Verstöße bei der Aufbewahrung

Diese Woche übertrieb – mal wieder – ein Innensenator der SPD seine „Erfolge“ bei der Waffenvernichtung.

In Bremen hatten der SPD Fraktionsvorsitzende Tschöpe und der Innensenator Mäurer schon vor über fünf Jahren den Kampf gegen registrierte Waffenbesitzer aufgenommen. Nachdem es ihnen 2011 nicht gelang, die Waffen mit einer eigentumsvernichtenden Steuer zu belegen, führten sie die teure und jährliche Hauskontrolle ein, die die Bürger zur „freiwilligen“ Waffenabgabe überredet. Was anderswo – und wie auch in der Waffen Verwaltungs Vorschrift gefordert – per Stichprobe und gebührenfrei erfolgt, wenn nichts zu beanstanden ist, kostet in Bremen jedes Jahr 139 Euro. Für die jährlichen Kontrollen wurde genügend Personal bereit erstellt.

60% Verstöße?

Mäurer betont: „60 Prozent der Kontrollierten hatten ihre Waffen nicht vorschriftsmäßig gesichert.“ Viele legale Besitzer geben ihr Hobby dann auch auf. Mäurer: „Bis 2009 gab es 8000 Schützen mit 20 000 registrierten Waffen in Bremen, heute sind es nur noch 2500 Besitzer mit 13 000 Waffen.“

BILD vom 30. April 2015

Seit Oktober 2012 werden in Bremen Waffenbesitzer verdachtsunabhängig daraufhin kontrolliert, ob sie ihre Pistolen und Gewehre dem Waffengesetz entsprechend verwahren. Ziel der Innenbehörde ist es, jeden Waffenbesitzer einmal im Jahr zu kontrollieren. Dass dazu Anlass besteht, belegen die Ergebnisse der Kontrollen: Von den zwischen Oktober 2012 und November 2014 durchgeführten unangemeldeten Kontrollen, blieben laut Innenbehörde lediglich 39 Prozent ohne Beanstandungen.

Weser-Kurier vom 30. April 2015

Evaluation Waffengesetz in Baden-WürttembergWie man anhand der Evaluation aus Baden-Württemberg sehen kann, bedeutet Beanstandung nicht den Entzug des Waffenbesitzes, sondern mehrheitlich die Aufforderung zur Nachbesserung. Es ist anzunehmen, dass die registrierten Waffenbesitzer in Bremen ähnlich wie die in Baden-Württemberg ihre Waffen aufbewahrten.

In Baden-Württenberg wurden trotz vollmundiger Zitate von angeblich 50% Verstößen lediglich bei 4% der Kontrollen schwere Verstöße festgestellt. Insgesamt waren nur bei 0,8% der Kontrollen die Verstöße so gravierend, dass Verfahren zum Widerruf der WBK eingeleitet wurden.

Mäurer feiert seinen Erfolg der Halbierung registrierter Waffen. Ist dadurch die Stadt sicherer geworden? Laut Pressemeldungen aus Bremen sieht das nicht so aus. Auch fehlen die staatlichen Angestellten, die sich jährlich darum bemühen mit Horrorgebühren und Hauskontrollen 2500 gesetzestreue Bürger zu enteignen, bei der Bekämpfung von Gewaltdelikten und der Organisierten Kriminalität.

Da ich diese Woche mehrmals auf meine Evaluationen des Waffengesetzes in Baden-Württemberg und Berlin hingewiesen habe, sind beide Dokumente jetzt auch auf der Seite Waffengesetz abrufbar.

10 Gedanken zu “Verstöße bei der Aufbewahrung

  1. „…Mäurer betont: „60 Prozent der Kontrollierten hatten ihre Waffen nicht vorschriftsmäßig gesichert…“
    Nun sind diese Vorschriften ja hauptsächlich aus bürokratischen Gedankenfürzen destilliert. Die Kompetenz vieler (wenn nicht der meisten) privaten Waffenbesitzer liegt deutlich über dem der Behördlichen Träger. Aber es geht hier ja um die Entwaffnung mit allen Mitteln. Ich kann beobachten, wie die AD’s (accidental discharge) bei der sog. „Elite“ regelmäßig über die range klingen, und das Brüllen der Vergatterungen bei nachlässigen body-swipes bei den üblichen Waffenübungen.

  2. Derzeit können wir uns hier in Österreich NOCH glücklich schätzen,denn bei uns erfolgt die
    Verwahrungskontrolle der Waffen alle 5 Jahre und ein Tresor ist auch nicht vorgeschrieben.
    Sie müssen nur einbruchhemmend gesichert sein,denn einbruchsicher ist nicht möglich.
    Hunderte von Stunden stehen die Polizisten vor verschlossenen Türen da der Waffenbesitzer
    seinem Beruf nachgeht und daher die ( sinnlose ) Überprüfung nicht möglich ist.

  3. Mein lieber alphachamber ,

    warum bitte schmeißen Sie mit english/amerikanischen Begriffen um sich? Ich kenne viele Sportschützen und Jäger die aufgegeben haben Blogs zu lesen
    wo der Betreiber und die Kommentatoren der Meinung sind ein Jeder versteht sie ohne English Kenntnisse zu besitzen oder erst einen Übersetzer bemühen zu müssen.
    Sie schreiben in einem deutschen Blog, es wäre nett wenn man dann auch so schreibt, das ein Deutscher es auch verstehen kann. So gewinnt man keine neuen Leser…

    Sorry für die Kritik, aber mir ist schon seit längeren aufgefallen das in vielen Blogs immer öfter
    Begriffe und Abkürzungen benutzt werden, mit dem der unbedarfte Leser rein Garnichts anfangen kann und echt keine Lust hat erst Google-Suche zu bemühen um zu verstehen. Und schlussendlich keinen Bock mehr hat weiter zu lesen. Die Meisten von uns sind einfache Bürger, keine Weltbürger und auch nicht mehrsprachig aufgewachsen.
    Danke fürs lesen.

    Mit kameradschaftlichen Gruß

  4. @ JanCux
    1. Ich maße mir kein Urteil über die Bildung der Leser an, adressiere aber keine „Unbedarfte“.
    2. Sie selbst sind nicht ohne die fremd-Worte ’sorry‘ und ‚Blog‘ ausgekommen!
    3. Im Rechtswesen, z.B., findet sich mehr Latein, in der Diplomatie mehr Französisch. In der Pilotensprache und bei Arten der Schießkunst beschreiben manche englischen Begriffe Zustände besser.
    4. Weiterbildung erfordert manchmal ein Wörterbuch. Interesse ist freiwillig.
    5. Manche Kommentare sind trotz deutscher Worte unverständlich – und manche werden nicht gelesen,weil sie einfach zu lang sind! 🙂

  5. schmunzel … angemerkt, es erfordert schon eine gute Portion an Gut Glauben diese „Bild“ Zeitung als Quelle anzugeben.

    Wir sollten uns fragen ob man wirklich diese Überflutung an Gesetze brauchen. Ein verantwortungsbewusster Waffen Freund wird es als Selbstverständlichkeit sehen seine Waffen stets so zu verwahren das weit möglichste Gefahren ausgeschlossen sind.

    Die Grund und Menschenrechte würden weltweit genügen. Aber wer geht heute schon nach solchen Werten ? Die Würde des Menschen … ja und ff. sie zu wahren und zu schützen. Geht man alleine nach diesem Grundsatz dürfte es sehr salopp gesagt Deutschland nicht mal geben nebst einer ganzen Flut an Juristen und Politiker und deren Gesetze.

  6. Sind die 40 Uzis nun auch vernichtet, oder wird das Wahlgeschenk der OK an den IS auch als „Erfolg“ gebucht?

  7. Übrigens………………..

    Thema ……..Nachregistrierung von Waffen in der Schweiz.

    Hier haben wir der Behörden-Regulierungs-Wut gerade noch einmal einen Riegel vorgeschoben.

    Es klingt zwar nach Nebenschauplatz, ist aber fundamental wichtig. Denn diese Nach-Registrierungspflicht hätte vor allem auch die Waffenbesitzer, die nicht jeden Staatlichen Willkür-Unfug mitmachen, zu Kriminellen gestempelt.

    Diese Nach-Registrierung wurde also im Parlament ausgebremst, sie findet nicht statt.

    Zudem wurde diese Registrierung ja schon mit der Waffenverbotsinitiative vom Februar 2011 klar abgelehnt. Es ist umso störende wenn solche Dinge einfach immer wieder vorgebracht werden, nachdem sie an der Urne bereits einmal deutlich Bachab geschickt wurden.

    Die Linken in der Schweiz prügeln nun einfach ständig eine neue Sau durchs Dorf, ……nämlich das Argument von der besseren Sicherheit der Polizisten bei einem Einsatz im Haus eines …….möglicherweise Waffen besitzenden.

    Nur, …………….Beispielsweise bei den 1. Mai Demos, dort gibt es ständig verletzte Polizisten, und das es da bislang keine Toten gab, ist sicher kaum den Linksextremen zu verdanken, sondern vielmehr der guten Ausrüstung der Polizisten mit Schutzwesten, Schilden und Körperprotektoren.
    Aber in der Angelegenheit hört man aus linken Kreisen nichts zur Sicherheit der Polizisten, ja dort hat man für deren vorsätzlichen Verletzen immer allergrösstes Verständnis.
    In Kreisen der Antifa ist deren angreifen geradezu eine Ehrentat.

    Hier ein erster Link zum Thema.
    Es ist ein Artikel des „Tages Anzeigers“, einem klar nach Links tendierenden Zürcher Blatt.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Des-Schweizers-Waffe-und-das-unanstaendige-Misstrauen-des-Staates/story/14850540

    In der „Baz Online“……… Sie ist ein klar Bürgerliches Blatt und pro SVP, bringt es aber Online.
    http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-Waffe-und-das-unanstaendige-Misstrauen-des-Staates/story/14850540

    Auch die Kommentare sind nicht ganz ohne, obwohl auch viele sehr Naive, Staatsgläubige und Links-Ideologisch motivierte Aussagen darunter sind.

  8. Solche Leute wollen uns das Waffenrecht erklären? Herr Tschöppe scheint auch bezüglich Demokratie „interessante“ Ansichten zu vertreten:

    http://www.weser-kurier.de/bremen/buergerschaftswahl2015_artikel,-Tschoepe-Junge-und-Frauen-benachteiligt-_arid,1131150.html

    Also: Wer bei der nächsten Wahl seine Stimmen nicht gleichmäßig auf Frauen und Männer verteilt und möglicherweise noch den Altersproporz mißachtet, der hat wohl nicht kapiert wie Demokratie funktioniert.

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