Katja heute bei Maischberger

Ich bin heute, am 06.04.2016, um 23:10 bei Maischberger in der ARD zu sehen. Wie bei Maischberger üblich, nehmen nicht alle Gäste sofort Platz; daher kann es gut sein, dass ich erst im letzten Drittel dazukomme. In jedem Fall bin ich dafür einen ganzen Tag beschäftigt, weil ich deshalb nach Köln und zurück fliegen muss.

12977233_10154092877507433_8887032630779092149_o
Quelle: Facebook Foto von Maischberger – Link zur Mediathek

Hier die Sendung in der Mediathek, ich bin erst ab Minute 46 dabei:

Mehr Einbrüche, mehr Kriminalität:
Kann der Staat uns noch schützen?

Die Ankündigung:

Unter den Gästen Katja Triebel: „Wer sich unsicher fühlt, muss das Recht haben sich zu verteidigen“, sagt die Inhaberin eines Waffengeschäfts. Viele ihrer Kunden fühlten sich von der Polizei nicht ausreichend geschützt. „Da beruhigt eine Schreckschusspistole oder ein Pfefferspray unheimlich“, berichtet Katja Triebel, die sich für ein liberaleres Waffengesetz einsetzt. „Der Gesetzgeber sollte alle Anstrengungen unternehmen, um Gewalttäter zu entwaffnen, statt den Waffenbesitz gesetzestreuer Bürger einzuschränken“, sagt die Waffenlobbyistin.

Weitere Gäste sind Marijke Amado (Moderatorin und Einbruchsopfer), Sebastian Fiedler (Bund Deutscher Kriminalbeamter), Stefan Studt (SPD, Innenminister Schleswig-Holstein), Siegfried Massat (ehemaliger Berufseinbrecher) und Jürgen Behr (Pfarrer und Einbruchsopfer).

Update – jetzt mit Presseschau

Die Aussagen der anderen Gäste findet man in der Ankündigung der Sendung

Die GRA macht zur Sendung ein Gewinnspiel: hier klicken!

Wir haben das Thema Einbrecher bei der GRA bereits häufig behandelt. Wer Interesse hat, kann das hier nachlesen: Klick

Pressekritik:

TV-Kritik „Maischberger“Kann der Staat seine Bürger noch schützen?

Handlungsfähigkeit des Staates

Die Politik muss aufpassen, dass eine Debatte darüber nicht die Folgen hat, die Katja Treibel formulierte. Sie betreibt ein Waffengeschäft in Berlin und berichtete über die spürbare Verunsicherung der Bürger in den vergangenen Monaten. Die Nachfrage nach Eigensicherung durch die Anschaffung erlaubter Waffen, wie Pfefferspray, habe sprunghaft zugenommen. Frau Treibel plädierte für eine Liberalisierung des restriktiven deutschen Waffenrechts, um den „verantwortungsbewussten Bürgern“ die Möglichkeit zur Selbstverteidigung zu geben.

Studt und Fiedler wiesen auf das Eskalationspotential dieses Ansatzes hin, der gerade nicht zu dem führt, was man sich von ihm verspricht: mehr Sicherheit. Das Gegenteil wäre zu erwarten, wie nicht zuletzt die Erfahrungen in Amerika dokumentieren. Erlebnisse wie die des über Stunden von seinen Peinigern misshandelten Pfarrers Behr aus Remscheid, müssen allerdings die Ausnahme von der Regel bleiben. Und eben nicht in der Perspektive der Bürger zur Regel selbst werden, die als abstrakte Bedrohung ihre Lebenswelt bestimmt.

Einbrüche und Gewaltkriminalität hat es schon immer gegeben. Aber erst durch den Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des Staates kommen die Bürger auf die Idee, sich wie Frau Treibel um ihre Sicherheit selbst kümmern zu müssen. Das Ausweichen in Sicherheitsoasen ist nämlich für die meisten Bürger zumeist keine Alternative. Um das zu wissen, braucht man zum Glück noch nicht einmal die Daten einer Anwaltskanzlei aus Panama. Dafür reicht eine Talkshow.

FAZ vom 07.04.2016

„Maischberger“: Mehr Einbrüche, mehr Kriminalität – Kann der Staat uns noch schützen?

Katja Triebel, Inhaberin eines Waffengeschäfts. Sie fordert, dass jeder „zuverlässige“ Bürger Waffen besitzen darf, wohl auch aus wirtschaftlichem Interesse. Der Verkauf von Elektroschockern und Pfefferspray sei rasant gestiegen, erzählt sie. „Insbesondere nach Köln kamen mehr Kundinnen.“

Triebel spielt auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln an. Dabei seien Elektroschocker schon seit Oktober ausverkauft.

Ihr dient Österreich als Vorbild: Dort seien ab 18 Jahren Schrotflinten erlaubt. Sie wünscht sich das auch für Deutschland, freilich nach vorangegangener Eignungsprüfung von Waffenbesitzern.

Web.de vom 07.04.2016

Kriminalitäts-Talk bei Maischberger

Als Waffenverkäuferin Triebel zu der Runde stößt, springt doch noch das Zoff-O-Meter an.

In Österreich könne sich jeder 18-jährige eine Schrotflinte kaufen, sagt sie, warum nicht auch hier?

Die Runde nimmt sie sofort unter Feuer: „Unvernünftig! Grotesk!“, ruft der Polizist. „Wenn man eine Waffe hat, ist man geneigt, sie einzusetzen“, warnt der Pfarrer. „Das wird zum Wettrüsten.“

Und im Zweifel schießt der Verbrecher immer schneller als der brave Bürger.

BILD vom 07.04.2016

Warum der Knast für Einbrecher die beste Schule ist

Sind die Auflagen für Waffenbesitz zu hoch?

Gegen Ende wurde Katja Triebel in die Runde gebeten. Die Inhaberin eines Waffengeschäfts sollte die Runde mit Forderungen nach einer Auflockerung des Waffengesetztes noch mal aufmischen. Der Schuss ging jedoch im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los.

Ohne erkennbare Strategie setzte Triebel den Fluss der Sendung fort und argumentierte hauptsächlich mit vagen Einzelfallbesprechungen. So hätten etwa Kinder aus Jägerfamilien einen ungezwungeneren Bezug zu Waffen, und in Österreich sei der Erwerb von Schrotflinten ja schließlich auch erlaubt. „Ich verstehe nicht, warum das hier alles anders läuft“, meinte Triebel. „Die Auflagen, um eine legale Waffe besitzen zu dürfen, sind einfach zu hoch.“

Weder Fiedler noch Studt hatten nach diesen etwas wahllosen Ausführungen Lust, sich mit Triebel auf eine kontroverse Diskussion zum Waffenrecht einzulassen, und bügelten das Thema kurzerhand ab. Man müsse über Justiz und Polizei diskutieren, bekräftigte Fiedler: „Die Bürger zahlen Steuern und haben ein Recht auf Schutz.“ Ein gegenseitiges Aufrüsten führe nur zu einer gesellschaftlichen Gewaltspirale. Obligatorisch nannte er natürlich auch die USA als abschreckendes Beispiel.

Am Ende blieb dem Zuschauer vor allem die Erkenntnis, dass man in einer kurzweiligen Talkrunde ein brisantes Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft auch einfach wegplaudern kann.

Die Welt vom 07.04.2016

Maischberger: Deutschland, ein Eldorado für Einbrecher

Lösungsvorschlag 3: Mehr Waffen

War sich die Maischberger-Runde bis hierhin weitestgehend einig, kam gegen Ende der Sendung dann doch noch einmal eine Kontroverse auf. Waffengeschäft-Inhaberin Katja Triebel gesellte sich in die Runde und meinte: „Schusswaffen in den richtigen Händen können Leben retten.“ Sie plädierte für ein liberales Waffengesetz wie es etwa Österreich hat. Dort darf jeder Bürger ab 18 Jahren eine Schrotflinte besitzen, in Deutschland sind nur Schreckschusswaffen sowie Elektroschocker und Pfefferspray erlaubt. Doch Triebel stieß mit ihrem Vorschlag auf geschlossene Kritik. „Das wäre absolut kontraproduktiv“, sagte Massat: „Der Täter ist schneller als Sie.“ Dem pflichtete auch Pfarrer Behr bei, der seinen Peinigern damals liebend gerne „mit der Schaufel vors Knie gehauen“ hätte. „Doch das hätte mich selbst in Gefahr gebracht. Die Sekunde, die ich zögere, zögert der Täter nicht.“

Berliner Morgenpost vom 07.04.2016

Waffenhändlerin bei „Maischberger“ „Legale Schusswaffen im Haushalt sind keine Gefahr“

In der letzten halben Stunde kommt eine Berliner Waffenhändlerin zu Wort. Gedanken an die US-Waffenlobby drängen sich bei ihren Äußerungen auf. Diese argumentiert, mehr Waffen würden für mehr Sicherheit sorgen.

Und weit ist auch Katja Triebel davon nicht entfernt: „Legale Schusswaffen im Haushalt sind keine Gefahr“, sagt sie.

Polizist, Innenminister und sogar Ex-Einbrecher schütteln mit dem Kopf. Osteuropäische Einbrecher würden nicht lang fackeln und eine Waffe zu ihrem Tatort mitbringen, wenn sie wüssten, dass der Hausherr bewaffnet sei, sagt der ehemalige Kriminelle. Und die Profis seien schneller am Abzug als Privatleute mit einer Gaspistole.

Trotzdem findet die Waffenhändlerin das Konzept in Österreich nicht schlecht. Hier können 18-Jährige eine Schrotflinte kaufen. Ein Hinweis von Sandra Maischberger, dass der Amokläufer von Winnenden das Gewehr seines Vaters benutzt habe, also auch eine frühe Gewöhnung der Kinder an Waffen die Gefahr nicht verringere, fruchtet bei der
Besitzerin des Waffenladens nicht. „Der Junge war ja wohl auch leidenschaftlicher
Tischtennisspieler.“ Das sei ja schließlich auch kein Heranführen an die Waffen.

Verstanden hat das auf Maischbergers Sofa niemand.

MZ vom 07.04.2016

„Maischberger“-Talk zu Kriminalität:“Deutschland ist Eldorado für Einbrecher“

Ablehnung für die Waffenlobbyistin

Von jener Idee, die dann noch ins Spiel gebracht wurde, ließ sich das eindeutig nicht behaupten – und das war auch gut so, muss man wohl sagen. Unter dem Motto „Deutschland rüstet auf“ präsentierte Maischberger die Berlinerin Katja Triebel, die nicht nur Inhaberin eines Waffengeschäfts ist, sondern sich auch in ziemlich irritierender Weise als Waffenlobbyistin zu erkennen gab.

In großer Ausführlichkeit durfte sie über den Nachfrage-Boom bei einschlägigem Gerät „nach Köln“ berichten, vor allem aber die Gelegenheit nutzen, um ein unverblümtes Plädoyer für eine Liberalisierung des deutschen Waffenrechts zu halten mit dem Ziel, möglichst jedem unter gewissen Auflagen den Schusswaffenerwerb zu garantieren.

Die Ablehnung war ebenso vehement wie einhellig, vor allem auch seitens der beiden anwesenden Opfer. Der Kriminalbeamte mit Blick auf die amerikanischen Verhältnisse: „Eine groteske Argumentation.“ Minister Studt: „Kein Diskussionsthema.“ Und auch Fachmann Massat warnte entschieden: Gewaltbereite Einbrecher (die ohnedies nicht die Regel seien) würden immer zuerst schießen.

Nur Maischberger versuchte unverdrossen und auch durch letztlich sinnfreie (weil hypothetische) Fragen herauszufinden, ob sich der Selbstbewaffnung nicht vielleicht doch irgendetwas abgewinnen lasse. Dass ihr das nicht gelang, gehört zum Positiven dieser Sendung, die zum Glück dann doch nicht hielt, was sich die Gastgeberin laut Ankündigung womöglich von ihr versprochen hatte.

Spiegel vom 07.04.2016

21 Gedanken zu “Katja heute bei Maischberger

  1. Hallo Katja,

    sicherlich wird es wieder auf das Thema „Gewaltmonopol“ kommen. Mich als Rechtsanwalt ärgert immer wieder, auf welche Art viele Politiker und die Polizei den Begriff auslegen, wenn es um Waffen in der Bevölkerung geht.

    Staatliches Gewaltmonopol bedeutet z.B., dass es im Bereich Strafrecht/öffentliche Sicherheit dem Staat vorbehalten ist, repressiv vorzugehen, also beispielsweise Täter zu verfolgen und zu bestrafen. Auch in sonstiger Hinsicht ist Selbstjustiz verboten, also z.B. bei der zwangsweisen Durchsetzung von Ansprüchen (da müssen eben Gerichte und die Vollstreckugsorgane bemüht werden).

    Mit dem Recht des Einzelnen auf Verteidigung seiner Individualrechtsgüter in einer gegenwärtigen Angriffssituation hat das aber nichts zu tun, wird aber immer wieder als Scheinargument damit in Verbindung gebracht!

    Dementsprechend sieht unsere Rechtsordnung sogar ein im internationalen Vergleich sehr weitgehendes Notwehrrecht vor! Der Gesetzgeber, der dieses Notwehrrecht in Ansehung des Gewaltmonopols geschaffen hat, tat das aus gutem Grund: Weil der Staat in aktuen Fällen fast nie rechtzeitig wirksame Hilfe leisten kann und der Bürger sich dann selbst helfen können soll. Dieses Notwehrrecht, welches letztlich sogar als Ausfluss unserer Grundrechte garantiert ist, wird jedoch faktisch dadurch massiv ausgehöhlt, dass dem Einzelnen vom Staat immer weiter sämtliche Möglichkeiten einer effektiven Verteidigung genommen werden, während die Verbrecher (selbstverständlich illegal) immer besser bewaffnet sind. Bei solch einem Ungleichgewicht wird das Notwehrrecht irgendwann zur Farce.

    Dass Teile von Politik und Polizei das Notwehrrecht schon lange als nicht mehr existent ansehen, wird dadurch deutlich, dass man zunehmend den Ratschlag vernimmt, doch auf Selbstverteidigungsmittel am besten in Gänze zu verzichten. Wir sollen vor der Kriminalität kapitulieren und uns dem Schicksal als „Opfer“ fügen. Würde Notwehr tatsächlich mit dem Gewaltmonopol kollidieren, müsste man in der Konsequenz das Notwehrrecht abschaffen. Dass das aber verfassungswidrig wäre, weiß wohl jeder. Daher wird nun versucht, das de facto über die Hintertür zu machen.

    Es ist nicht nur so, dass ich dazu nicht bereit bin, das zu akzeptieren. Ich halte auch das derzeitige Geschehen für verfassungsrechtlich höchst problematisch. Wenn der Staat offensichtlich immer weniger in der Lage ist die Bürger effektiv zu schützen und seinem Auftrag aus Art. 2 II 1 GG nachzukommen, dann muss dem individuellen Notwehrrecht wieder eine höhere Bedeutung zukommen und den Bürgern auch wieder vereinfacht die Mittel gegeben werden, welche ihnen selbst eine effektive Verteidigung ermöglichen. Entzieht man den Bürgern beides, wird der Staat seinem Schutzauftrag möglicherweise nicht mehr gerecht.

    Viele Grüße,
    MV

    • Lieber MV,

      das freut mich sehr, dass es noch Anwälte gibt, die einen klaren Verstand besitzen. Was mich persönlich vor allem aufregt, ist die Tatsache, dass Gerichte immer vermehrt von einem Bürger in einer Notwehrsituation, sogar in Todesangst, verlangen, die „Verhältnismäßigkeit der Mittel“ abzuwägen. Der eigentliche Sinn dieser Verhältnismäßigkeit, so wie ich ihn als juristischer Laie verstehe, dass ich einem jugendlichen, der mir vom Baum einen Apfel klaut, eben nicht ne .30-06 in den Rücken jage, wird immer mehr zum Täterschutz umgedeutet. Für mich als Bürger sieht das aber intuitiv so aus, dass jemand, der einen rechtswidrigen Angriff auf Leib und Leben eines anderes ausübt, im Rahmen der Notwehraktion sein Recht auf körperliche Unversehrtheit größtenteils verwirkt hat. Vielleicht können Sie ja als Fachmann dazu ein paar Worte verlieren, wenn Sie Interesse haben. Besten Dank.

      • Danke, ich bin nicht nur Anwalt, sondern auch „Hobby-Politiker“ – sogar einer der sogenannten etablierten Parteien.

        Das Thema Notwehr ist für Laien oft schwer zu verstehen, allerdings geht es grds. nicht um Verhältnismäßigkeit, da es eine Verhältnismäßigkeitsprüfung im deutschen Notwehrrecht nicht gibt (was aber vor allem in der Presse oft falsch dargestellt wird). Was es gibt, das ist die Frage der Gebotenheit, was das Verständnis deutlich erschwert.

        Am Anfang steht die Frage des gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffes auf ein Individualrechtsgut. Letzteres schließt also die Notwehr zugunsten reiner Gemeinschaftsrechtsgüter aus (z.B., wenn der „Angreifer“ zu schnell fährt oder meinetwegen auch mit illegaler Waffe sichtbar im Holster durch die Stadt läuft, ohne jemanden konkret zu bedrohen). Das ist dann Sache des staatl. Gewaltmonopols. Gegenwärtigkeit fehlt, wenn der Angriff schon beendet ist. Ist also der Einbrecher schon ohne Beute auf der Flucht, liegt kein gegenwärtiger Angriff mehr auf mein Eigentum vor. Anders, wenn er mein Eigentum noch bei sich hat, also er noch versucht, die Beute zu sichern. Dann ist der Angriff noch gegenwärtig.

        Geboten zudem nur die Verteidigung, die geeignet und erforderlich ist. Während die Geeignetheit meist kein Problem darstellt (selbstverständlich ist in den meisten Fällen der Schusswaffeneinsatz grds. geeignet, um den Angriff zu stoppen), ist die Erforderlichkeit oft schwierig und wird von Laien mit einer Verhältnismäßigkeitsprüfung verwechselt. Erforderlich ist nämlich nur das mildeste unter den potentiell gleich geeigneten Mitteln. Es muss also geschaut werden, welche Mittel dem Angegriffenen in der konkreten Notwehrsituation zur Verfügung stehen und davon ist dann das mildeste zu wählen. Das kann auch in der Hand des Angegriffenen selbst liegen: Hat er Pfefferspray und eine Waffe griffbereit, wird aber vom körperlich überlegenen Täter mit bloßen Händen angegriffen, wird potentiell beides zur Abwehr geeignet sein, sodass das Pfefferspray milder ist. Hat er aber nur die Waffe, ist auch deren Einsatz erforderlich. Man könnte also sagen: Wer einen Einbrecher im Haus hört, sollte also ggf. nur die Waffe zur Hand nehmen, nicht aber auch noch das Pfefferspray in die Hosentasche stecken und es somit griffbereit haben, was die Notwehr erschweren könnte.

        Nun geht die Rechtsprechung bei potentiell tödlichen Mitteln (Messer, Schusswaffen) davon aus, dass üblicherweise schon ein Androhen bzw. ein Warnschuss geeignet ist, den Angriff zu stoppen, sodass dies vorauszugehen hat (also wieder eine Frage der Erforderlichkeit). Bleibt dafür keine Zeit oder ist der Angreifer auch bewaffnet, ist eine Androhung nicht mehr gleich geeignet (wohl eher ungeeignet), sodass sofort voller Gebrauch der Waffe erforderlich ist.

        Wie sich hieran zeigt, wird die Verhältnismäßigkeit nicht geprüft. So hat der BGH schon genug Personen freigesprochen, die einem flüchtenden Einbrecher als einzige Möglichkeit diesen zu stoppen in den Rücken geschossen hatten, da dieser noch die Geldbörse des Opfers dabei hatte. Das sieht unsere Rechtsordnung grds. vor. Anders ist es natürlich, wenn der Einbrecher lediglich noch ohne Beute flüchtet, da dann kein gegenwärtiger Angriff mehr vorliegt.

        Dass in Deutschland das „Castle Law“ zumeist als nicht existent gesehen wird, hat auch obige Gründe. Grundsätzlich dürfte man einen Hausfriedensbruch durch wissentlich unberechtigten Zutriff auf das eigene Grundstück auch mit Waffengewalt beenden. Bloß wird der Waffeneinsatz (jedenfalls über eine Androhung hinaus) üblicherweise nicht erforderlich sein, weil genügend andere geeignete Möglichkeiten der Abwehr zur Verfügung stehen, ohne dass wesentliche Rechtsgüter aufgegeben werden müssten. Sollte ein Fall denkbar sein, in dem tatsächlich keine andere Möglichkeit bestünde, wäre aber selbstverständlich auch der Einsatz von Waffen zulässig.

        Eine Ausnahme macht die Rechtsprechung gleichwohl: In Fällen sogenannter „krasser Missverhältnisse“ der Rechtsgüter wird von einer Unzulässigkeit der Notwehr ausgegangen (was der Gesetzeswortlaut so aber eigentlich nicht hergibt). Schulbeispiel ist der Einsatz tödlicher Gewalt gegenüber demjenigen, der z.B. einen Apfel vom Baum klaut. Wo genau die Grenze liegt, ist nicht genau geklärt. Bei dem mit nur geringwertigen Sachen (bis ca. 50€) flüchtenden Einbrecher liegt wohl ein krasses Missverhältnis vor, für den Fall eines mit (soweit ich mich gerade erinnere) 2.000€ flüchtenden Einbrechers hat die Rechtsprechung die Notwehr bejaht.

        Wie man sieht, ist unser Notwehrrecht also keinesfalls schwach, sondern reicht über das der USA z.B. weit hinaus, wo üblicherweise tatsächlich ein Angriff auf das Leben vorliegen muss. Es ist nur stark differenziert gestaltet und damit schwer zu verstehen, m.E. aber auch sehr durchdacht und eines der besten weltweit.

      • Ich hatte über Notwehr im deutschen und amerikanischen Recht anhand des Garagenhoppers in Montana geschrieben:
        https://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/2014/05/01/castle-doctrine-wird-in-deutschland-falsch-interpretiert/

        Der Rentner, der dem flüchtenden Einbrecher hinterher schoss, wurde verurteilt, obwohl Staatsanwalt und Verteidigung auf Freispruch plädierten. Der Prozess wurde ihm auch nur gemacht, weil die Familie des Einbrechers Mahnwachen vor dem Haus hielten.

        In diesem Fall hatte die Justiz versagt und sich der öffentlichen Meinung gebeugt, was in Deutschland schon häufig passiert ist.

    • Herzlichen Dank für diese ausführliche Antwort. Das ist deutlich verständlicher als jeder Wiki-Artikel hierzu. Ich werd mir das mal in Ruhe zu Gemüte führen.

      Grüße

    • Ja es ist offenkundig immer weider erforderlich zu erklären dass das Gewaltmonopol zu hoheitlichem Handeln berechtigt und „Gewalt“ in Form des UZ vorkommt….

      Auch das bei der Notwehr eine normierte Güterabwägung nicht machbar oder gar geboten ist, hat sicher mit der welt- und rechtsfremden Grundeinstellung vieler Medienvertreter zu tun.

      Zudem ist die 4. Gewalt offenkundig etwas begriffsstutzig wenn es darum geht die Rechtfertigung des Gewaltmonopols auch anhand der tatsächlichen Verhältnisse zu prüfen! Ein Staat der nicht wenigstens einhinreichendes Maß an Sicherheit bieten kann, delegitimiert sich selbst!

  2. Einbrecher schiessen immer zuerst? Wollen wir mal wetten? Aber sicherlich hat er da irgendwo Recht, den die Schurkenbande hat ja nichts zu verlieren. Der unbescholtene.Bürger bei unserer Rechtssprechung schon. Immer die scheiss platten Behauptungen, einfach zum kotzen! Aber egal, die trauen sich garnicht mal eine Diskusionsrunde auf Augenhöhe, z.b. drei gegen drei zu machen!

    • Das ist in der Tat Unsinn. Auch wenn ein Einbrecher oft strafrechtlich nicht viel zu verlieren hat, am Leben hängen sie auch. Und wenn sie wissen, dass das Opfer Waffen hat, dann muss im Haus schon etwas sein, das es rechtfertigt, dieses Risiko einzugehen. Wer also große Werte im Haus hat und gezielt ausgesucht wurde – der wird sich schwerlich schützen können. Aber beim Normalbürger, der zufällig ausgewählt wird, werden die meisten Einbrecher dem aus dem Weg gehen.

  3. Moin Frau Triebel,
    habe mit die Sendung angesehen und war positiv überrascht welche Fragen Frau Maischberger
    stellte.
    Ihre Standpunkte sprechen mir „aus der Seele“, danke für Ihr engagement.
    Freundliche Grüße
    C: D.

    • Frau Maischbergers Team hat sich intensiv mit meinem Blog auseinandergesetzt und meine Argumentation verstanden.

      Und auch wenn Frau Maischberger diese Argumentation nicht teilt, hat sie – wie Journalisten es immer tun sollten – nicht gewertet, sondern nachgefragt.

      Dass diese journalistische Tätigkeit bereits zu Hurrah-Rufen führt, zeigt nur, dass es um die sonstige TV-Talkshow-Landschaft (siehe Lanz mit Knopf im Ohr und Einklatscher für das Publikum) in unserem Land schlecht bestellt ist.

      Ich bin aber Frau Maischberger sehr dankbar für ihre journalistische Tätigkeit der Nachfrage.

  4. Die übliche Reaktion der Presse. Während man Feiglingen den Hof macht und ehemalige Verbrecher zu Experten klittert, wird der echten Expertin alles im Munde verdreht, man stellt sich dumm und taub und denunziert mit dümmlichen Whataboutisms und guilt by association.
    Dabei war das große Fazit doch eindeutig: die Entscheidungsträger salbadern lieber in vulgärer Selbstherrlichkeit und forcieren potentielle Opfer in die Rolle eines entmündigten Stückes Schlachtvieh, statt mündige Bürger auch als solche zu behandeln. Die eigene Inkompetenz wird auf die Allgemeinheit projiziert und so nimmt ein hysterischer Pfarrer mit einer Schaufel sich als Maßstab für trainierte Sportschützen und Jäger – das ist absurd, infantil und einer öffentliche Debatte nicht würdig.

  5. Hello Katja,

    I’m always following your news articles with interest and although it is difficult we appreciate you fighting for us.

    Do you have any news on what the EU are trying to do since the last meeting in early April.

    Do you know if any legal action can be taken against the EU – our guns were legally bought with money that was taxed.

    Regards, Mark

  6. Nun ja. in den USA hat man Umfragen bei Gefängnisinsassen durchgeführt.

    Resultat :
    Einbrecher die wussten das der Hausherr anwesend und bewaffnet ist, bliesen ihr Vorhaben in der Regel ab. Die Waffe im Haus war für diese Kriminellen das zentrale Argument gegen einen Einbruch.

    Aber es gibt da einen Unterschied………….
    Notwehr ist in den meisten US-Bundestaaten wesentlich vernünftiger geregelt wie in Deutschland.

    In den USA darf auf den Einbrecher geschossen werden, in Deutschland führt das immer zu einem Verfahren, bei den die Richter meistens klar gegen den eine Notwehr beanspruchenden, eingestellt sind.

    Man ersieht das an den teilweise absurden Prozessergebnissen in Deutschland.

    Eine Waffe als Notvorsorge kann ihren Zweck nur erfüllen wenn die Notwehr auch vernünftig geregelt ist, ja wenn sie erlaubt und sogar als Nützlich angesehen wird.
    Wenn ein Hausherr erst selber angeschossen sein muss …….bevor er sich wehren darf, ist das ganze natürlich Sinnlos.

  7. Nun, ich beginne in meinem Umfeld den Schießsport als normales Hobby darzustellen. Da gibt es noch ganz viel Unverständnis. Aber je öfter ich darüber berichte, umso normaler wird zumindest das Thema an sich. Waffen und Selbstschutz haben da noch eine andere Qualität. Ich bin seit meiner Kindheit in der Kampfkunst zu Hause. Der Umgang mit Schwert, Sai und Escrimastock erscheint durchaus legitim und in der Gesellschaft akzeptiert.
    Die logische Folgerung aus der Beschäftigung mit der Selbstverteidigung ist der Blick auf die Schusswaffe.
    In der Öffentlichkeit hat das leider eine ganz andere Akzeptanz.
    Während viele Menschen dem Umgang mit dem scharfen Schwert noch etwas edles abgewinnen, stösst der Umgang mit Schusswaffen regelmäßig bei unbedarften Menschen auf völliges Unverständnis.
    Ich habe meinen Umgang mit Schusswaffen, dem Unverständnis meiner Umwelt geschuldet, regelmäßig für mich behalten. Das mache ich nun nicht mehr so. Schießsport muss gesellschaftsfähig bleiben, bzw. wieder werden.
    Während die Medien wiederholt von fehlender Zivilcourage berichten, wünschen sich Gewaltopfer natürlich Hilfe durch couragierte, möglichst durchsetzungsstarke Menschen.
    Allerdings dann, öffentlich betrachtet, möglichst ohne die Anwendung von Gewalt…
    Selbstverteidigung und Selbstschutz degeneriert in unserer Gesellschaft, obwohl durch unsere Gesetze eindeutig gestützt, eher zur Straftat.
    Das Führen von Schusswaffen durch unbescholtene Bürger, stößt angesichts dieser traurigen Entwicklung leider zur breiten Ablehnung durch uninformierte und durch einseitige Berichterstattung der Medien geprägte Bürger.
    Dass Attentate durch beherztes Eingreifen von bewaffneten Bürgern eventuell eingedämmt werden könnten, glauben die meisten Mitmenschen nicht. Die Mitbürger sehen da eher ein Wildwestszenario, wenn sie an bewaffnete Mitmenschen denken.
    Zudem glaubt die breite Masse, dass der normale Polizist auf der Straße ein so immens hohes Ausbildungsniveau an der Schusswaffe hat, welches ein Laie nicht erreichen kann.
    Jeder Sportschütze weiss, was ich hier meine….
    Leider liegen die politischen und die damit verknüpften, großwirtschaftlichen Interessen mitnichten bei einem selbstbewussten, wehrhaften Bürger. Ein solcher Bürger scheint für die Vertreter dieser Interessen eher gefährlich als förderlich.
    Deshalb werde ich gezielt und entschlossen wählen und in meinem Umfeld der umsichtige und verantwortungsvolle, waffenbesitzende Bürger sein, der an der Basis Aufklärungsarbeit durch Vorleben leistet.

    • Sehr richtig, ich gehe damit auch offen um, dass ich Waffen habe. Und ja, die meisten Menschen haben gar nicht solche Vorbehalte, wie einige das glauben. Bei Männern stellt man ohnehin fest, dass die sich recht aufgeschlossen zeigen. Ausnahmen sind oftmals eher aus dem linken/grünen Milieu, aber mit denen habe ich eher wenig zu tun. Frauen sind oft zunächst skeptischer, aber ich mache es so, dass ich z.B. bei Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen, wenn die bei uns sind und das Gespräch fällt darauf, aktiv Aufklärungsarbeit leiste und wenn möglich auch mal eine Pistole hole und denen in die Hand drücke.

      Da sind dann anfangs schon Berührungsängste, aber man merkt meist, dass die Neugier siegt und die Leute plötzlich, wenn sie so etwas in der Hand haben, doch ganz fasziniert und interessiert sind. Das hat auch was mit Desillusion zu tun, denke ich. Für die meisten sind die bösen Waffen weit weg, stellen irgendetwas mystisches dar, das eine böse Aura umgibt oder so… Und wenn sie dann plötzlich eine in der Hand halten merken sie, dass es ja doch nur ein Gegenstand ist, der ihnen zwar vielleicht respekt einflößt, aber der nicht beißt, wenn man ihn anfasst.

      Wichtig finde ich aber auch, dass Waffenbesitzer ein Gesicht bekommen. Manche denken doch, dass nur irgendwelche „Verrückten“ oder „komische Leute“ sowas haben. Wenn die dann sehen, dass gesellschaftlich angesehene Personen welche haben, dann hilft das definitiv, um Vorurteile zu beseitigen.

      Aber wie gesagt, wirklich negative Reaktionen gibt es kaum, wenn man sich nur nicht versteckt. Und gerade in den letzten Monaten merke ich überwiegend von Männern ein ganz starkes Interesse dahingehend, dass Fragen kommen, wie man denn solch eine Erlaubnis überhaupt bekommt. Die gesellschaftliche Akzeptanz steigt auf jedem Fall wieder, so sehr die Medien auch versuchen, ganz obrigkeitshörig eim anderes Bild zu streuen!

      Meine Frau jedenfalls, die früher nichts mit Waffen anfangen konnte, findet es inzwischen gut und beruhigend, welche im Haus zu haben, kommt zwischendurch gerne mal mit zum Schießstand (schießt auch wirklich gut!) und vertritt meine Ansicht zu dem Thema. Bei meinem jüngsten Neuzugang war ihre erste Frage, ob sie denn damit auch mal schießen dürfe. Und für manch einen Leser sei vielleicht noch erwähnt, dass wir absolut zur politischen Mitte gehören und nicht zu den neuerdings sogenannten „Rechten“.

      • „Wichtig finde ich aber auch, dass Waffenbesitzer ein Gesicht bekommen.“

        Genau das ist das Entscheidende. Ich werde demnächst meinen Jagdschein machen und spreche da auch ganz offen darüber, und ich bin überrascht, wie vernünftig auch die Leute aus meinem Freundeskreis reagieren, die ziemlich links sind. Da ist zwar zuerst so eine Reaktion, die irgendwo zwischen Verwunderung und Ekel anzusiedeln ist, aber die Neugier siegt dann relativ schnell.

      • Ich glaube, dass die momentane mediale Aufmerksamkeit und die öffentliche Diskussion der Sache dienlich sind und die Akzeptanz von Schusswaffen in der Bevölkerung steigern werden. Das gilt insbesondere für die deutlich gestiegene Nachfrage, von der inzwischen jeder weiß.

        Menschen neigen dazu, sich den gesellschaftlichen Konventionen und Normen anzupassen. Verhalten, welches gesellschaftlich geächtet ist, ist meist etwas für Außenseiter – und wer will das schon sein?! Waffenbesitz wurde bislang eher skeptisch betrachtet, weshalb damit viele hinter’m Berg hielten, um nicht als Außenseite zu gelten. Das führte zumindest dazu, dass die Akzeptanz scheinbar (!) geringer war, als sie es tatsächlich war – eine deutliche Divergenz zwischen Tatsächlichem und der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

        Durch die jetzigen Verkaufszahlen etc merken die Menschen, dass sie eigentlich in guter Gesellschaft sind und es okay ist, sich für Waffen zu interessieren. Sobald ein Verhalten also nicht mehr als geächtet wahrgenommen wird, werden die Leute plötzlich aufgeschlossen.

        Man hat das auch an den Tempolimit-Diskussionen gesehen. Noch vor 10 Jahren glaubte man die freue Fahrt schon fast passé. Inzwischen ist die Diskussion vom Tisch, die PS-Zahlen der Neuzulassungen steigen stetig – und eine Mehrheit ist inzwischen klar gegen ein Tempolimit (das sah mal anders aus)! Und passiert deshalb mehr? Nein, ich habe sogar den Eindruck, dass auf den Autobahnen immer umsichtiger gefahren wird!

      • Genau. Was ich auch festgestellt habe, ist, dass man die Leute sehr schnell von der Sinnhaftigkeit einer Waffe überzeugen kann, wenn man sie fragt, was sie denn lieber bei sich haben würden, wenn sie in eine Situation geraten, in der sie sich gegen eine Gruppe von 10 aggressiven Personen verteidigen müssen:
        a) ein iPhone, um die Polizei zu rufen, was ihnen aber schon abgenommen wird, bevor es in der Notrufzentrale klingelt, und falls der Anruf doch durchkommt, ist die Polizei erst da, wenn man reglos da liegt.
        b) eine 9mm-Pistole mit 17-Schuss im Magazin

        Ich kenne niemanden, der ein iPhone nehmen würde. Die meisten Waffengegner glaub ich, würden aber die Antwort auf die Frage schlichtweg verweigern, und sowas sagen wie „In so ’ne Situation komm ich eh nie“, ganz Hartnäckige würden sogar ehrlich sagen „Die Pistole, und trotzdem bin ich dagegen, dass jeder Waffen haben darf.“, andere würden vielleicht sogar ganz prinzipiell und sagen „Das ist eben der Preis der Sicherheit, dass sowas passieren kann.“ und dann merkt man: intuitiv wissen sie genau, dass ihnen die Pistole hier das Leben rettet, aber ihre Sozialisation lässt es nicht zu, sich einzugestehen, dass Waffen in den Händen der „Richtigen“ mehr Gutes als Schlechtes bewirken.

  8. @ Dipl. Comp.,

    Ihre Frage ob iPhone oder Kurzwaffe ist garnicht so leicht zu beantworten. Es ist hinsichtlich der Wirkungsbeurteilung sehr problematisch in so einem Szenarion der KW eine Schutzwirkung absolut zuzusprechen. Denn diese existiert so nicht.
    Vielmehr müssen sowohl der KW-Führende wie auch die 10 Aggressoren von der Wirkung überzeugt sein! Das bedeutet beide Seiten überschätzen die tatsächlcie Wirkung erheblich!

    Denn eine solche Gruppe wird sich in relativ geringer Distanz aufhalten, je nach Anordnung auch recht aufgelockert. Selbst auf 10 -15 m stehen die Wahrscheinlichkeiten schlecht mit 17-18 Schuss diese Gruppe bei einem entschlossenen Angriff aufzuhalten. Denn die Wahrscheinlichkeit auf kurze Distanz einen Wirkungstreffer auf ein sich bewegendes Ziel zu erreichen liegt bei 1 Schuss bei ca. 15%, und ich rede nur von den Treffern, nicht den abgegebenen Schüssen.

    Um eine „Abwehrwahrscheinlichkeit“ von rund 50% zu erreichen, benötigen Sie pro Ziel 3 Treffer und das in einem Zeitfenster das die Angreifer daran hindert die 10-15 m zu überwinden.

    Und selbst wenn sich so ein Abwehrerfolg einstellt, sind von 10 Angreifern statistisch nur 2 handlungsunfähig = tot, der Rest nur soweit geschädigt das die Verletzungen überlebt werden!

    Also selbst mit einer MP und 30 Schuss sind die Wahrscheinlichkeiten nicht so gut wie Sie meinen, allerdings auch nicht so schlecht wie es viele Hoplophobiker gern hätten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s