommission Drucksache 449/15 (auf Seite 42/43)

wfp

 

10 Gedanken zu “Korrektur bei der Flüchtlingskrise

    • Ganz einfach: die unkontrollierte Masseneinwanderung hat die Sicherheitslage verändert.

      Die veränderte Sicherheitslage führt dazu, dass die Regierung nach mehr Polizei und Bundeswehr ruft und gleichzeitig mehr Angst vor dem eigenen Volk hat. Und ganz besonders viel Angst hat sie vor bewaffneten Bürgern. Für die Regierung ist jeder Bürger mit Waffen jemand, der Selbstjustiz ausüben könnte.

      Auch wenn die 1,5 bis 2 Millionen – wie die Politik behauptet – nicht krimineller als der Bundesdurchschnitt wären, ist allein die Tatsache, dass 70% davon junge Männer sind, für die Sicherheit bedrohlich. Einfach schon aus dem Grund, weil junge Männer immer die höchste Risikogruppe für Gewalt sind. Und von denen haben wir im Moment 1 Mio. mehr im Land.

      Das zweite Problem ist, dass die Polizei noch weniger Ressourcen hat, die Öffentlichkeit zu beschützen, wenn sie laufend mit den Neuankömmlingen beschäftigt ist oder die vielen Demos bewachen muss, die pro oder anti Flüchtlinge stattfinden. Ob die Täter nun biodeutsch oder eingewandert sind, ist eigentlich egal. In jedem Fall nutzen Kriminelle die fehlende Präsenz auf der Straße und die fehlenden Ressourcen der Strafverfolgung, um auf offener Straße oder bei „heißen Einbrüchen“ zu rauben. Das bevorzugte Opfer ist hier die ältere Frau.
      Bitte einfach mal nach „Renterin überfallen“ googeln.

      Im Gegensatz zur Politik und der veröffentlichten Meinung, sind die Bürger nicht so naiv und sehen die geänderte Sicherheitslage. Deswegen ist ja auch der Absatz von Verteidigungsmitteln gestiegen, was Politik und Medien als „Bürger rüsten auf“ interpretieren und fast täglich davor warnen.

      Aus all diesen Gründen ist Flüchtlingspolitik ein Thema für meinen Blog – einfach, weil dies Auswirkungen auf uns hat.

  1. Hallo Katja,
    Du setzt voraus, dass Flüchtlinge zwangsläufig eine Last für die aufnehmenden Länder sind. Das muss aber gar nicht so sein, wenn man den Arbeitsmarkt öffnet:

    Alexander Betts meint: „Wir neigen zu der kollektiven Annahme, dass Flüchtlinge zwingend eine Last für unsere Gesellschaft darstellen. Aber das muss nicht sein. Sie können etwas beitragen … Anders als die meisten Gastländer weltweit, hat Uganda den Flüchtlingen wirtschaftliche Möglichkeiten gegeben. Es gibt ihnen das Recht auf Arbeit und Bewegungsfreiheit. Und das Ergebnis dessen ist außergewöhnlich, für Flüchtlinge und die Gastgemeinschaft. In der Hauptstadt Kampala führen 21 % der Flüchtlinge ein Geschäft, und stellen Mitarbeiter ein, und 40 % dieser Mitarbeiter sind Staatsbürger des Gastlandes. Flüchtlinge schaffen also Arbeitsplätze für Bürger des Gastlandes.“

    Alex Nowrasteh auf Cato.org: „The first is to help refugees become economically self-sufficient as fast as possible — as current U.S. policy emphasizes. Economist Kalena Cortes found that refugees to the United States worked more hours and learned English quicker than economic migrants, probably because they couldn’t return to their home countries. They also invested more in education … Unfortunately, many European countries fail to encourage economic self-sufficiency for refugees and asylum seekers. Germany prohibits work for the first three months … Even when there are no such restrictions, labor-market regulations and welfare policies disincentivize economic integration. As Swedish researcher Nima Sanandaji has noted, even if there are no outright restrictions, pro-union policies compress the wage structure, squeezing out entry-level jobs that refugees need to gain experience. Sanandaji also notes that Swedish welfare benefits, equal to 74 percent of average wages in 2012, diminish refugee employment. The result is that educated Iranian refugees fare almost as poorly as uneducated Somalis — in stark contrast to the United States, where Iranian refugees eventually outperform native-born Americans.“
    http://www.cato.org/publications/commentary/lessons-integrating-syrian-refugees

    • Flüchtlinge sind dann eine Last, wenn sie in einen Wohlfahrtsstaat einwandern und nicht arbeiten dürfen, was du ja im englischen Text auch sagst. Wir haben einfach viel zu viele „Schutzregeln“. Das fängt mit dem Mindestlohn an, geht über Nichtanerkennung von Berufsabschlüssen weiter und hört mit Transfergeldern für Nichtarbeit auf.

      In diesem Dilemma befinden sich auch die Palästinenser, die im Libanon, Jordanien und anderen arabischen Staaten wohnen, dort nicht arbeiten dürfen und von der UNRWA seit 1949 unterstützt werden. Durch Nachkommen sind diese Flüchtlinge von 1949 auf 5 Mio. angewachsen und die UNRWA verwaltet mit über 30.000 Jobs jährlich 2,5 Mrd. Transfergelder. Etwas Unproduktiveres kann man sich kaum vorstellen.

      Im Vergleich dazu gibt es 10.000 Jobs und 4 bis 7 Mrd. für aktuell 60 Mio. Kriegsflüchtlinge, wozu auch Binnenflüchtlinge gehören, die innerhalb des Kriegslands geblieben sind.

      Zudem holen wir uns nicht aus wirtschaftlichen Gründen die Fähigsten oder aus humanitären Gründen die am stärksten Schutzbedürfigten, sondern lassen auch den „kriminelle Abschaum“ ins Land: „Serge Boret Bokwango, Mitglied der Ständigen Vertretung des Kongo bei den Vereinten Nationen in Genf (UNOG) veröffentlichte am 8. Juni einen offenen Brief auf der italienischen Nachrichten-Webseite „Julienews“: „Die Afrikaner, die ich in Italien sehe sind der Abschaum und Müll Afrikas Ich frage mich, weswegen Italien und andere europäische Staaten es tolerieren, dass sich solche Personen auf ihrem nationalen Territorium aufhalten“ ( http://www.krone.at/Nachrichten/.-Story-267689 )

  2. In dem ganzen Drama, dass sich derzeit abspielt, vor allem in den Herkunftsländern, sollte es darum gehen, möglichst vielen Menschen zu helfen und einen Beitrag zur nachhaltigen Stabilisierung der Herkunftsländer zu leisten! Im humanitären Flüchtlingsschutz hat die Frage, wie man das „zufließende Humankapital nutzen könnte“ keinen Raum. Mit Richard von Weizäcker: „Flüchtlinge sind Menschen, die uns brauchen; Einwanderung sind Menschen, die wir brauchen!“ Und brauchen die Herkunftsländer keine Ärzte oder Ingenieure?
    Danke, Katja, für die Darstellung, wie weit 17 Milliarden in dieser Misere helfen könnten. Das gilt erst Recht, wenn man bedenkt, wie verhältnismäßig wenig das deutsche Engagement eigentlich reicht:

    Warum eigentlich immer Syrien?
    Ja, da ist Krieg, seit nunmehr 5 Jahren, nicht erst seit Sept. 2015!
    158.657 von 441.899 Asyl-Erstanträgen wurden 2015 von Syrern oder Menschen gestellt, die sich als solche ausgeben. Hochgerechnet sollen 1/3 der registrierten „Flüchtlinge“ Syrer sein, also auf 1,1 Mio. registrierte „Flüchtlinge“ insgesamt zwischen 350.000 und 400.000 Syrer.
    Es sollen sich von rund 20 Mio. Syrern noch rund 15 Mio. auf syrischem Staatsgebiet aufhalten, rund 4,7 Mio. in den Anrainerstaaten: Deutschland rettet ziemlich wenige Syrer, und 1,1 Mio. von rund 60 Mio. Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befinden sollen, ist das auch kaum mehr als eine Zahnfüllung, wobei sich dann noch die Frage stellt, ob es sich hierbei um Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention handelt (Voraussetzungen des humanitären Flüchtlingsschutzes in D in den §§ 3, 3a … und 4 AsylG, vormals Asylverfahrensgesetz vorbildlich und dem völkerrechtlichen Konsens entsprechend in deutsches Recht umgesetzt, die für den Flüchtlingsstatus genauso wie das grundgesetzliche Asylrecht eine politische Verfolgung voraussetzen, während Kriegsflüchtlinge i.d.R. nur subsidiär schutzberechtigt sind (§ 4 AsylG); das grundgesetzliche Asylrecht ist nicht anwendbar; die Ablehnungsquote lag 2015 beim BAMF bei knapp 50%; die EU rechnet mit rund 60% Ablehnung).
    Wenn 1/3 Syrer sind, dann kommen 2/3 nicht aus Syrien. Auch dem völkerrechtlichen Konsens entspricht, dass die Binnenflucht vorzuziehen ist. (§ 3 e AsylG)

    Statt den Menschen vor Ort zu helfen http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/paul-collier-ueber-angela-merkels-fluechtlingspolitik-14068937.html, klopfen sich Menschen hierzulande auf die Schulter und bedienen ihre Sehnsucht/Selbstsucht an moralischer Überlegenheit, wenn sie sich nicht sogar steuerfinanziert am Kuchen der Asylindustrie eine fette Scheibe abschneiden.

    Und das Ganze ist auch nichts Neues: AUS DEM JAHR 2013 „Wir machen ihnen falsche Hoffnungen. Wenn wir die Möglichkeiten für junge Afrikaner ausbauen würden, etwa hier in Europa zu studieren, dann würden wir ihnen glaubwürdige Chancen bieten. Es ist lächerlich, dass die Europäische Union die Leute erst ignoriert und sie dann mit Rechten überschüttet, sobald sie einen Fuß auf den Strand von Lampedusa setzen.“ http://www.faz.net/…/entwicklungsoekonom-paul-collier…
    und http://diepresse.com/home/leben/mensch/674650/Asserate_Kappt-den-Despoten-die-Lebensschnur (2011) Da fing der Syrien-Krieg erst an!

  3. Mannnn……

    Wenn Uganda Flüchtlinge aus Afrika einwandern lässt, so handelt es sich faktisch um ihresgleichen und sie finden in Uganda fast die selben Bedingungen vor wie zu Hause. Wer nur wegen Sozialleistungen nach Uganda flüchtet, dürfte zudem einen ziemlichen Fehler begehen, das wissen sie in Afrika nämlich, darum flüchten ja auch fast alle nach Europa …..wo es doch derart viele Afrikanische Länder gibt.
    Es kann also durchaus sein das nach Uganda nur der bessere Teil kommt, während „der andere Teil“ lieber Europa ansteuert.

    Ich komme aus Bäuerlicher Familie.
    Hier in der Schweiz haben sie ersucht Eritreer als Erntehelfer an Bauern zu vermitteln.
    Mit vernichtendem Resultat. Kaum ein Bauer nimmt noch solche.
    Am dritten Tag schon verhandeln wegen mehr Lohn und wenn man ihnen dann sagt das hier erst mal ein paar Monate gut gearbeitet wird bevor das Thema ansteht, dann ist die Motivation schon bei Null.

    Es ist hier so, das man faktisch nur sehr wenige Migranten in Arbeit bringen kann, nach durchschnittlich 7 Jahren sind es immer noch …….. nur marginal wenige.
    Und selbst mit immensem Aufwand …..der in die 10-tausende Franken geht, schafft man nur gerade die flexibelsten in eine Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln.

    Es wäre wirklich angezeigt endlich die Realität anzuerkennen Herr Leske.

  4. Jeder Fortschritt in den Herkunftsländern der sog. „Flüchtlinge“ wird seit 3 Generationen umgehend in Bevölkerungswachstum umgesetzt.
    Das funktioniert nur „dank“ sog. „Entwicklungshilfe“ und der Machenschaften des internationalen, Sozial-Industriellen Komplexes.

    Diese „Hilfen“ sind umgehend einzustellen!

  5. Vom Februar 2016: „Ihr rettet die Falschen“: Oxford-Ökonom attackiert Merkels Flüchtlingskurs

    „Geld verteilen und europäischen Markt öffnen“
    Um eine düstere Zukunft abzuwenden, würde Collier einen anderen Weg einschlagen: Europa habe die Verantwortung, Staaten wie dem Libanon und Jordanien zu helfen. Diesen Ländern, die eine noch viel größere Zahl von Flüchtlingen aufnehmen, dürfe kein finanzieller Nachteil entstehen. Konkret bedeute das „Geld verteilen, Investitionen tätigen, Arbeitsplätze schaffen und den europäischen Markt für die Produkte dieser Länder öffnen“.
    Hoffnung, dass Europa einen solchen Weg einschlagen könnte, macht sich Collier kaum. „Deutschland hat die Hilfen für Jordanien vor zwei Jahren sogar halbiert“, stellt er resigniert fest.
    http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/die-heilige-gegen-die-rassisten-oxford-oekonom-attackiert-merkels-fluechtlingskurs-ihr-rettet-die-falschen_id_5283675.html

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