Statistik der Bundesregierung zu Amokläufen

Die  Antwort der Bundesregierung zu einer umfangreichen Kleinen Anfrage der Grünen wird von den Grünen und den Medien missbräuchlich verwendet.

Amoklauf-Statistik: Waffen der Täter meist legal und registriert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue Statistik über Amokläufe in Deutschland könnte eine Debatte über die Verschärfung des Waffenrechts in Gang setzen. Nach Angaben der Bundesregierung sind bei den sieben Amokläufen seit 2002 in der Mehrzahl amtlich registrierte Waffen benutzt worden, die überwiegend legal im Besitz der Täter waren. Bei den Taten … waren insgesamt 51 Menschen ums Leben gekommen.

Die Grünen im Bundestag … zeigten sich alarmiert und forderten eine Gesetzesverschärfung. … „Die Munition muss mit klar geregelten Zugangsbestimmungen an einem anderen Ort gelagert werden“, sagte Mihalic. Die öffentliche Sicherheit müsse absoluten Vorrang haben. (dts Nachrichtenagentur vom 01.08.2014)

Bei Überprüfung der Statistik erweisen sich diese Aussagen als falsch

Frage 22 der GRÜNEN: Wie viele registrierte und wie viele illegale Schusswaffen wurden bei Amokläufen in Deutschland mit Schusswaffeneinsatz seit dem Jahr 2000 nach Kenntnis der Bundesregierung von den Tätern verwandt?

Antwort der Bundesregierung:

Es existiert kein einheitliches Verständnis des Begriffs „Amoklauf“. [..] Eine systematische Auswertung der gemeldeten Fälle im Sinne der Fragestellung ist daher nicht möglich. Die in Betracht kommenden Taten stellen phänomenologisch Einzelfälle dar. Vor diesem Hintergrund konnten beispielsweise die in der Öffentlichkeit als Amokläufe bekannt gewordenen Fälle recherchiert und zu diesen wiederum Aussagen im Sinne der Fragestellung getroffen werden. Die nachfolgende Aufzählung erhebt vor diesem Hintergrund keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wollen wir der Bundesregierung zu Gute halten, dass sie in der Antwort auf die Unvollständigkeit mehrmals hingewiesen hat. Trotzdem ist die Auswahl der Amokläufe zu bemängeln, sowie der fehlende Hinweis zu Studien und Auswertungen.

  • Dies ist keine neue Statistik, sondern eine unvollständige Aufzählung einiger Amokläufe
  • Bei dieser willkürlichen Aufzählung kamen 45 und nicht 51 Menschen ums Leben.
  • Über 40 Amokläufe, die nicht in den Medien breitgetreten wurden, wurden vergessen zu erwähnen, darunter 5 „School Shootings“.

Die Ärztezeitung vom 11.04.2012 veröffentlichte die Täterprofile einer Studie, die von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Magdeburg durchgeführt wurde. Dort wurden 97 Amokläufe zwischen 1990 und 2010 untersucht.

  • Peter und Bogerts stellten dabei fest, dass sich von 1990 bis 1999 insgesamt 50 Amokläufe ereigneten, durchschnittlich fünf pro Jahr, und im darauf folgenden Jahrzehnt 45 Taten.
  • Eine Zunahme von Amokläufen hat es also nicht gegeben. Allerdings zeigen die Magdeburger Forscher einen besorgniserregenden Anstieg der „School Shootings“ auf: von einer Tat im Zeitraum 1990 bis 1999 auf sieben in der darauf folgenden Dekade.
  • Ein interessantes Detail: Drei Viertel aller Amoktäter waren vor ihrer Bluttat wegen einer psychiatrischen Erkrankung in Behandlung.
  • 27 Amokläufer (25 Taten) von den 45 Taten wurden dezidiert untersucht.

Prof. Dr. med. Volker Faust hat sich diese Studie genauer angeschaut:

  • Nur bei jedem vierten Amokläufer waren im Kindes- bzw. im Jugend- oder Erwachsenenalter keine seelischen Vor-Erkrankungen bekannt.
  • Bei fast jedem dritten Täter waren im Vorfeld des Amoklaufes Suizidgedanken, bekannt geworden.
  • Jeder fünfte hatte schon versucht, sich das Leben zu nehmen.
  • Vor der Durchführung des Amoklaufes waren bei jedem Zweiten sozial-stabilisierende Faktoren weggebrochen, konkret: Trennung von der Ehefrau, Kündigung des Arbeitsverhältnisses u.a.m.
  • 44% der Amokläufer waren durch Vorstrafen bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.
  • Schusswaffen sind mit weitem Abstand die häufigsten Tatwaffen: mehr als jeder zweite Fall. Danach kommen in fast jedem fünften Fall Stechen und Erschlagen, in jedem Zehnten eine Amok-Fahrt.

Nach den beiden School Shootings in Erfurt und Winnenden gab es umfangreiche Waffenrechtsänderungen. Trotzdem wurden nach 2009 Amokläufe mit Schusswaffen begangen.

Mindestens 33 Menschen starben seit Winnenden in Amokläufen mit illegal erworbenen Waffen oder Waffen, die zentral gelagert wurden – vier wurden von Tätern ermordet, die diese legal zu Hause lagerten.

Wenn Genthin und Lörrach für die Bundesregierung als Amoklauf zählen, weil es mehr als zwei Mordopfer und Mordversuche gab, dann müssen auch alle anderen Gewaltakte, die diese Merkmale aufweisen, betrachtet werden.

amoklauf
Download PDF mit Links: https://legalwaffenbesitzer.files.wordpress.com/2014/08/amoklauf1.pdf

 

Amoklauf von Schwalmtal vom August 2009 mit einer illegalen Schusswaffe und drei Morden und einem Mordversuch:

Die Todesopfer sind zwei Anwälte im Alter von 70 und 38 Jahren sowie ein 48 Jahre alter Gutachter des Kreises Viersen. Der 40-jährige Verletzte ist ebenfalls ein Gutachter des Kreises und liegt mit zwei Schussverletzungen im Krankenhaus…. Die Pistole, mit der der Mann geschossen hatte, stammte nach dessen eigenen Angaben von seinem Vater. Er habe sie ohne waffenrechtliche Erlaubnis aufbewahrt. (FOCUS vom 19.08.2008)

Amoklauf von Esslingen vom April 2009 mit illegalen Schusswaffen und vier Morden

Im Prozess um den Vierfachmord von Eislingen hat Fredrik B. gestanden, die Tat alleine begangen zu haben. Ihm und dem Sohn der Familie wird vorgeworfen, die Eltern und die beiden Schwestern in der Nacht zu Karfreitag erschossen zu haben. Zuvor hatte sich der 19-Jährige bereits zu dem Einbruch in die Schützengilde in Eislingen geäußert, bei dem die zwei Angeklagten unter anderem die beiden Tatwaffen gestohlen haben. Die beiden Schulfreunde hätten die Waffen unabhängig von den Morden gestohlen, sagte der 19-Jährige nach Angaben seines Anwalts aus. (FAZ vom 04.11.2009)

Amoklauf von Himmelstadt vom Juni 2010 mit einer illegalen Schusswaffe und drei Morden und Selbstmord

Vermutlich weil seine Ehe zerrüttet war, hat ein Familienvater seine Frau, seine Söhne und sich selbst umgebracht. … Der Mann hatte die Pistole illegal besessen. (Thüringer Allgemeine vom 03.06.2010)

Amoklauf von Berlinvom August 2011 mit einer illegalen Schusswaffe und zwei Morden und zwei Mordversuchen

Ein 25-jähriger Mann schießt an einer Straßenkreuzung gezielt auf ein mit vier Menschen besetztes Auto. Eine Frau stirbt sofort, eine weitere Frau und ein Mann werden lebensgefährlich verletzt. Die Frau stirbt wenig später im Krankenhaus. (RP Online vom 04.08.2011)

Amoklauf von Weilerbach vom März 2012 mit einer illegalen Schusswaffe und zwei Morden, zwei Mordversuchen und Selbstmord

Der 78-Jährige hatte am Montagnachmittag in einer Praxis im westpfälzischen Weilerbach zwei Ärzte erschossen und eine Arzthelferin verletzt. Auf der Flucht schoss er einen Polizisten an und nahm sich anschließend das Leben.  (Die Welt vom 06.03.2012)

Massenmord von Groß Ilsede vom Juni 2012 mit Messer und vier Morden und einem versuchten Selbstmord

Ein 36 Jahre alter Vater hat seine vier Kinder im Schlaf erstochen. Sein anschließender Suizidversuch scheiterte. (Tagblatt vom 16.06.2012)

Amoklauf von Kerpen vom Mai 2013 mit einer illegalen Schusswaffe und drei Morden und drei Mordversuchen.

In Kerpen soll er die 71-jährige Schwester seiner Frau und deren 73 Jahre alten Mann erschossen haben. Dann sei er nach Langerwehe zurückgefahren und habe seine 64-jährige Ehefrau getötet. Anschließend habe er ab 03.10 Uhr in drei verschiedenen Häusern in Langerwehe Bewohner aus dem Schlaf geklingelt und auf sie geschossen. Eine 54-jährige Frau sowie zwei 58 und 61 Jahre alte Männer wurden dabei schwer verletzt. Woher er das Gewehr hatte, für das er keinen Waffenschein besaß, war zunächst unklar. (Kölnische Rundschau vom 12.05.2013)

Amoklauf von Düsseldorf vom Februar 2014 mit einer illegalen Schusswaffe, drei Morden und vier Mordversuchen, bei dem 600 Polizisten eingesetzt wurden, um den Täter zu stoppen.

Der zunächst unbekannte Amokläufer ersticht und erschießt Menschen, die er dort (in den Kanzleien) antrifft. Anschließend vergießt er Benzin und setzt die Kanzleien in Brand. Die Polizei löst Großalarm aus, sämtliche Spezialeinheiten der NRW-Polizei eilen in die Landeshauptstadt, werden zum Teil von Hubschraubern abgesetzt. ….Mutige Retter hätten eine doppelt so hohe Zahl der Todesopfer verhindert, betont die Polizei später. Zudem soll die Pistole des Amokläufers mehrfach durch Ladehemmungen blockiert gewesen sein. (Die Welt vom 30.07.2014)

Danke an keine-waffen.de und Gunboard, die sich die Mühe machten, die vielen Medienartikel über Amokläufe und Morde zu recherchieren und zu publizieren. Eine Arbeit, die eigentlich Aufgabe der Regierung wäre, die aber seit Jahren nicht in Auftrag gegeben wird – im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern.

Und da es immer noch keine Studie der Bundesregierung mit amtlichen Zahlen gibt, können die Grünen weiterhin von dem angeblichen Risiko des privaten Waffenbesitzes fabulieren.

Die Intention der Grünen sieht man bereits in der Einleitung der Kleinen Anfrage:

[D]ie Amoktaten der vergangenen Jahre in Deutschland wurden mit legalen Waffen begangen. Solange einsatzfähige Waffen zusammen mit Munition in Privathaushalten zu finden sind, stellen sie ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar. Die bestehenden Vorschriften zur Sicherung von Waffen und Munition reichen nicht aus. Dies betrifft vor allem Besitz und Lagerung von Sportwaffen und Munition sowie die Nutzung großkalibriger Waffen im Schießsport. (Einleitung der Anfrage)

Um diese Meinung zu belegen, wurden der Bundesregierung insgesamt 39 Fragen gestellt, wobei nur zwei Antworten pressetechnisch Verbreitung fanden.

Bereits bei der Fragestellung merkt man, dass kein Fachwissen vorhanden ist und den Grünen anscheinend nicht bekannt ist, wie das Gesetzgebungsverfahren laut Geschäftsordnung der Bundesministerien geregelt ist. Dies sieht man besonders deutlich an den Fragen 15 und 36 bis 39.

Auch interessant:

Waffenrecht: Grüne fordern Munitionsverbot

Mihalic, ehemalige Polizeibeamtin und Darstellerin in der deutsche Real-Life-Doku-Serie Achtung Kontrolle! – Einsatz für die Ordnungshüter“  fordert, dass Munition mit klar geregelten Zugangsbestimmungen an einem anderen Ort als die Waffe gelagert werden muss.

Amokläufe sind kein neues Phänomen

Von 1871 bis 1999 findet man bei der AG Waffenrecht eine Auflistung verschiedener Amokläufe, davon 14 aus Deutschland.

 

Dieser Artikel wurde auch publiziert beim ef-Magazin: Amokläufe: Kein Fachwissen vorhanden

27 Gedanken zu “Statistik der Bundesregierung zu Amokläufen

  1. Die Erfurter Waffen wurden zwar legal erworben aber nicht fristgerecht angemeldet.
    Der Verkäufer hat den Verkauf gemeldet, das zuständige Ordnungsamt hätte reagieren müssen.

  2. Es ist diese Sorte extrem genauer und nüchtern abwägender Untersuchungen, die die GRÜNEN geradezu hassen. Deshalb werden die Verantwortlichen im Bundestag auch niemals einen Blick in diese Tabellen werfen, weil damit ihr Weltbild ins Wanken gerät.

    Ich warte nur auf die nächste Talkshow mit einem GRÜNEN, wo er dann diese Antwort der Bundesregierung zu der Kleinen Anfrage der Grünen großartig als „Beweismittel“ vorstellen wird. Die Antwort der Bundesregierung wird dann hochstilisiert zu einer „Studdje“ (Claudia Roth, Studienexpertin der GRÜNEN), aufgrund derer die nächste rot-grüne Koalition ihren Verbotskatalog um diverse Punkte erweitern kann.

  3. Ich habe da noch zwei Fälle die medial gerne ausgeblendet werden und sogar die Definition des School-Shootings erfüllen:
    – Freising 2004, der Täter hat illegale Waffen und Eigenbaubomben verwendet
    – Emsdetten 2006, der Täter benutzte eine illegale schusswaffe und „Freie“ Waffen (Vorderlader) wobei er das Treibladungsmittel selbst hergestellt hat, sowie Eigenbausprengsätze.

  4. Der DJV lehnt diesen Vorschlag als praxisfern und unrealistisch ab. „Jäger können bei einem Wildunfall in ihrem Revier nicht erst zum Zentrallager fahren, um mit der auswärts gelagerten Munition dann das leidende Tier zu erlösen“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für das Thema Waffenrecht. “Wer sich auf der einen Seite mit Tierschutz besonders zu profilieren versucht, der sollte auf der anderen Seite vor Augen haben, dass diese Regelung dem Tierschutzgedanken im höchsten Maße zuwider läuft.” Außerdem seien zentrale Munitionslager nicht im Sinne der öffentlichen Sicherheit, da sie besonders attraktiv für Diebe seien.

    http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=3794

  5. Hallo Katja,

    In deiner Liste der Amokläufe fehlen noch
    Ansbach 2009, 8 Opfer, Tatwerkzeuge waren Brandflaschen und Axt
    Bonn 2009; 0 Opfer Täter wurde rechtzeitig überwältigt, Tatwerkzeuge waren Messer und Brandflaschen

    Zu dem Thema habe ich auch zwei Beiträge geschrieben:
    http://volkert.caliber-corner.de/2014/08/03/boese-waffen-gute-waffen/
    http://volkert.caliber-corner.de/2014/08/05/kleine-anfrage-der-bundestagsfraktion-buendnis-90die-gruenen/

  6. […] Katja Triebel weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass die Statistik zu Amokläufen weitreichende Mängel aufzeige, auch wenn die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage mehrmals darauf hingewiesen habe, dass die Studie unvollständig sei. Um diese Meinung zu belegen, wurden der Bundesregierung insgesamt 39 Fragen gestellt, wobei nur zwei Antworten pressetechnisch Verbreitung fanden, so Triebel. Bereits bei der Fragestellung merke man, dass kein Fachwissen vorhanden sei und den Grünen anscheinend nicht bekannt ist, wie das Gesetzgebungsverfahren laut Geschäftsordnung der Bundesministerien geregelt ist. Dies sehe man besonders deutlich an den Fragen 15 und 36 bis 39. Detailliert listet Triebel im weitern Verlauf auf ihrer Homepage die dazugehörigen Untersuchungen zu Amokläufen auf und weist darauf hin, nachdem es immer noch keine Studie der Bundesregierung mit amtlichen Zahlen zum Thema Amoklauf gebe, könnten die Grünen weiterhin von dem angeblichen Risiko des privaten Waffenbesitzes fabulieren. Katja Triebel ist der festen Auffassung, dass das „Waffenrecht der Lackmustest für eine liberale Gesellschaft ist, die ihren Bürgern vertraut und demokratische Entscheidungen trifft.“(BS) […]

  7. à propos

    Frau Triebel………………

    Ich habe gerade wieder mal den wahrhaft erhellenden Schmarren eines Martin Killian aus den USA gelesen.

    Titel : Herr Ballermann im Kinderzimmer
    Martin Kilian aus Washington am Sonntag den 10. August 2014
    Kleine Geschichte

    Hier der Link dazu: http://blog.bazonline.ch/welttheater/index.php/33693/ein-lesebuch-fuer-das-richtig-amerikanische-kind/#comment-6089

    Ob der auch von Bloomberg gesponsert wird….((-:

    Nun ja, Menschen die Kindern das Thema Waffen und Selbstschutz nahebringen sind eben ungebildet und Wissen eigentlich nicht was sie tun.
    Kritisiert wird ja nicht ob das Buch gut oder schlecht ist, sondern was es den Kindern sagen will.

    Ich bin ja in einer Bauern und Jägerfamilie aufgewachsen und war als Kind immer mit einer Waffe im Wald, schoss aber keine Tiere. Ich übte nur was ich bei den „Grossen“ sah. Zudem wurde ich selber kein Jäger mehr, weil ich als Kind Jahrelang im Haus immer den Geruch gebeizten Wildes in der Nase hatte, so lange bis ich es nicht mehr essen mochte. Meine Mutter legte es immer in diese grauen Steingut-Senftöpfe ein die man aufm Bauernhof Dutzendweise gatte, und so hatte ich den säuerlichen Geruch irgendwann satt.
    Mein Bruder brachte nach Hause was er schoss und er zog die Tiere auch bei uns aus und zerlegte sie immer selber.

    Ich weiss, ab vom Thema, aber vielleicht möchte obiges aus der BAZ doch jemand lesen.

    Walter Roth

  8. Sehr geehrter Herrr Stapelkamp,

    ausweislich Ihrer Ausführungen haben Sie sich nicht besonders gründlich mit der Problematik auseinander gesetzt.

    Mal abgesehen von der törichten Vermutung das „Gewaltmonopol“ habe mit Gewalt zu tun.

    Zudem Arbeiten Sie hier mit reinen Behauptungen, die Sie nicht belegen, stellen aber für Ihnen nicht genehme Positionen solches in Frage, warum?

    Aus Ihren Ausführungen muss ich als Sachverständiger zum Thema feststellen, geht eine völlige Unkenntnis des tatsächlichen Gefahrenpotenzials hervor.

    Das der Zugang zu Schusswaffen beschränkt sei, ist eine grundlegende Fehleinschätzung die schon seit Jahren durch die kriminaltechnische Forschung widerlegt ist. Nur weil Sie den Sachstand nicht kennen, bedeutet dies nicht Ihre Aussagen wären korrekt.

    „Potenziell massenmordende Waffen“ was soll dieser Unfug?
    Dazu zählen Handfereuerwaffen, statistisch nachweisbar, sicher nicht. Und Auch Luftdruckwaffen sind bei zweckmäßiger Verwendung nicht weniger tödlich. Ach, das verstehen Sie nicht?

    Dann machen Sie sich bitte auch nicht mit der Argumentation durch „Wahrscheinlichkeiten“ lächerlich. Dabei nehmen Sie Randbedingungen an, die so nicht existieren.

    Und was den „potenziellen Erfolg“ angeht, so sollten Sie dazu einen Blick in die Fachliteratur werfen, daraus geht nämlich eine ganz andere Aussage hervor!

    Also erklären Sie bitte, warum Sie hier so schlecht fundamentierten Unfug verbreiten?

    Peter

  9. Sehr geehrter Herr Stapelkamp,

    bevor Sie erneut versuchen die Allgemeinheit mit Ihren Hypothesen zu beglücken sei Ihnen empfohlen: “ Wer Tatsachen verdrehen will, muss die diese zuvor gründlich kennen“.

    Das erspart allen Beteiligten viel Lebenszeit.

    Peter

  10. Sehr geehrter Herr Stapelkamp,

    einschränkende Normmodifikationen müssen immer begründet werden, und zwar so das sich die Begründung nachvollziehen läßt weil diese dem Stand von Forschung und Technik entsprechen müssen.

    Als Sachverständiger habe ich selbstverständlich jederzeit legalen Zugang zu Schusswaffen. Vielleicht bin ich sogar Berufswaffenträger?
    Sie würden absehbar einen Tobsuchtsanfall erleiden, wenn Sie auch nur ungefähr wüssten was ich alles „darf“, auf Grundlage geltenden Rechts und noch nicht mal zur Gefahrenabwehr….
    Schusswaffen gehören mit Abstand zu dem am wenigsten sicherheitsempfindlichen Gegenständen mit denen ich beruflich umgehe.

    Davon abgesehen brauchen Sie keine Diskussion einfordern, wo Sie nicht diskutieren wollen und können. Das habe Sie ehrlich bei dem apodiktischen Unfug auch nicht erwartet?

    Was Sie hier wiederholt und von keiner Fachkenntnis getrübt vorbringen, darf man als Meinung gerne stehen lassen, es spricht inhaltlich für sich selbst.

    Bei jeder Sachverständigenanhörung, wie zu solchen Normmodifikationen im BT üblich, werden Sie mit solchen „Argumenten“ höchstens Heiterkeit bewirken.

    Waffentechnisch, rechtlich und kriminologisch nicht begründete Hypothesen, argumenativ nicht belastbar und letzlich nur eine menschliche Befindlichkeitsäußerung; denn ein Standpunkt benötigt ein Fundament. Das ist hier nicht erkennbar, Neudeutsch darf das wohl unter „Getrolle“ abgelegt werden.

    Peter

  11. Hallo Frau Triebel,

    gern geschehen. Äußern darf sich ja jeder der sich berufen fühlt, warum auch nicht. Hier ist halt schon vom ersten Ansatz des ersten Komentars an offenkundig dass sich der Herr hier nur beteiligt hat, um aus beliebigem Widerspruch zu seinen vermeintlich zwingen logischen, gar genialen, Ideen, sein eigenes Weltbild von den fanatischen Waffennarren bestätigt zu bekommen; ganz gleich welchen Inhalt Antworten auf seine Hypothesen haben.

    Natürlich ist es wenig erfreulich solch unausgegorenen Kram zu lesen, aber gleichzeitig legen doch solche Kommentare auch gnadenlos offen, das der Herr das ganze Thema in all seinen Aspekten nicht verstanden hat und auch kein Interesse an einer Auseinandersetzung in der Sache besteht. Was dann Interpretation bleibt ist die Frage ob der Kommentator aus einer wie auch immer begründeten Verblendung oder tatsächlichen Unvermögen juristische, physikalische, pathologische oder gar kriminologische nicht ausreichend durchdringen kann.

    Auch sehr vielsagend,
    mir persönlich die Eignung zum Umgang mit Handwaffen absprechen wollen, dann „nur Waffen in Staatshand“ fordern und garnicht in Erwägung ziehen dass hier auch Menschen kommentieren die beruflich mit Schusswaffen umgehen, gar Berufswaffenträger sein können?
    Das hat schon einen gewissen Unterhaltungswert.
    Denn wir wissen ja alle, als Zivilist soll der Peter im Verein (ich bin in keinem!) nur mit vemeintlich harmlosen „Luftgewehren spielen“, wogegen der selbe Mensch nach einem möglichen Dienstantritt (womöglich mit Anlegen der Dienstkleidung) sofort zu einem fehlerlosen, immer richtig agierenden „Super-Peter“ mutiert…..und nach Dienstschluss wieder zum unmündigen Bürger zurückverwandelt. Einfach erschütternd…..

    Das nach neueren Untersuchungen leider jeder entgegen der Rechtslage Zugang zu Schusswaffen und Munition hat, ist auch noch nicht zu dem Herrn durchgedrungen.

    Macht aber nichts, denn ich bin mittlerweile der Ansicht das es vergebliche Mühe ist auf die ganze Fülle der Fachliteratur zu verweisen. Wer wirklich Interesse am Thema hat mag sich selbst einarbeiten.

    Aber wer als Erwachsender in der Bundesrepublik noch nicht verstanden hat was das „Gewaltmonopol“ beeinhaltet, und solches mit „unmittelbarem Zwang“ verwechselt, möchte nach aller Erfahrung sein Weltbild zementieren, nicht sachlich diskutieren.

    Peter

  12. Genau. Eine absolut dumme Argumentation. Amokläufe wird es immer geben. Entweder durch den Staat am Bürger oder durch die Bürger untereinander. Ich glaube der letzte Staatlich Amoklauf in Deutschland hat 8 Millionen hier nicht genauer genannte Personen das Leben gekostet. Auch ist es so, dass eigentlich nachvollziehabrer Racheakte am Staat oder Vorgesetzten häufig patholigisiert werden. Ich denke nur an den einen Schüler in Erfurt, der von der Schule geworfen wurde, weil er eine Krankmeldung gefälscht hat und dadurch seine komplette Zukunftsperpektive verlor. Ich finde es zwar nicht gut oder sinnvoll, dass er dann eine Menge Leute an seiner Schuler ermordet hat, aber nachhvollziehbar, denn die Gesellschaft und die Leute an dieser Schule haben ihn ja letztlich auch fertig gemacht.Ich denke man sollte also eher anfangen, das Systme zu ändern, statt Waffen zu verbieten. Das Rechtssystem in der EU ist mittlerweile so sehr auf Überwachungsstaat, Unterdrückung und Bürgergängelung getrimmt, dass mir ehrlich gesagt die Legalwaffenbesitzer mehr Angst machen, als die Illegalbesitzer, denn wer hier mit dem Staat kooperiert und vom Staat ein derartiges Vertrauen ausgesprochen bekommt, dass er ein Mordwerkzeug besitzen darf ist letztlich selbst wahrscheinlich schon psychisch auffällig. Mich stört auch, dass Verbrechen heutzutage immer von Psychiatern Analysiert werden. Das mag durchaus in manchen Fällen seine Vorteile haben. Es ist jedoch nur einen Schritt von Dr.Mengele und Konsorten entfernt, wenn man abweichendes Verhalten oder Rache, Bosheit und Gewalt, die natürliche Menschliche Triebe sind pathologisiert. Denn Gut und Böse sind subjektiv und werden von der herrschenden „Klasse“ oder Gruppe festgelegt. Wenn die dann soagr noch in die Gedanken der einzelnen Eingreifen kann, kann das nicht gut enden. Und Geisteskranke werden immer morden. Selbst wenn es keine Waffen mehr gibt. Was hat Mengele im KZ getan. Gemordet und gefolter.

  13. Lach… der Täter zu Winnende war nicht legal im Besitz der Tatwaffe was mehr als weniger hinreichend bekannt ist. Einmal abgesehen davon:

    es wird kaum der Unterschied zwischen einem „echten“ Amoklauf gemacht und einer sogenannten „Tat aus Verzweiflung“ denn dabei gibt es himmel weite Unterschiede. Lustig fand ich nach Winnende gleich drei angebliche Fachpsychologinnen die in einem Landtag offen für jedermann den typischen Amokläufer beschreiben sollten. Demnach ist der typische Amokläufer ein junger Mann, meist etwa zwischen 18 und 20 Jahre, er hat kaum soziale Bindungen. liebt Ballerspiele und gilt als Aussenseiter.

    Etwas später gab es einen (angeblichen) Amoklauf bei Gericht. Ein älterer Herr, weit über 60 mit besten sozialen Kontakte der nie Ballerspiele spielte.

  14. Ich kann mich nur wundern, daß hier doch einige versuchen mit Herrn Torsten Stapelkamp zu diskutieren. Das ist verlorende Zeit. Eine Unterhaltung mit einer Wand wäre ergiebiger.
    Dieser Herr will weder diskutieren noch ist er sachlichen Argumenten zugänglich. Das einzige was dieser grüne Herr will, sein krudes Gedankengut in Worten aus besuchten dialektischen Schnellkursen an den Mann/Frau bringen.
    Die Kommentare gegen den geistigen Ausfluß des Herrn Stapelkamp begründen sich selbst. Wer seinen normalen Hausverstand noch nicht politisch korrekt entsorgt hat, begreift was gemeint ist

  15. Kann man den Stapelkamp nicht sperren? Der soll seine Vorträge in der Stuttgarter Feinstaub AG halten. Das ist ja schlicht nicht auszuhalten.
    Viel gefährlicher als Waffen, sind offensichtlich Leute mit rot-grünem Gedankengut. Siehe G 20 Hamburg – und das ist keine an den Haaren herbeigezogene Theorie.

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